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Huskies-Stürmer Hans Detsch: „Weitermachen, wo wir aufgehört haben“

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Von: Björn Friedrichs

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Joel Broda, einer der zwei Doppeltorschützen der Kassel Huskies in Bayreuth.
Joel Broda, einer der zwei Doppeltorschützen der Kassel Huskies in Bayreuth. © Schachtschneider, Dieter

Mit dem 6:5-Erfolg am Dienstag in Bayreuth haben die Kassel Huskies eine Antwort auf zuvor schwache Spiele gegeben. Heute geht es ab 19.30 Uhr gegen Tabellennachbar Heilbronn weiter.

Kassel – Viel Last purzelte den Kassel Huskies mit dem 6:5 (2:2, 2:2, 2:1)-Erfolg bei den Bayreuth Tigers nach zuvor drei Niederlagen und der enttäuschenden Leistung beim 1:5 in Ravensburg von den Schultern. „Uns ist ein Stein vom Herzen gefallen. Der Ton war im Vorlauf schon etwas schärfer geworden, auch wenn niemand mit Absicht eine schwache Leistung zeigt“, sagt Hans Detsch, Stürmer des Eishockey-Zweitligisten. Heute geht es für die Huskies mit dem Duell gegen Heilbronn weiter. Die Falken sind ab 19.30 Uhr zu Gast in Kassel. Wir blicken auf Doppeltorschützen, Doppelschläge und doppeltes Verletzungspech.

Die Doppeltorschützen

Gleich zwei Spieler trafen in Bayreuth doppelt. Joel Broda glich zum zwischenzeitlichen 1:1 aus (6.) und brachte die Huskies später mit 5:4 in Führung (41.).

Die Besonderheit: Beide Tore erzielte der Kanadier in Überzahl, mit Lois Spitzner traf ein weiterer Kasseler im Powerplay. „Das freut uns sehr. Wir haben das Überzahlspiel ein wenig umgestellt, um nicht so ausrechenbar zu sein. Das wurde belohnt“, sagt Detsch. Er war der andere Stürmer, der einen Doppelpack zum Sieg beisteuerte.

Die Doppelschläge

Für seine ersten zwei Treffer nach zuletzt 14 torlosen Spielen benötigte Detsch nur 42 Sekunden. Er traf jeweils nach Querpass aus kurzer Distanz zum 3:3 und 4:3, brachte die Huskies so erstmals am Dienstag in Führung. „Das war super für uns und für Hans“, lobte Trainer Tim Kehler.

Hans Detsch, Stürmer der Kassel Huskies.
Hans Detsch, Stürmer der Kassel Huskies. © Fischer, Andreas

Kurios: Auch bei seinem letzten Torerfolg am 23. Dezember gegen Weißwasser war er doppelt erfolgreich. „Das ist schon verrückt. Endlich habe ich wieder getroffen und dann gleich wieder doppelt. Bis zum nächsten Tor dauert es jetzt hoffentlich nicht so lange“, sagt Detsch, der kurz darauf beinahe mit sehenswertem Rückhandpass noch einen Treffer vorlegt hätte: „Mitch (Wahl, Anm. Red.) stand vor dem Tor und hat gerufen: Hansi, Hansi! Da hab ich ihn blind hingespielt, leider hat der Torhüter da stark gehalten.“

Der zweite Doppelschlag gelang den Huskies nach der zweiten Drittelpause. Erst traf Broda im Powerplay, dann tanzte Joel Keussen 21 Sekunden später die Bayreuther Hintermannschaft aus und schoss das 6:4. „Wir haben einfacheres Hockey gespielt. Wenn das klappt, funktionieren auch die schwierigen Dinge“, so Detsch.

Das doppelte Verletzungspech

Gleich zwei Huskies konnten die Partie in Bayreuth nicht beenden. Stürmer Lukas Laub schlug im ersten Drittel mit dem Kopf auf dem Eis auf, konnte nicht weitermachen. Auch Verteidiger Fabian Ribnitzky zog sich eine Blessur zu. „Sie haben sich leichte Verletzungen zugezogen, könnten gegen Heilbronn oder am Samstag in Kaufbeuren wieder dabei sein“, sagte Pressesprecher Jason Schade.

Alternativ könnte Tom Geischeimer auflaufen, der zuletzt wieder als Förderlizenzspieler bei der EG Diez-Limburg auf dem Eis stand. Jake Weidner und Corey Trivino sind noch nicht wieder fit.

Doppelt jubeln

Das wollen die Huskies dann heute. Mit Heilbronn kommt aber ein gefährlicher Gegner nach Kassel, die Falken feierten zuletzt vier Siege in Folge. „Ich bin mir sicher, dass wir die bessere Mannschaft sind, wenn wir unser Spiel durchbringen und konzentriert sind. Wir können uns gegen die meisten Gegner nur selbst schlagen, verschlafen aber zu oft ein Drittel und laufen dann Rückständen hinterher. Das ist anstregend. Wir müssen da weitermachen, wo wir Dienstag aufgehört haben“, sagt Detsch.

„Wir kassieren zu oft Rückstände zu Beginn, in Bayreuth wieder. Dieses Mal sind wir aber robust geblieben. Nach drei Spielen mit nur einem Tor haben wir in Bayreuth mehr Chancen kreiert“, lobte auch Kehler.

Hans Detsch möchte außerdem wieder mehr Fans in die Halle locken: „Wir haben noch zehn Partien, mein Blick geht noch immer nach oben. Wir müssen unsere Heimspiele gewinnen. Ich will unsere Fans in der Halle sehen und verwöhnen.“

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