Kassel spielt heute wieder in Frankfurt  

Huskies heiß auf Spiel fünf: "Müssen härter rangehen"

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Jetzt geht’s zur Sache: Die Gangart in Spiel fünf dürfte eine härtere werden als bislang. Symbolisch steht dafür die Auseinandersetzung zwischen dem Frankfurter Dalton Yorke (links) und Husky Matt Neal in Spiel drei.

Kassel. Aus der Serie „best of seven“ ist eine „best of three“ geworden. Drei Spiele stehen maximal noch an im Playoff-Viertelfinale zwischen den Kassel Huskies und den Löwen Frankfurt.

Die Mannschaft, die heute am Ratsweg gewinnt (19.30 Uhr), hat den ersten Matchball. Wir übertragen das Spiel live ab 19.20 Uhr per Radio und Ticker. 

Das sind die Punkte, die vor der Partie in den Fokus rücken: 

Die Spielweise: Gut möglich, dass die Gangart eine andere wird. „Wir müssen mehr Duelle rund um das gegnerische Tor gewinnen. Wir müssen da härter rangehen“, gibt Huskies-Trainer Rico Rossi die Marschroute vor. Und das aus gutem Grund. Schließlich resultierten die beiden Niederlagen in den Spielen drei und vier vor allem aus dem schwachen Abschluss der herausgespielten Torchancen. Gefordert ist außerdem mehr Disziplin – und das Vermeiden von überflüssigen Strafzeiten, um zu verhindern, dass die Löwen ihr extrem gefährliches Powerplay aufziehen können.

Die Ausländer: Beide Teams haben fünf Importspieler im Kader – doch nur vier dürfen spielen. Bei den Löwen pausierte zuletzt Patrick Jarrett, für ihn kam Wade MacLeod zum Einsatz. Und bei den Huskies? In den ersten drei Partien saß Evan McGrath auf der Tribüne, in Spiel vier Sam Povorozniuok. Der US-Amerikaner war im dritten Spiel in Frankfurt zwar einer der gefährlichsten Huskies, kassierte aber kurz vor dem Ende auch eine große Strafe und pausierte danach. Ob’s ein Denkzettel war? Zumindest klang es in den Worten seines Trainers später so. „Er hat gut gespielt, aber er hat auch etwas Schlimmes gemacht“, begründete Rossi die Entscheidung gegen den quirligen US-Amerikaner.

Ob Povorozniouk oder McGrath heute Abend spielt, das ließ der Coach offen.

Die Topspieler: Dazu gehören natürlich auch die Ausländer, sie sind aber trotzdem ein eigener Punkt. Denn in einer solch engen Serie sind sie es, die die Unterschiede machen können und müssen. Topscorer der Viertelfinal-Serie ist bislang Braden Pimm. Der Kasseler Goldhelm hat in vier Spielen zweimal getroffen und sechs Vorlagen gegeben – macht also acht Punkte.

Frankfurts Bester, C.J. Stretch (ein Typ wie "Shevi"), kommt auf vier Tore und zwei Vorlagen – also sechs Zähler. Ähnlich gefährlich ist auf Seiten der Huskies Matt Neal (drei Tore, drei Vorlagen). Sturmpartner Adriano Carciola (1/3) sowie die Verteidiger Mike Little (1/3) und Andy Reiss (1/3) folgen in der Scorerwertung der Playoffs. Fünf Spieler also insgesamt, die vier und mehr Punkte haben.

Und bei den Frankfurtern? Da sind es ebenfalls fünf. Neben Stretch (6) sind das Nils Liesegang (2/4), Matt Pistilli (2/3) sowie die Verteidiger Tim Schüle (1/3) und Pawel Dronia (0/4).

Die Löwen Frankfurt vertrauen zudem auf einen Videocoach.

Die Einstellung: Sollte stimmen bei den Huskies. Sie wissen schließlich, dass sie noch einmal in Frankfurt gewinnen müssen, wenn sie weiterkommen wollen. Rossi: „Die Stimmung in der Kabine ist positiv. Wir sind heiß auf Spiel fünf.“

Quelle: HNA

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