Info-Abend der Eishockey-Jugend: Vorstand soll Konzepte für Zukunft erarbeiten

Mitgliedertreff der EJK: Fans fordern reinen Tisch

Kassel. Das Votum der verärgerten Mitglieder war so eindeutig, dass es Holger Bernhofen als Mitgliederbetreuer der Eishockey-Jugend Kassel leicht als Auftrag für den Vorstand formulieren konnte.

"Wir müssen uns zusammensetzen und gemeinsam mit den Verantwortlichen der Eissporthalle beschlussfähige Vorschläge für die Zukunft des Eishockeys erarbeiten. Darüber können wir dann in einigen Wochen mit den Mitgliedern beraten und abstimmen.“

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„Es geht doch nur dann weiter mit dem Eishockey in Kassel, wenn alle an einem Strang ziehen. Der Verein braucht die Halle, die Hallenbetreiber einen intakten Klub und eine attraktive erste Mannschaft“, schrieb Walter Mathias den Funktionären und den Verantwortlichen der Kasseler Eissporthalle-Betriebsgesellschaft (KEBG) ins Stammbuch. „Das gerade erst keimende zarte Pflänzchen des Vertrauens zwischen EJK, KEBG und den Fans ist jetzt schon genug mit Füßen getreten worden“, mahnte der Vorsitzende des Fanklubs Nordhessenarena.

Fotos: Mitgliedertreff der EJK

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Auch Stefan Göbel forderte ein rasches Ende des Wintertheaters: „Setzt Euch zusammen und macht reinen Tisch“, erklärte er bei einer so genannten Informationsveranstaltung, die diesem Titel nie gerecht wurde. Denn eine ruhige, sachliche Präsentation der Möglichkeiten, wie zukünftig der Betrieb einer höherklassig spielenden ersten Eishockey-Mannschaft in einer Kapitalgesellschaft (KG) geregelt werden könne, fand nicht statt. Es gab keinen Widerspruch auf die Behauptung von Schatzmeister Bernhard Ewers, dass nur eine neue KG den Verein vor jedem finanziellen Risiko bewahren könne. Ob aber der Verein die Kontrolle über eine solche KG haben oder gegen eine entsprechende finanzielle Gegenleistung alle Rechte an der ersten Mannschaft an die KEBG abtreten solle - darüber wurde inhaltlich ebenso wenig diskutiert wie über ein von Rossing-Intimus Uwe Schultze ins Gespräch gebrachtes drittes Modell einer Zusammenarbeit zwischen EJK und KEBG.

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Der Info-Treff war nicht nur schlecht vorbereitet, Klubchef Marc Berghöfer wartete aus dem Hinterhalt auch nicht mit Fakten, sondern mit Vorwürfen bis hin zur Lüge an die Hallenbetreiber auf. KEBG-Geschäftsführer Stefan Traut erklärte, dass bislang 358 638 Euro an den Klub fließen - was Berghöfer bestätigte. Und behauptete dann, dass Hauptsponsor Volkswagen bis auf Weiteres alle Zahlungen einstelle. Berghöfer konterte, dies erfolge in langfristiger Absprache zwischen VW und EJK zum Schutz des Klubs: „VW hat sich nicht zurückgezogen, sondern die Ampel auf Rot gestellt. Solange, bis Dennis Rossing die Halle tatsächlich erworben und ein professionelles Konzept für die Zukunft vorgelegt hat.“ Von VW war kein Vertreter anwesend oder zu erreichen, um zumindest diese eine Frage zu klären.

Von Gerald Schaumburg

Quelle: HNA

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