Huskies beim 10:1 gegen Ratingen in Torlaune

Kassel. Die 4:6-Pleite in Dortmund ist abgehakt: Gegen die Ratinger Ice Aliens hat sich Eishockey-Oberligist Kassel Huskies gestern Abend vor 4300 Zuschauern in der heimischen Eissporthalle den Frust von der Seele geschossen und seine Gäste aus Nordrhein-Westfalen mit 10:1 (3:0, 4:0, 3:1) auf die Heimreise geschickt.

„Die Mannschaft weiß, dass sie in der Bringschuld ist“, hatte Huskies-Sportdirektor Daniel Lammel angekündigt. Und die hielt sich daran. Schon nach wenigen Sekunden war klar, dass sich Dennis Kohl im Tor der Ratinger nicht über mangelnde Beschäftigung würde beklagen können. Nach anderthalb Minuten musste er erstmals hinter sich greifen, als er den Puck nach einem Schuss von Florian Böhm nicht festhalten konnte.

Huskies düpieren Ratinger Ice Aliens

Dieses 1:0 (2. Minute) war das Signal zur Attacke. Angriff um Angriff fuhren die Huskies nun auf das Tor der über weite Phasen überforderten Gäste. Die boten den Hausherren viel Raum zum Kombinieren, und die ließen sich natürlich nicht zweimal bitten. Wieder war es die dritte Sturmreihe, die zuschlug. Dieses Mal nur in anderer Reihenfolge. Böhm legte auf für den freistehenden Marc Roedger, der zum 2:0 einschob (6.).

Nur Mitte des ersten Drittels blitzte das Können der Gäste kurzzeitig auf. Doch die Distanzschüsse waren sichere Beute von Martin Fous im Kasten der Huskies. Hätten die Kasseler ihre Torchancen noch konsequenter genutzt, es wäre wohl nicht nur mit 3:0, das Manuel Klinge in der 16. Minute erzielt hatte, in die Pause gegangen. Doch es gab ja noch die Drittel zwei und drei. Und da tat sich einiges. Der Preis für den schönsten Treffer des Abends gebührte Marek Vorel. Stocherte er beim 4:0 (2:1) den Puck noch ins Tor der Ratinger, stellte er beim 5:0 (30.) seine ganze Klasse unter Beweis.

Er holte sich den Puck an der blauen Linie, tanzte zwei Gegenspieler aus und versenkte den Puck aus ganz spitzem Winkel im Tor - und das zu einem Zeitpunkt, als Husky Jiri Mikesz gerade in der Kühlbox saß. Den Aktenvermerk „verantwortlich für die hässlichste Szene des Abends“ erhielt jedoch der Ratinger Dennis Appelhans.

Es läuft die 50. Minute. Die Partie ist unterbrochen, als Husky Patrick Berendt noch einmal nachsetzt. Appelhans will ihm den Schläger aus der Hand schlagen, erwischt ihn aber stattdessen voll im Gesicht. Minutenlang ist die Partie unterbrochen, Berendt muss, von den Betreuern gestützt, das Eis verlassen. Für ihn ist die Partie beendet.

Auch für Appelhans, er kassiert eine Spieldauer-Strafe. Die beiden letzten Treffer durch Petr Sikora und Manuel Klinge dürften die Huskies sicherlich ihrem verletzten Mitspieler gewidmet haben. Sonderapplaus gab´s am Ende noch für Martin Fous, der sich nur mit Mühe den Schlägen des Ratingers Lance Monych entziehen konnte.

SR: Kissing (Wiehl),

Z: 4296,

Tore: 1:0 (1:44) Böhm, 2:0 (5:16) Roedger (Böhm, Mikesz) 3:0 (15:24) M. Klinge (Sikora, Christ), 4:0 (20:14) Vorel (Hilgenberg, Robitaille), 5:0 (29:19) Vorel (4:5), 6:0 (32:11) Böhm (Roedger, Mikesz - 4:4), 7:0 (36:04) Christ (Klinge, Valenti), 7:1 (42:30) Gries (Jia Amini), 8:1 (46:03) Klinge (Sikora), 9:1 (53:28) Sikora (Robitaille, M. Klinge - 5:4), 10:1 (59:08) M. Klinge, (Hilgenberg, Sikora)

Strafminuten: Kassel 8 / Ratingen 11 + Spieldauer Appelhans

Am Montagmorgen sehen Sie an dieser Stelle ein Video.

Quelle: HNA

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