Playoff-Viertelfinale in der DEL2

Huskies vor dem fünften Playoff-Spiel: Effektiver werden und Patzer abhaken

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Das war nix: Die Enttäuschung ist den Huskies John Rogl (links) und Markus Keller deutlich anzusehen. 

Kassel. Es hätten zwei Matchbälle zum Weiterkommen werden können – stattdessen haben die Huskies im Playoff-Viertelfinale beim 2:5 gegen Frankfurt in Spiel vier am Sonntag den zweiten Dämpfer kassiert.

Nun steht’s in der Playoff-Serie auf vier Siege 2:2. Das ist vor dem fünften Aufeinandertreffen der Huskies und den Löwen Frankfurt wichtig:

Die Knackpunkte 

Da gab’s zwei: „Das 1:1 und das 2:4“, brachte sie Huskies-Trainer Rico Rossi auf den Punkt. „Nach dem 1:0 bringen wir uns mit den beiden Strafzeiten von Alex Roach und Braden Pimm selbst in Probleme und kassieren den Ausgleich“, erklärte der Coach. Punkt zwei: das zwischenzeitliche 2:4 nach einem Patzer von Torhüter Markus Keller, der die Hoffnung zunichte machte, die Kasseler könnten nach dem 2:3 womöglich das 3:3 folgen lassen.

Die Unterschiede

33 Minuten lang bis zum 1:0 haben sich beide Teams weitgehend neutralisiert durch kompakte Defensivarbeit. Mit den unnötigen Kasseler Strafzeiten aber bekam die Frankfurter Dominanz in Überzahl ein entscheidendes Plus. Gerade mit zwei Mann mehr wurde die Überlegenheit der Löwen deutlich. Trotz des enormen Drucks bei 0:2-Rückstand in der Serie und 0:1 im Spiel bewahrten sie kühlen Kopf, ließen geduldig und konzentriert den Puck flitzen, spielten mit präzisen Pässen den Vollstrecker C. J. Stretch frei. 

Neun Minuten später haben die Huskies beim Stand von 1:3 zwei Mann mehr auf dem Eis. Aber welch ein Unterschied! Sie ziehen ihr Powerplay eher fahrig auf, ungenau kommen die Zuspiele, ungeduldig wirkt ihr Auftreten. Dennoch gelingt Matt Neal im Nachschuss das 2:3. Weitere 55 Sekunden mit fünf gegen vier und damit die gute Chance zum 3:3 aber bleiben ungenutzt.

Die Effektivität

Nur noch 27 Torschüsse feuerten beide Teams am Dienstag jeweils ab. Daraus resultierten nur zwei Treffer für die Huskies, aber fünf für die Löwen. Am Sonntag schon hatten die Kasseler bei 28 Versuchen nur einmal getroffen, Frankfurt bei 29 Schüssen zwei Treffer erzielt. „Wir hatten auch heute genug Chancen, das Spiel für uns zu entscheiden“, ärgerte sich Neu-Stürmer Kevin Maginot. „Wir haben die Gelegenheiten, aber wir müssen vor dem Tor mehr investieren, härter sein“, ergänzte Rossi.

Die Torhüter

Frankfurts Finne Karjalainen ließ in den beiden ersten Spielen Puck um Puck prallen. Aber der 22-Jährige steigert sich von Spiel zu Spiel. Kassels Markus Keller indes hielt 50 Minuten lang großartig, auch bei Großchancen von Yorke (11.), Liesegang (25.) und MacLeod (38.). Dann aber ließ er Mike Cards Schüsschen von der rechten Bande durchrutschen. Ein kapitaler Bock, der den Löwen das 2:4 schenkte und in der 51. Minuten die Hoffnungen auf eine Wende jäh beendete.

Die Lage

„Wir sind nach dem Frankfurter Trainerwechsel in einer Situation, die nicht normal ist“, sagt Huskies-Kapitän Alexander Heinrich. „Wir waren vor der Serie auf eine andere Spielweise der Löwen eingestellt – und erfolgreich damit. Nun kommen sie weitaus defensiver daher, haben uns überrascht. Also müssen wir unsere Hausaufgaben neu machen, das System analysieren und reagieren.“

Die Änderungen

„Dazu gehört vor allem“, so Heinrich, „dass wir von der Strafbank fortbleiben.“ Einen so schlauen Mann wie C. J. Stretch werde ein einzelner Spieler nie ausschalten können. „das müssen wir als Team schaffen. So, wie es bis zum 1:1 ja gut geklappt hat.“

Ergebnisse, Tabellen, Statistiken zur DEL2

Aus der DEL wurde mittlerweile vermeldet, dass der Vertrag des Kasselers Derek Dinger bei den Augsburger Panther nicht verlängert wird.  

Quelle: HNA

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