Wolfsburg beobachtet Kasseler Spieler

Erfolgserlebnis vorm Derby: 6:3-Sieg in Crimmitschau kommt gerade recht

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Dank an die mitgereisten Fans: Die Huskies nach dem Sieg in Crimmitschau mit u. a. von links Alex Heinrich, Jens Meilleur, Markus Keller und Alex Lambacher. 

Kassel. Es waren drei Punkte zur Rehabilitation. Es waren sechs Tore gegen aufkeimende Panik im Umfeld. Und es war das ersehnte, dringend nötige Erfolgserlebnis vor der Fahrt zum nächsten Hessenderby in Frankfurt am Freitag.

Keine Frage, das 6:3 der Huskies am Sonntag in Crimmitschau hat dem Kasseler Eishockey-Team auf vielfältige Weise gut getan.

„Das war ein gutes Spiel, wir waren im Ausnutzen der Torchancen endlich einmal sehr konsequent“, bilanzierte Rico Rossi zufrieden – und durchaus erleichtert. Hatte er doch nach der Pleite gegen Freiburg noch eingeräumt, „für einige Leute derzeit der Buhmann“ zu sein. Genau jene Zielstrebigkeit, jener Biss, die den Huskies auch noch am Freitag so gefehlt hatten, waren nun der Grundstein zur vermeintlichen Trendwende nach zuvor nur einem Sieg in sechs Spielen.

Lukas Koziol brach schon nach 32 Sekunden mit dem 1:0 den Bann – „und das hat uns sehr gut getan“, erklärte Rossi. Endlich trafen danach wieder Spieler aller vier Reihen, endlich waren die Kasseler auch in Überzahl wieder effektiv und erzielten die wichtigen Treffer zum 2:0 durch Adriano Carciola und zum 3:1 durch Evan McGrath im Powerplay. Rossi: „Wir haben das Spiel kontrolliert und verdient gewonnen.“

Weil Stratege James Wisniewski wieder dabei war, weil Braden Pimm mit dem 5:2 aufkommende Hoffnungen der Eispiraten im Keim erstickte. Was deren Trainer Kim Collins später zu diesem Fazit veranlasste: „Ich habe meine Mannschaft vergeblich davor gewarnt, dass die Kasseler nach der Heimniederlage gegen Freiburg vom Freitag nicht wieder zu erkennen sein werden. Die Jungs haben das nicht ernst genommen und sind prompt bestraft worden.“

Was einen Blick auf den Hessenkomplex der Sachsen provoziert. Gegen Kassel und Bad Nauheim wurden die letzten sechs Spiele jeweils verloren, nur gegen und in Frankfurt gab es seit dem 8. Januar 2017 drei Siege.

Huskies im DEL-Visier

Derweil sind die besten Huskies bei anderen Teams im Visier. DEL-Klub Wolfsburg sucht zur nächsten Saison nicht nur einen neuen Trainer, sondern hat auch die Kasseler Braden Pimm (wie Düsseldorf) und Evan McGrath bereits beobachtet. Auch Kevin Maginot, der zur nächsten Saison kein Förderlizenzler mehr sein wird, scheint Manager Charlie Fliegauf zu interessieren. Aus Mannheim kommt das Gerücht, dass Mirko Pantkowski bereits einen Dreijahresvertrag unterschrieben hat – ohne Ausleihe nach Kassel. Was aber keine echte Überraschung wäre, obwohl der 19-jährige Torwart derzeit überspielt wirkt und offenkundig eine Pause dringend nötig hätte.

Von Gerald Schaumburg und Thomas Michel

Quelle: HNA

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