Hitziges Duell

Die fünfte Derby-Niederlage: Huskies verlieren 2:5 gegen Frankfurt

Frankfurt. Und wieder keine Punkte: Im hessischen Duell der Eishockey-Oberliga bleiben die Kraftverhältnisse unangetastet. Trotz einer deutlichen Leistungssteigerung gegenüber dem 1:5 gegen Duisburg und einer bis zur 30. Minute bestehenden 1:0-Führung verloren die Huskies auch das fünfte Saisonderby.

Spitzenreiter Löwen Frankfurt setzte sich in einem packenden und hitzigen Duell 5:2 (0:1, 2:0, 2:1) durch.

Besonders im Blickpunkt stand Huskies-Verteidiger Tomas Gulda. „Alle auf die 11“, forderten die Löwen-Anhänger schon vor der Partie. Gulda wird von den Frankfurtern das Foul an Roland Mayr massiv vorgeworfen. Der Angreifer hatte sich dabei im Derby in Kassel einen Bänderriss im Knie zugezogen.

Die Stimmung war aufgeheizt. So war es kein Wunder, dass Löwen-Neuzugang Richard Gelke bereits in der 7. Minute wild auf Gulda einprügelte. Die Aktion wurde doppelt bestraft. Erst verhängte Schiedsrichter Hurtik 2+2+10 Strafminuten, dann nutzte Branislaw Pohanka die folgende Überzahl zum 1:0 (11.).

Diese Führung brachten die Gäste trotz mehrerer Unterzahlsituationen auch in die erste Pause. Sie standen sicher in der Defensive. Und sie hatten in Benjamin Finkenrath einen ganz starken Rückhalt. In seinem zweiten Saisonspiel zeigte der Torhüter seine stärkste von zahlreichen Parade gegen den drei Meter vor ihm völlig frei stehenden Marc Schaub (15.). Doch bei zwei Kontern hatte Austin Wycisk ebenfalls zwei weitere gute Möglichkeiten für die Huskies.

Und die hätten auch im zweiten Durchgang anfangs ihre Führung mit etwas Glück ausbauen können. Das galt vor allem für Pohanka, der an alter Wirkungsstätte bei zwei Chancen in Überzahl (24. und 29.) freistehend an Björn Linda scheiterte. Allerdings hatte Finkenrath zuvor mit einer weiteren großartigen Tat gegen Schaub, der bei einem Unterzahlkonter frei durch war, den Ausgleich verhindert.

Auch „Finke“ war aber machtlos, als die Gastgeber nur wenige Sekunden für die Wende brauchten. Zunächst traf Chris Stanley im Nachschuss, 34 Sekunden später Landon Gare bei einem Konter – in der 31. Minute war das Spiel gedreht.

Fotos: Kassel Huskies gegen Frankfurter Löwen

Kassel Huskies gegen Frankfurter Löwen

Das war bereits ärgerlich genug. Noch ärgerlicher wurde es aber, als die Huskies mit einem Wechselfehler den dritten Treffer der Gastgeber begünstigten. In 4:3-Überzahl sorgte erneut Stanley mit dem 3:1 dafür, dass die Aussichten, der Kasseler, im Derby endlich zu Punkten zu kommen, erheblich schwanden.

Schade war das, weil Jürgen Rumrichs Mannschaft eine wirklich starke Leistung gezeigt hatte. Und sie gab nicht auf. Sie hatte ihre Möglichkeiten, sie kam noch einmal auf 2:3 heran. In der 44. Minute war das. Erneut traf Pohanka, erneut in Überzahl, aber erneut machte eine Unachtsamkeit die Hoffnung zunichte. Keine 30 Sekunden später stellte Stephan Kreuzmann den Abstand wieder her. Es blieb zwar packend. Es gab weiter Chancen. Das Derby aber war entschieden. Ein technisches Tor in der Schlussminute – Liesegang war vor dem leeren Tor per Stockschlag gestoppt worden – fiel da nicht mehr ins Gewicht.

SR: Hurtik (Darmstadt)

Z: 6086

Tore: 0:1 (10:50) Pohanka (Doyle - 5:4), 1:1 (30:11) Stanley (Liesegang, Breitkreuz), 2:1 (30:45) Gare (Mueller), 3:1 (38:10) Stanley (Jarvis, Cespiva - 4:3), 3:2 (43:04) Pohanka (Gaucher, Engel - 5:4), 4:2 (43:32) Kreuzmann (Mueller), 5:2 (59:30) Liesegang (technisches Tor)

Strafminuten: Frankfurt 18 + 10 Gelke - Kassel 16.

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Quelle: HNA

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