Zwischenbilanz und Ausblick

Nach 23 von 30 Punkten in Festtags-Rallye: Ziel der Huskies ist Viertelfinale

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Starker Rückhalt der Huskies: Torhüter Leon Hungerecker.

Zwei Drittel der Hauptrunde in der zweiten Eishockey-Liga sind absolviert. Und, zum Glück, die Huskies zählen zu den Gewinnern der Festtags-Rallye mit acht Spielen in nur 16 Tagen. Eine Zwischenbilanz.

Entsprechend gelöst gingen Trainer und Team am Sonntag nach dem 5:2 gegen Freiburg in den vollends ersten freien Tag seit Wochen. 

Wir ziehen Bilanz und blicken voraus:

Die Punkte

20 von 24 Zählern haben die Kasseler in den letzten acht Spielen geholt, 23 von 30 in den letzten zehn. Super. Und doch spiegelt sich diese beeindruckende Serie in der aktuellen Rangliste nur bedingt wider. Der Grund: Nahezu alle Mannschaften des Tabellenmittelfelds haben fleißig gepunktet, da die Topteams schwächelten. So ist sogar das Spitzentrio eng zusammengerückt, da Ravensburg seine Dominanz mit nur 15/30 Punkten aus zehn Spielen und sogar nur 19/42 aus 14 Spielen eingebüßt hat.

Die Extratabelle der letzten zehn Spieltage weist es aus: Das Hessentrio ist top – und nur die Roten Teufel aus Bad Nauheim sind noch erfolgreicher als die Huskies. Dabei sind gerade sie neben Bietigheim der größte Rivale im Kampf um Platz sechs.

Die Trainerbilanz

Als Tim Kehler am 23. November mit den Huskies beim 1:0 in Freiburg in seinem dritten Spiel den ersten Sieg (und bislang einzigen Zu-Null-Erfolg) feierte, da hatte der Elfte beim Siebten gewonnen. Und: Sieben Zähler hatten die Nordhessen zuvor hinter den Breisgauern gelegen. Heute sind sie 15 Punkte voraus.

Die Situation

„Wir spielen endlich einfach und geradlinig und haben Erfolg damit“, sagt Michi Christ. Der Kasseler, der gegen Freiburg endlich erstmals ins Netz traf, und das gleich doppelt, sieht die Mannschaft „nach einigen Veränderungen absolut gefestigt, auch wenn die letzten schwachen zehn Minuten gegen Freiburg unnötig waren. Unsere Siege jetzt sind keine Eintagsfliegen mehr.“

Aber: Die beiden einzigen Niederlagen in den letzten zehn Spielen gab es bei den Teams, die es einzuholen gilt: Nauheim und Bietigheim.

Die Sorgenkinder

Insbesondere das Ausscheiden von Mike Little am Sonntag sorgte für Sorgenfalten auf der Stirn der Verantwortlichen. Den Verteidiger hat es erneut am zuvor schon verletzten Knöchel erwischt. Doch Teamarzt Dr. Hans-Günter Schafdecker (Baunatal) gab nach einer MRT gestern Entwarnung. Little müsse einige Tage pausieren, könne vielleicht schon am Wochenende wieder ran.

Glück im Unglück: Verteidiger Mike Little ist nur leicht verletzt und wird nicht lange ausfallen.

Toni Ritter (Muskelverletzung) und Bastian Schirmacher (erkrankt) werden am Freitag in Bayreuth zurück erwartet. Am Sonntag kommt dann Heilbronn nach Kassel.

Die Perspektive

Bleibt also die eine entscheidende Frage: Was geht da noch für die Huskies in den verbleibenden 17 Hauptrunden-Spielen? „Auch wenn die Bad Nauheimer einen guten Lauf haben – Platz sechs haben wir drin, ohne jeden Zweifel“, formuliert Michi Christ das, was die Extratabelle erhoffen lässt. „Für uns ist das Playoff-Viertelfinale das Ziel, ganz klar. Das muss es auch sein, denn die Mannschaft ist gut. Wir wollen ohne Umweg über die Preplayoffs, um eine Erholungsphase zu bekommen.“

Auch Tim Kehler sieht diese Perspektive. „Wir wollen dabei sein, wenn der heiße Tanz in den Playoffs losgeht“, sagt der Trainer – „am liebsten natürlich auf dem direkten Weg mit Platz sechs.“ Auf dem Weg dorthin gelte die alte Weisheit: „Wir denken von Spiel zu Spiel.“

Drei Fragen an Geschäftsführer Joe Gibbs

Fast 5000 Zuschauer, endlich wieder einmal echte Kasseler Eishockey-Stimmung – das 5:2 der Huskies gegen Freiburg am vergangenen Sonntag war ein Erlebnis. Drei Fragen an Joe Gibbs, den Geschäftsführer der Huskies nach dem Spiel:

Sind Sie zufrieden mit dem ersten Familientag in dieser Saison?

Gibbs: Absolut, das war einfach sensationell am Sonntag. Vor allem freue ich mich für die vielen Kinder und Eltern, dass sie auch noch ein gutes Spiel unserer Mannschaft gesehen haben. Das und der Sieg, das waren die Sahnehäubchen.

Wie fällt ihre kaufmännische Bilanz aus?

Gibbs: Es war super, dass so viele Zuschauer gekommen sind und unser Angebot offensichtlich ankommt beim Kunden. Wichtiger aber als die Tageskasse ist, dass wir Eishockey als positives Ereignis, als tolles Event in den Blickpunkt rücken konnten.

Wird es einen weiteren Familientag geben?

Gibbs: Das streben wir an, auf jeden Fall. Wir werden uns den Spielplan genau ansehen. Aber alles steht und fällt auch mit dem Personal und den vielen ehrenamtlichen Helfern, die zum Beispiel auch bei den besonderen Familienmenüs mit Hühnchen, Nuggets und Pommes einen tollen Job gemacht haben.

Die Saison der Kassel Huskies in der Übersicht: Das ist der Spielplan für die Saison 2018/2019

Quelle: HNA

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