DEL2 Kassel Huskies

Der Knackpunkt im Eishockey: Wie viele Fans dürfen wann rein?

Eishockey mit den Kassel Huskies: DEL2-Chef trotz Corona zuversichtlich
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Das wird wohl auf den Rängen noch etwas dauern ... In Klubs organisierte Fans der Kassel Huskies.

Verantwortliche der DEL2 und der Kassel Huskies sind trotz Corona zuversichtlich: Grund dafür ist ein Hintertürchen der Bundesregierung für Hallensport.

Kassel - Trotz der politischen Entscheidung, dass Großveranstaltungen nun bis Ende Oktober verboten bleiben, herrscht bei den Verantwortlichen von DEL2 und Kassel Huskies Zuversicht vor. Warum, das lesen Sie hier.

Die Nachricht, dass Großveranstaltungen wegen der Corona-Pandemie nun bis Ende Oktober verboten bleiben, „sie war kein Schock für uns. Und sie entzieht uns auch nicht die Hoffnung, vielleicht doch im September oder Oktober in die neue Saison starten zu können“.

René Rudorisch, DEL2-Geschäftsführer

Im Gegenteil: René Rudorisch, Geschäftsführer der DEL2, sieht die deutschen Eishockey-Vereine „auf dem richtigen Weg und keinesfalls aus dem Rennen“. Seine Begründung: „Die Bundesregierung hat dem Sport insbesondere in Hallen ein Türchen offen gelassen, indem sie ihn eben nicht gleichstellt mit Großveranstaltungen wie Volks- und Stadtfesten im offenen Raum.“

Eishockey mit den Kassel Huskies: DEL-Chef trotz Corona zuversichtlich

Diese Differenzierung ist es, aus der Rudorisch - ebenso wie DEL-Chef Gernot Tripcke und Verantwortliche im Handball und Volleyball - seine Zuversicht zieht: „Organisierbare Sportveranstaltungen sind bei Ablauf und Kontakterfassung viel mehr mit Kino- und Theateraufführungen zu vergleichen. Und die sind in einigen Bundesländern schon jetzt wieder möglich. Wir können die Räume und die Personen besser kontrollieren als bei Volksfesten.“

Im großen Streben, „im Einklang mit den Hygieneregeln möglichst viele Zuschauer in die Hallen zu holen“, blicken die Verantwortlichen auch darauf, was in öffentlichen Verkehrsmitteln und nun bei Urlaubsflügen praktiziert wird, wo viele Menschen auf engem Raum beieinander sind. „Wir arbeiten in unserer Task Force auch mit dem Deutschen Eishockey-Bund und Hallenbetreibern an tragfähigen, klaren Konzepten“, sagt Rudorisch.

Wissend, „dass zwei Meter Abstand zwischen den besetzten Sitzplätzen nicht zu realisieren sind“, nennt er einen Knackpunkt in der Corona-Krise: „Geisterspiele können wir uns nicht leisten. Also sind die Kernfragen: Wie viele Zuschauer dürfen wir wann in die Hallen lassen, welche Einschränkungen sind finanziell zu stemmen und wirtschaftlich für die Vereine?“ Gernot Tripcke sagt es so: „Wenn wir 2000 Fans reinlassen dürfen, die Umsetzung aber 10.000 Euro Kosten verursacht und mehr, dann ist das kontraproduktiv und sinnloser als Geisterspiele.“

Kassel Huskies-Inhaber und Teil der DEL2-Arbeitsgruppe: „Wir koordinieren uns“

Zu der DEL2-Arbeitsgruppe von sechs Klubgeschäftsführern, die mit Rudorisch Konzepte und Modelle für den Ligaspielbetrieb entwickeln, gehört auch Joe Gibbs. „Wir koordinieren uns, sprechen in einer kleinen, effektiven Runde diverse Zeitpläne und Szenarien durch, um für die Vereine die besten, praktikabelsten Lösungen zu finden“, erklärt der Inhaber der Kassel Huskies. „Das ist komplex, da fast jedes Bundesland andere Regeln hat. Wir sind noch nicht durch, wollen aber in der nächsten Woche den Gesellschaftern der 14 Klubs die Vorschläge unterbreiten.“

Und wie ist der Stand in Kassel, gibt es schon Absprachen mit der Stadtverwaltung? Nein, sagt Gibbs, „wir werden den zweiten Schritt nicht vor dem ersten machen oder mit leeren Händen ins Rathaus gehen.“ Sobald sich die DEL2 auf ihre Corona-Konzepte geeinigt habe, werde er „das Gespräch mit OB Geselle suchen“.

Von Gerald Schaumburg

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Quelle: HNA

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