Erstes Zweitliga-Spiel für Kassel

Stark gespielt und doch verloren: Huskies mit 4:5 gegen Lausitz

Kassel. Am Anfang ist immer noch: „You´ll never walk alone“. Natürlich gingen sie nicht allein, denn es herrscht wieder Eishockey-Zeit in Kassel. 3500 Zuschauer begleiteten die Huskies bei ihrer Zweitliga-Premiere.

Beim ersten Spiel nach dem Aufstieg zahlten die Gastgeber gegen die Lausitzer Füchse trotzdem Lehrgeld und verloren 4:5 (1:1, 1:2, 2:2). Die Huskies waren meist überlegen, legten einen starken Auftritt hin, scheiterten aber an der Effektivität der Gäste.

16 Minuten dauerte es, bis die Fans zum ersten Mal in Zweitliga-Jubel ausbrechen durften. Der, der für diesen Moment sorgte, war einer der Aufstiegshelden der Vorsaison. Austin Wycisk drückte den Puck nach einem Zuspiel von Adriano Carciola über die Linie. Allerdings war das nur der Ausgleich. Kevin Lavallee hatte die Gäste kurz zuvor in Führung gebracht.

Über die Leistung der Gastgeber sagte dieses 0:1 aber nichts aus. Die Huskies, angetreten ohne Förderlizenzler aus Köln und auch ohne den zuletzt getesteten Daniel Kunce, hatten engagiert und mutig begonnen, besaßen nach 90 Sekunden durch Carter Proft die erste Chance, waren vor allem in den ersten zehn Minuten am Drücker, ehe auch die Füchse nach und nach in die Partie fanden.

Der Beginn des Mitteldrittels gelang dann noch besser. Es dauerte nur 41 Sekunden, da sorgte der stark spielende Jens Meilleur für das 2:1 und Hochstimmung in der Halle. „Der ECK ist wieder da“, sangen die Fans. Erneut Meilleur und Mike Collins hätten in der folgenden Drangperiode bei guten Chancen erhöhen können. Doch statt des 3:1 gab es empfindliche Rückschläge – und eine Lektion in Sachen Effektivität, die an diesem Abend den entscheidenden Unterschied machte zwischen dem Aufsteiger und den etablierten Füchsen.

Ein Fehlpass im Mitteldrittel, eine unnötige Zeitstrafe, fehlende Genauigkeit im Überzahlspiel auf der einen, eine nahezu 100-prozentige Chancenausbeute und ein Torhüter mit hochkarätigen Paraden auf der anderen Seite sorgten für die Wende im Spiel. Johannsson nutzte den Fehlpass zum Ausgleich (26.), Supis war bei der Strafzeit gegen Michi Christ in Überzahl zur Stelle (31.) und Jonathan Boutin vereitelte Chancen der Huskies mit seinen Reflexen.

So ging es mit einem 2:3 ins Schlussdrittel – in dem die Gastgeber noch einmal den besseren Start hatten. Und das in Überzahl! Allerdings war es kein typisches Überzahl-Tor. Matt Tomassoni reagierte im Angriffsdrittel hellwach, erkämpfte sich den Puck und traf direkt zum Ausgleich. Auch die Huskies konnten es also effektiv. Vor allem aber zeigten sie unermüdlichen Kampfgeist, wollten ihren Anhängern zum Saisonauftakt unbedingt einen Sieg schenken – und mussten doch die entscheidenden Rückschläge einstecken. Ein Pass reichte, da war Lavallee gegen zu weit aufgerückte Huskies frei durch und traf unter Nielsens Schoner hindurch zum 3:4 (49.). Keine zwei Minuten später nutzten die Gäste die nächste Überzahl zum 3:5. Die Lausitzer hatten praktisch jede gute Chance in Zählbares umgemünzt. Collins´ Anschlusstreffer in der Schlussminute kam zu spät.

Start in die DEL 2: Kassel Huskies gegen Lausitzer Füchse

SR: Sicorschi (Waldkraiburg), Z: 3522, Tore: 0:1 (14:48) Lavallee (Supis, Götz), 1:1 (16:37) Wycisk (Carciola), 2:1 (20;41) Meilleur (Christ), 2;2 (25:44) Johannsson (Wartenberg, 2:3 (30:39) Supis (Legault, King - 5:4), 3:3 (43:51) Tomassoni (5:4), 3:4 (48:27) Lavallee (King, Wartenberg), 3:5 (49:51) King (Lehnigk - 5:4), 4:5 (59:11) Collins (Carciola 6:5), Strafminuten: Huskies 8 - Füchse 18

Von Frank Ziemke

Video von der Pressekonferenz

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © Schachtschneider

Kommentare