Fehlt nicht nur in Freiburg

Vom Verband gesperrt: Huskies müssen doch auf Neuzugang Povorozniouk verzichten

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Sam Povorozniouk darf im Februar noch nicht für die Huskies spielen, obwohl er schon seit Mittwoch in Kassel ist.

Kassel. Es geht um Revanche. Und es geht um das Gesetz der Serie. Doch vor den Spielen der Huskies am Freitag ab 19.30 Uhr in Freiburg sowie am Sonntag ab 18 Uhr vor eigenem Publikum gegen Crimmitschau gab es am Donnerstagabend eine ganz schlechte Nachricht.

Trainer Rico Rossi überbrachte sie am Ende des ersten Fantreffs in der Eissporthalle: Neuzugang Sam Povorozniouk wird Kassels Eishockeyspielern zunächst nicht helfen können. Der 23 Jahre alte US-Amerikaner ist vom Internationalen Verband IIHF bis zum 2. März gesperrt.

Das ist ein bitterer Schlag für die Huskies. Povorozniouk ist seit Dienstag in Kassel, sollte am Freitag sein Debüt geben. Er ist der Rechtsschütze, den Rossi dringend braucht. Damit wird es nun nichts. Grund ist eine Sperre von acht Spielen wegen eines Checks gegen Kopf und Nacken, die der Stürmer bei seinem finnishen Klub Vaasan Sport erhalten hatte. „Verein, Agentin und der finnische Verband haben uns versichert, dass die Sperre auf europäischer Ebene nicht geltend gemacht wird“, erklärt Rossi. Die Nachricht von der Sperre traf die Huskies deshalb völlig überraschend. Wie es genau zu der Wende kam, war am Abend unklar. Offenbar hat der finnische Verband die Strafe doch an die IIHF gemeldet, die Povorozniouk nun auf Eis legte.

Der US-Amerikaner hatte sich noch am Mittwoch auf seinen ersten Einsatz gefreut. Er kommt von jenem Klub, bei dem Ex-Husky Mika Järvinen zwischen den Pfosten steht. „Mika hat mir zum Wechsel geraten“, bestätigte Povorozniouk. Die Entscheidung für Kassel sei ihm leicht gefallen: „Ich möchte mir diese Gelegenheit hier nicht entgehen lassen.“ Nun ist völlig unklar, ob und wann sie kommen wird. Povorozniouk (sprich Poworesnjut), der kurz „Povo“ gennant wird, spricht breitesten US-Akzent, der Ursprung des Namens aber liegt im Russischen. „Ich bin US-Amerikaner, aber meine Eltern und Großeltern kommen aus Russland“, erklärt er.

Er wurde geboren im 34.000-Einwohner-Städtchen Northbrook im Bundestaat Illinois an den großen Seen im Nordosten. Daran angrenzend liegt Michigan mit der Metropole Detroit. Dort spielen die Red Wings, für die Povorozniouks Idol lange Jahre aufs Eis ging: Sergei Fedorov. Dessen Rückennumsoll die sein, die Povo bei den Huskies tragen wird: die 91.

Im Breisgau wird es damit also erstmal nichts. Dort wollen die Huskies die Revanche für das 1:5 im Heimspiel am 12. Januar. Die Niederlage war einer der Tiefpunkte der bisherigen Saison. Am Sonntag dann kommt mit Crimmitschau ein Lieblingsgegner dieser Spielzeit. Die drei bisherigen Duelle wurden allesamt gewonnen.

Volle Konzentration auf die Revanche: Die Huskies mit Marco Müller, hier recht neben Freiburgs Julian Airich, wollen im Breisgau das 1:5 aus dem letzten Duell wettmachen.

Und klar, nun soll die perfekte Serie mit dem vierten Sieg komplettiert werden. Die Huskies sehen sich, das wurde beim Fantreff (Bericht folgt) deutlich, trotz des Rückschlags gegen Heilbronn im Aufwind. Stürmer Michi Christ: „Wir haben zuletzt viele Gespräche geführt. Wir wissen, dass es nicht lief. Aber wir sind jetzt auf einem guten Weg.“

Quelle: HNA

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