Falken kommen mit Trainer Dahlem

Huskies treten gegen die Heilbronner Falken an

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Er muss heute zusehen: Huskies-Stürmer Feodor Boiarchinov, hier rechts gegen Felix Thomas vom SC Riessersee, ist gegen Heilbronn gesperrt.

Kassel. Eintagsfliege oder Trendwende? Auch um die Beantwortung dieser Frage geht es, wenn die Kassel Huskies nach ihrem erneuten Derbysieg in Bad Nauheim am Freitag nun gegen die deutlich verbesserten Heilbronner Falken (19.30 Uhr, Eissporthalle) und am Sonntag um 18.30 Uhr bei den Towerstars in Ravensburg antreten.

Im Ausblick auf die Spieltage 37 und 38 der zweiten Eishockey-Liga stehen vier Aspekte im Fokus: 

Die Ausländer

Fünf Importspieler im Kader sind eigentlich einer zuviel, denn nur vier dürfen pro Partie eingesetzt werden. Wer also muss zusehen? Davon ausgehend, dass Neuzugang Derek DeBlois nicht für die Tribüne geholt wurde, darf der amerikanische Stürmer als gesetzt gelten für seine Heimpremiere heute. „Er ist ein Denker und Lenker, der Puck und Spiel gut kontrolliert“, urteilt Trainer Rico Rossi über den 25-Jährigen nach den ersten Trainingseindrücken.

Bleiben also Esa Lehikoinen, Drew MacKenzie, Braden Pimm und Jack Downing. Der Finne Lehikoinen musste mangels Leistung in Bad Nauheim bereits zusehen. Und angesichts der Probleme der Huskies beim Toreschießen wäre es keine Überraschung, sollte Rossi auch heute auf die Nordamerika-Connection setzen. Dazu äußern aber mochte er sich gestern nicht. Nur so viel: „Alle sind gesund, keiner ist gesperrt. Alle haben die gleiche Rolle im Team. Und alle haben sie Feuer unter dem Hinter – wie all die anderen Spieler allerdings auch.“

Das Personal

Michi Christ (Handbruch) fehlt noch, über ein Comeback Carter Profts kann erst kurzfristig entschieden werden. Auch Alex Lambacher ist verletzt. Feodor Boiarchinov muss wegen der dritten großen Strafe einmal pausieren.

Die Disziplin

Apropos: Seit Wochen hagelt es große Strafen für die Huskies. Ein Problem damit aber hat Trainer Rossi nicht – so lange es keine Ausschlüsse wegen Meckerns oder Reklamierens sind. „Dafür hätten wir keinerlei Verständnis“, sagt der Coach. Das Kasseler Team spiele keineswegs undiszipliniert, sondern robust, betont Rossi. „Harte, faire Checks sind okay für uns. Und in Nauheim waren die Checks von Ritter und Boiarchinov absolut korrekt.“ Referee Müns aber sah das anders.

Die Gegner

„Beide Mannschaften am Wochenende kommen mit neuem Schwung, sind heiß und nur schwer zu schlagen“, urteil Rico Rossi. So stehe Heilbronn als Tabellenzwölfter für das beste Überzahlspiel der Liga mit einer Erfolgsquote von 26 Prozent (Kassel 7./18,5%). Die vom Ex-Kasseler Fabian Dahlem betreuten Falken um Ex-Husky Justin Kirsch (14 Tore + 19 Vorlagen) haben zudem im Kanadier Andrew Hare (93% abgewehrte Schüsse) einen neuen starken Torwart. „Wir müssen von der Strafbank wegbleiben, unser Forechecking durchsetzen und laufen, laufen, laufen“, sagt Rossi. „Aber auch gut stehen – in der Abwehr.“

So, wie am Sonntag auch in Ravensburg, wo „die Towerstars besser sind als ihr siebter Tabellenplatz“ direkt hinter seinen Kasselern.

Quelle: HNA

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