Eishockey

DEL2 will mit Huskies am 2. Oktober starten

1. März 2020, letztes Hauptrundenspiel, Sport Lokal Eishockey DEL 2 EC Kassel Huskies - Bietigheim Steelers 1:0 von Lois Spitzner v.l. Eric Valentin, Spencer Humphries, Patrick Klöpper, Lois Spitzner, Maximilian Adam
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So wollen sie wieder jubeln: Im letzten Hauptrundenspiel der vergangenen Saison freuten sich (von links) Eric Valentin, Spencer Humphries, Patrick Klöpper, Lois Spitzner und Maximilian Adam über Spitzners Treffer zum 1:0.

Eishockey-Ligen legen Konzept vor – Masken und Abstand bleiben Pflicht

Im Eishockey rückt der erhoffte Saisonstart im Herbst näher, schon am 2. Oktober will die DEL2 mit den Kassel Huskies starten – mit Zuschauern. Im Gegensatz zur Deutschen Eishockey-Liga, die erst Anfang November loslegen will, verschiebt das Unterhaus seinen ursprünglich am 11. September geplanten Saisonstart nur um drei Wochen.

„Wir sind glücklich, dass es jetzt dieses klare Ziel gibt. Das ist ein gutes Signal und ein Schritt in die richtige Richtung”, erklärte Huskies-Geschäftsführer Joe Gibbs, nachdem die „Task Force Eishockey“ auf 80 Seiten ein umfangreiches Hygiene- und Zuschauerkonzept vorgelegt hatte. Es umreißt die Rahmenbedingungen für einen Wiedereinstieg in den Trainings- und Spielbetrieb. Nun sind die Verantwortlichen der Klubs in DEL, DEL2 sowie der Amateurligen des Deutschen Eishockey-Bundes gefordert, die erforderlichen Maßnahmen in Abstimmung mit den lokalen Behörden umzusetzen, um von ihnen grünes Licht zu erhalten.

Den Huskies und den anderen Zweitligisten beschert das eine Fülle von Hausaufgaben auch in den Eishallen. „Es ist viel zu tun, zu klären, zu organisieren. Aber in enger Zusammenarbeit ist auch diese schwere Aufgabe gemeinsam zu bewältigen. Auch zeitlich ist das zu schaffen“, so Gibbs. „Wir beginnen nicht bei Null, sondern bereiten uns ja schon länger vor.“ So habe es bereits Gespräche mit den kommunalen Behörden gegeben, spätestens Anfang August sei das nächste Treffen geplant.

Der Huskies-Chef bedankte sich bei den Verantwortlichen der Task Force aus den Ligen und des Deutschen Eishockey-Bundes für das in zweieinhalb Monaten u. a. mit sechs Medizinern aus Heidelberg, München und Zürich erarbeitete Konzept. „In dieser für alle schwierigen Zeit ist es nicht nur für das Eishockey, sondern für jede Sportart wichtig, einen geregelten Plan für die Wiederaufnahme des Trainings- und Spielbetriebs zu haben“, erklärte Gibbs.

Den Eishockey-Machern ist bewusst, dass ihr an jedem Ort individuell anzupassender Leitfaden keine hundertprozentige Sicherheit gewährleisten kann. Ziel sei die Rückkehr in den Sportbetrieb mit Zuschauern bei geringstmöglichem Risiko einer Corona-Infektion und größtmöglichem Schutz von Sportlern, Betreuern, Personal und Besuchern. Dazu sind viele Maßnahmen zu treffen, hier ein Auszug: . Maximale Trennung aller Personengruppen an Eingängen und in den Hallen, also kein Kontakt von Aktiven und Schiedsgericht mit Fans, Hallenpersonal und Journalisten. . Beim Betreten und Verlassen der Halle sowie bei allen Bewegungen z. B. zu Toiletten und Catering besteht für alle die Maskenpflicht, sie entfällt nur am Sitzplatz.

. Stehplätze sind nur mit FFP2/3-Masken nutzbar, ohne Gesichtsschutz wird nur jeder dritte Sitzplatz besetzt, Eintrittskarten werden personifiziert, ihre Inhaber dokumentiert, damit alle Kontakte und Wege nachvollziehbar sind. . Zwei bis fünf Tagen vor Saisonstart müssen Spieler, Trainer, Betreuer und Schiri zweimal negativ getestet sein; ansonsten täglicher Symptomcheck im Team und ggf. sofortige Isolation einzelner.

. Plexiglas-Vollvisiere für Helme der Spieler sind unnötig wegen kurzer Kontaktzeiten, doch Handschuhe Pflicht, nun auch für Schiedsrichter. Ziehen Spieler auf dem Eis ihre absichtlich aus, werden sie sofort ausgeschlossen. Handschlag gibt es weder vor noch nach dem Spiel. . Spieler haben Partys und ÖPNV zu meiden, dürfen Hygieneartikel wie Duschgel untereinander nicht tauschen, Ausspucken, Abklatschen und Nähe beim Jubeln sind out. . Alle Maßnahmen sind abhängig vom Pandemieverlauf.

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