Kasseler zeigten starke Defensivleistung

Derbysieg: Huskies schlagen Bad Nauheim 5:1

Kassel. Eishockey-Derbys sind schön - und die gegen Bad Nauheim aus einem einfachen Grund ganz besonders: sie enden in der bisherigen Oberliga-Saison stets mit einem Sieg.

Im dritten Spiel gingen die Kassel Huskies dank einer ganz starken Defensivleistung zum dritten Mal jubelnd vom Eis. Vor 5326 Zuschauern hieß es gestern 5:1 (1:1, 2:1, 3:0). Nach einem Erfolg in der Verlängerung und einem im Penaltyschießen gab es zum ersten Mal drei Punkte. Das Derby bot vom ersten Bully an das, was so ein Derby bieten soll: Hohes Tempo, intensive Zweikämpfe, strittige Szenen.

Es begann mit dem ersten Angriff, als zwar nicht der Puck, dafür aber Angreifer Michi Christ im Tor der Gäste landete. Christ verletzte sich leicht, konnte nach einigen Minuten aber weitermachen. Die Gastgeber spielten couragiert, was sich vor allem zeigte, wenn sie in Unterzahl waren. Dann verteidigten sie nicht nur gut, sie waren auch bei Kontern gefährlich. Christ jubelte einmal sogar schon (16.), doch das unsicher leitende Schiedsrichter-Duo Ratz/Sachiera hatte den Puck nicht hinter der Linie gesehen, lag hier aber wohl richtig.

Die Huskies hatten durch Tobias Schwab, Brad Snetsinger und Artjom Kostyrev weitere gute Möglichkeiten. Den ersten Treffer aber erzielten die Gäste. Einen Konter schloss Chris Stanley mit dem 0:1 (14.) ab. Die Nauheimer Führung aber, sie hielt ganze 19 Sekunden. Dann erzielte Sven Valenti auf Zuspiel von Manuel Klinge den Ausgleich. Und im Mitteldrittel, da bekamen die Gastgeber richtig Gelegenheit, die Stärke ihrer Specialteams zu zeigen. Zunächst mit der Überzahl-Formation: Manuel Klinge traf mit einem Schuss von der Blauen Linie zum 2:1 (23.).

Diese Führung mussten die Huskies in der Folge mit großem Kraftaufwand verteidigen. Sechs Minuten spielten sie am Stück in Unterzahl, weil die Unparteiischen nacheinander Daniel Reiß, Christ und Valenti auf die Bank schickten. Alle Strafen waren umstritten, Valenti dermaßen erbost, dass er wegen Reklamierens sogar noch eine zehnminütige Disziplinarstrafe aufgebrummt kam. „Eishockey-Schiri, keine weiß warum“, wunderten sich die Kasseler Fans lautstark. Aber immerhin: Ihre Mannschaft unten auf dem Eis, die schlug sich großartig, verteidigte das Tor mit allen Mitteln. So überstand sie auch diese brenzlige Situation ohne Gegentreffer.

Manuel Klinge hätte in der Schlussphase des Durchgangs bei zwei guten Möglichkeiten die Führung noch ausbauen können. Das aber besorgte im Schluss-Abschnitt Artyom Kostyrev, der mit einem wunderschönen Schlenzer zum 3:1 (43.) die Weichen auf Sieg stellte. Natürlich versuchten die Gäste, bei denen Niklas Deske ab der 28. Minute den offenbar angeschlagenen Thomas Ower im Tor ablöste, weiter alles.

Aber spätestens als Torhüter Benjamin Finkenrath Stürmer Oppolzer den Puck lässig vom Schläger stocherte und Valenti und Kostyrev mit ihren zweiten Treffern auf 5:1 erhöhten, war klar: Derbys gegen Bad Nauheim sind schön! (frz)

Kassel Huskies spielen gegen Bad Nauheim

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Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © HNA/Schachtschneider

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