Im November traf der Stürmer für die Südhessen im Derby

Husky Danny Albrecht: Ein Ex-Löwe im Blickpunkt

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Da waren sie noch Gegner: Beim ersten Derby am 18. November spielte Danny Albrecht (links) noch für Frankfurt, nun ist er Teamkollege von Kyle Doyle bei den Kassel Huskies.

Kassel. Erst ein Löwe, nun ein Husky: Danny Albrecht hat den Schritt, den Stephan Kreuzmann im November getan hatte, in den andere Richtung gemacht. Kurz vor Weihnachten wurde aus dem Frankfurter Albrecht ein Kasseler.

Logisch, dass der Stürmer nun im ersten Derby der Erzrivalen in der Endrunde im Blickpunkt steht. Denn am Freitag gastieren die Huskies ab 19.30 Uhr bei den Löwen in der Eissporthalle am Ratsweg.

„Ich bin gespannt auf die Atmosphäre“, sagt Albrecht. Eine freundliche Begrüßung freilich wird er nicht erwarten können. Doch dafür ist er gewappnet. „Ich stehe jetzt als Kasseler auf dem Eis und freue mich, mit den Huskies erfolgreich zu sein“, sagt der Stürmer. „Wir freuen uns darauf zu zeigen, was wir können.“

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Als er noch das Löwen-Trikot trug, war Albrecht sogar als Torschütze gegen die Huskies erfolgreich. Am 18. November, als die Huskies mit 3:2 gewannen, sorgte er mit dem 1:2 für Spannung. „Daran denke ich heute nur noch, wenn ich unseren Torwart Benny Finkenrath und meine neuen Mitspieler damit ein wenig aufziehen kann“, sagt Albrecht schmunzelnd.

Im Sommer war er nach sieben Zweitliga-Jahren in Essen, Schwennigen und Weißwasser nach Frankfurt gewechselt. Zum raschen Abschied da will er sich nicht mehr äußern. „Die Sache ist ausgeräumt“, erklärt er heute.

Ende November hatte Albrecht Frankfurts Trainer Frank Gentges vorgeworfen, ihn während eines Spiels tätlich angegriffen zu haben und kündigte. Später entschuldigte sich Albrecht öffentlich, der Vertrag wurde in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst.

Video: Huskies-Niederlage in Frankfurt

Nun ist er ein Husky und eine feste Größe im Team. Der Angreifer überzeugte mit acht Toren und zwölf Vorlagen in zehn Spielen, ist mit acht Treffern bester Schütze in der Endrunde. Albrecht: „Ich schätze das Familiäre hier und den herzlichen Empfang, den mir alle bereitet haben. Ich bekomme viel Eiszeit und kann um die Meisterschaft mitspielen“, erklärt der 28-Jährige, der im Sommer mit den Essen Rockets deutscher Pokalsieger im Skater-Hockey wurde.

Auch seine Mitspieler schätzen den gebürtigen Sachsen, der aus Bad Muskau bei Weißwasser stammt. „Danny ist keine Quasselstrippe, sondern eher ein ruhiger Typ. Aber wir albern in der Kabine sehr viel herum“, erzählt Kyle Doyle über seinen Nachbarn und Sturmpartner. Auch Sven Valenti kennt Albrecht bestens. Drei Jahre spielten sie gemeinsam in Essen und Weißwasser, machten zusammen den Trainerschein. „Sven ist längst ein guter Freund“, sagt Albrecht.

Wie Valenti hat auch Albrecht die Zeit nach der aktiven Laufbahn im Blick. Eine Ausbildung zum Kaufmann hat er mit der Note eins abgeschlossen, besitzt die Lizenz, Nachwuchsteams zu trainieren. Und: Am 31. Mai wird er seine Verlobte Nadine heiraten. In Oberhausen, wo sie mit der gemeinsamen Hündin Leni wohnt. Und vielleicht hat sich bis dahin auch sein sportlicher Wunsch erfüllt: „Ich will mit den Huskies in die zweite Liga aufsteigen!"

Video: Die Pressekonferenz nach der Niederlage in Frankfurt

Von Michaela Streuff

Quelle: HNA

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