Deutsche Eishockey-Liga ändert Regeln für nächste Saison, DEL 2 wird wohl nachziehen

Drei gegen drei in der Verlängerung

Berlin/Kassel. Die Deutsche Eishockey-Liga ändert zur nächsten Saison ihre Regeln für die Verlängerung. Künftig wird in der Overtime der Hauptrundenspiele (nicht in den Playoffs) Drei gegen Drei gespielt. Bislang stehen sich bei einem Unentschieden nach der regulären Spielzeit maximal fünf Minuten lang vier Feldspieler pro Team gegenüber. Fällt kein Tor, folgt Penaltyschießen.

„Wir erhoffen uns davon, dass die Spiele aufgrund der geringeren Anzahl von Spielern auf dem Eis noch attraktiver werden“, erklärte Wolfsburgs Geschäftsführer Karl-Heinz Fliegauf, der auch Leiter der DEL-Sportkommission ist, nach dem einstimmigen Bescluss der 14 Clubs in Köln.

Vorbild der neuen Regelung ist die nordamerikanische Profi-Liga NHL, die den Drei-gegen-Drei-Modus vor dieser Saison eingeführt hat. Den Regeln des Weltverbandes IIHF entspricht dies aber nicht. Bei der Weltmeisterschaft im Mai in Russland spielen je vier Feldspieler und ein Torhüter in der Verlängerung.

Auch in der DEL 2 wird die Neuregelung diskutiert. „Wir sind nicht abgeneigt, diese Änderung zu übernehmen“, erklärte Geschäftsführer René Rudorisch, „eine Anpassung an die DEL macht Sinn und ist wahrscheinlich.“ Voraussichtlich Ende März werde eine Entscheidung getroffen. Bererits sicher ist, dass die DEL 2 zur Saison 2016/17 den Videobeweis mit kameras über den Toren einführen wird sowie ein Reduzierung der Ü-24-Spieler von 15 auf 14.

Hugo Boisvert, kanadischer Co-Trainer der Kassel Huskies, ist Feuer und Flamme für den Drei-gegen-Drei-Modus: „Das ist super interessant und eine spektakuläre Show. Es braucht eine ganz spezielle Strategie und ganz spezielle Spieler“, sagt Boisvert. Er weiß aber auch: „In der NHL kommt das besser an als Penaltyschießen. In Europa könnte es anders herum sein.“ (sam/dpa)

Quelle: HNA

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