Eishockey

Huskies gehen wieder leer aus: 2:4 in Heilbronn

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Kasseler Torschütze zum 1:3: Alex Karachun, hier gegen die Ravensburger Thomas Brandl (links) und Sören Sturm (rechts).

Nur Alex Karachun und Justin Kirsch treffen ins Schwarze: Kassels Eishockeycracks verlieren das Verfolgerduell bei den Falken 2:4 (0:0, 1:3, 1:1).

Die dritte Niederlage in Folge, das sechste Spiel hintereinander in der zweiten Eishockey-Liga ohne Dreier: Auch bei den Heilbronner Falken gingen die Kassel Huskies am Sonntag leer aus. Beim 2:4 (0:0, 1:3, 1:1) waren drei Gegentreffer binnen sieben Minuten entscheidend.

Zum Mann des ersten Drittels avancierte Gerald Kuhn. Kassels Zerberus war früh bei Versuchen von Gervais und Della Rovere auf dem Posten, und „Jerry“ kratzte den Puck bei Brunes Schuss von der Linie. Dann erst hatten die Huskies erste Chancen, doch nach schönen Kombination scheiterten Justin Kirsch (5.) und Alex Karachun (8.) an Mirko Pantkowski, einem von sechs Ex-Kasselern im Falkenteam.

Kurz darauf rammte Gervais ungestraft Denis Shevyrin von hinten in die Bande. Doch der Verteidiger blieb unverletzt und stoppte nur Sekunden später famos Kochs Alleingang (10.). Dem folgten zwei Strafen gegen die Gäste, die aber auch mit Drei gegen Fünf nichts anbrennen ließen und dann selbst in Überzahl die Führung auf den Schlägern hatten. Doch Derek Dinger, Karachun, Austin Carroll, Corey Trivino und Spencer Humphries brachten „Pante“ zwar in die Bredouille, aber den Puck nicht an ihm vorbei.

Das setzte sich fort bei Mario Scalzos Schlenzer (22.) und und einer Attacke von Kirsch und Trivino (25.). Als es nichts wurde mit dem Kasseler Führungstreffer, folgten die eiskalte Dusche. Dreimal kamen die Falken über rechts, dreimal war auch der famose Kuhn machtlos. Aus der Ecke heraus legte Koch den Pass diagonal zurück auf den völlig alleingelassenen Soramies – 1:0 für Heilbronn (26.). Im selben Moment, da Freiburg in Crimmitschau verlor. 30 Sekunden danach tauchte Wruck allein vor Kuhn auf, wenig später zog der starke Neuzugang Samuels-Thomas am Flügel durch und legte für Damon auf – 2:0 (33.). Und nur 47 Sekunden danach ist Valenti der Vorbereiter für Millers 3:0. Die Vorentscheidung, die sorglos offensiven Huskies waren Heilbronn ins offene Messer gelaufen.

Zwar lenkte postwendend Karachun einen Schlenzer Ben Duffys zum 1:3 ins Netz (35.), zwar agierten die Kasseler weiterhin stark in Unterzahl. Doch offensiv ging zu wenig. Carrolls Bauerntrick (37.) blieb ebenso erfolglos wie Richie Muellers Konter (40.) und Ryon Mosers Schuss, der geblockt wurde (45.). Und als auch das vierte Powerplay ohne Zählbares blieb – trotz Chancen von Humphries, Spitzner und Kirsch (46.) –, da machte Heilbronns Della-Rovere auf der anderen Seite mit einem Mann mehr zum 4:1 den Deckel drauf (48.). Er lenkte Wrucks Hereingabe entscheidend an Kuhn vorbei. Für die nimmermüden, aber glücklosen und nicht wirklich zwingenden Kasseler reichte es nur noch zum 2:4 nach Kirschs Alleingang (54.).

Schiedsrichter: Kohlmüller/Nöller. Zuschauer: 1537 Tore: 1:0 (25:59) Soramies (Koch, Miller), 2:0 (32:01) Damon (Brady, Samuels-Thomas), 3:0 (32:48) Miller (Valenti, Gervais), 3:1 (34:13) Karachun (Duffy, Moser), 4:1 (47:56) Della-Rovere (Wruck, Damon - 5:4), 4:2 (53:47) Kirsch (Carroll)

Strafminuten: je 12.

Quelle: HNA

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