Pleite bei Finkenraths Rückkehr

Eishockey: Kassel Huskies verlieren gegen Füchse Duisburg 1:5

Kassel. Die Rückkehr von Benjamin Finkenrath ins Tor der Kassel Huskies stand unter keinem guten Stern. Beim ersten Saisonspiel des so lange verletzten Torhüters kassierte der Eishockey-Oberligist eine empfindliche 1:5 (0:1, 0:2, 1:2)-Niederlage gegen die Füchse Duisburg.

Gegen die clever verteidigenden Gäste erwischte die Mannschaft von Trainer Jürgen Rumrich einen rabenschwarzen Tag. Die Aufmerksamkeit vor dem ersten Bully, die galt natürlich ihm: Benjamin Finkenrath wurde mit tosendem Applaus und „Finke“-Rufen empfangen. Da ging fast ein wenig unter, dass es zwei weitere Premieren gab. Verteidiger Ryan Gaucher feierte sein Heimdebüt, Rückkehrer Jan Pantkowski, der seit einigen Wochen wieder mit den Huskies trainiert hat, sein Debüt im vierten Sturm.

Seine erste Prüfung hatte Finkenrath bereits nach 40 Sekunden zu bestehen. Er bestand sie mit etwas Glück. Nach Teppers Schuss trudelte der Puck unter dem Schoner durch – aber dann auch am Pfosten vorbei. Es war aber nicht so, dass der Goalie lange verunsichert schien. Er zeigte eine Reihe guter Paraden. So bei einem Schuss von Paul (19.), den er aus der Luft pflückte. Oder später, als er einen Konter von Orendorz energisch stoppte (34.).

Allerdings nutzte das wenig. Seine Vorderleute nämlich, die waren völlig von der Rolle. Natürlich war Duisburg diesmal ein sehr unbequemer Gegner, der kompakt in der Defensive stand, immer wieder gefährliche Konter fahrend. Trotzdem war es auch so: Den Huskies fiel gegen dieses Bollwerk herzlich wenig ein. Viele Angriffe wirkten irgendwie einfallslos, viele Schüsse überhastet und unplatziert. Da machte sich auch bemerkbar, dass mit Branislav Pohanka ein gefährlicher Stürmer auf der Tribüne saß.

Und wie das oft so ist: Wenn es überhaupt nicht läuft, dann kommt auch noch Pech dazu. So war das 0:1 umstritten, weil der Treffer von Daniel Schmölz (13.) aus dem Torraumabseits erzielt worden sein könnte. Und direkt vor dem wohl entscheidenden 0:3 hatte Manuel Klinge mit einem Schuss aus der Drehung den Pfosten getroffen. Statt des Anschlusstreffers schloss Diego Hofland den folgenden Konter eiskalt ab (36.). Hofland hatte zuvor mit einem krachenden Schuss auch schon das 0:2 erzielt. Und man muss das so sagen: Nach dem zweiten Drittel war die Führung der Füchse endgültig verdient. Denn außer bei zwei schönen Aktionen von Brad Snetsinger (26.) in Überzahl fanden die Gastgeber offensiv weiter kaum statt.

Richtig bitter wurde es, als die Huskies zu Beginn des Schlussdrittels mehr als vier Minuten Überzahl spielten, drei davon sogar mit zwei Mann mehr auf dem Eis. Ein Außennetztreffer von Sven Valenti war aber alles, was dabei herauskaum. Schmölz zeigte dafür zweimal, wie man Angriffe effektiv abschließt (48.). Es war halt einfach ein rabenschwarzer Abend für die Huskies, der aber zumindest eine schöne Geschichte parat hielt: Der Ehrentreffer gelang Rückkehrer Pantkowski.

Fotos vom Spiel

Kassel Huskies gegen Füchse Duisburg

SR: Hoppe (Frankfurt), Z: 1804, Tore: 0:1 (12:26) Schmölz (Blankart), 0:2 (30:06) Hofland (Orendorz, Wasden), 0:3 (35:16) Hofland (Blankart, Fischbusch), 0:4 (47:40) Schmölz (Grözinger), 1:4 (56:15) Pantkowski (Gulda),, 1:5 (58:46) Schmölz (Kretschmann), Strafminuten: Kassel 6 - Duisburg10 +10 + Spieldauer Trepper.

Von Frank Ziemke  

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Quelle: HNA

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