Verrückte Schlussphase

Phasenweise desaströs: Huskies unterliegen im Heimspiel Ravensburg 5:7

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Niederlage beim Debüt: Huskies-Neuzugang Tyler Gron (rechts) versucht sich, gegen Ravensburgs Daniel Schwamberger zu behaupten. Im Hintergrund beobachtet Kassels John Rogl den Zweikampf

Kassel. Die im Sturm neu zusammengesetzten Huskies erwischten gegen ihren Verfolger Ravensburg zeitweise einen rabenschwarzen Tag und unterlagen vor 2700 Zuschauern nicht nur mit 5:7 (0:3, 2:2, 3:2).

Eine erschreckende Anfangsphase, viele Fehlpässe, fehlende Zuordnung, Rossi-raus-Plakate, eine verrückte Schlussphase, in der sie die Heimniederlage beim Debüt von Neuzugang Tyler Gron aber nicht mehr verhindern konnten: Die Huskies sind jetzt nach diesem Spiel in der Tabelle der DEL2 jetzt auch auf Rang fünf abgerutscht. Und das, obwohl die Towerstars ersatzgeschwächt waren und auf gleich sechs Akteure, darunter die verletzten Leistungsträger Robin Just und Mathieu Pompei, verzichten mussten.

Für die ersten sieben Minuten, da gibt es nur einen Begriff: desolat. Warum? Schon nach 26 Sekunden hatten die Huskies Glück, weil Mike Little den Puck in letzter Sekunde von der Linie kratzte. Doch die Freude über diese Rettungstat währte nicht lange. Denn nach nur 185 Sekunden kam Justin Buzzeo unbedrängt am rechten Bullykreis zum Schuss. Huskies-Keeper Markus Keller hatte seine Fanghand zu weit unten, die Scheibe schlug im Winkel ein (3. Minute).

Auch der nächste Versuch der Towerstars war erfolgreich. Adam Lapansky schob Keller den Puck durch die Schoner. 0:2 nach 3:46 Minuten, zwei vermeidbare Gegentore bei drei Schüssen – dieser Zwischenstand beendete Kellers Einsatz. Für ihn kam Mirko Pantkowski. Doch auch er war wenig später geschlagen: Toni Ritter versprang ein Pass in der Ravensburger Zone, David Zucker sprintete den aufgerückten Huskies von dannen und schob Pantkowski die Scheibe durch die Schoner. 0:3 und gerade einmal sieben Minuten gespielt.

Kassel Huskies gegen Ravensburg Towerstars

Erstmals in dieser Saison gab es neben den lauter werdenden „Rossi raus“-Rufen auch Plakate auf dem Heuboden mit dem Schriftzug „Rossi raus“. Lichtblicke auf Kasseler Seite? Fehlanzeige. Pfiffe begleiteten die Mannschaft in die Pause.

Und dann? Kam das zweite Drittel. Und die Frage, würde es so weitergehen wie im ersten? Nein. Denn binnen 51 Sekunden waren die Huskies wieder da. In Überzahl war erst Patrick Klöpper zur Stelle – 1:3 (24.). Und keine Minute später waren die Gastgeber dran an den Towerstars: Thomas Merl verkürzte auf 2:3 (25.). So schnell kann es gehen. So schnell kann auch das Selbstvertrauen der Huskies zurückkehren. Nun waren auch die Zuschauer da. Und nun lag auch der Ausgleich in der Luft. Jens Meilleur, Andy Reiss, Klöpper, David Kuchejda, sie hatten den Ausgleich auf der Kelle, scheiterten aber.

Anders die Gäste. Weil sich die Huskies erneut einen dicken Patzer erlaubten durch ihren Olympiateilnehmer James Wisniewski. Dessen Fehlpass leitete einen Konter der Ravensburger ein, der den Huskies das 2:4 durch Daniel Pfaffengut bescherte (37.). Und weil 62 Sekunden später Brian Roloff die Scheibe über Pantkowski zum 2:5 aus Kasseler Sicht ins Tor lupfte, war die Aufholjagd der Huskies verpufft. Sie gingen erneut mit drei Toren Rückstand in die Pause, den Daniel Schwamberger gar auf vier Tore schraubte. Der sechste Gegentreffer (48.) schien die Vorentscheidung. Doch Marco Müllers 3:6 (54.) brachte noch einmal kurz die Hoffnung zurück. Rossi ging nun volles Risiko. Nahm Pantkowski raus, einen sechsten Feldspieler rein. Wisniewski und Meilleur verkürzten auf 5:6. Doch dann traf Zucker ins verwaiste Kasseler Tor.

SR: Fischer/Naust. Z: 2707

Tore: 0:1 (2:15) Buzzeo (Krumnisch), 0:2 (3:46) Lapansky (Zucker, Sturm), 0:3 (6:58) Zucker, 1:3 (23:45) Klöpper (McGrath, Wisniewski - 5:4), 2:3 (24:36) Merl (Reiss, Heinrich), 2:4 (36:17) Pfaffengut (Keller), 2:5 (37:19) Roloff (Lapansky, Slavetinsky), 2:6 (47:32) Schwamberger (Keller, Roloff), 3:6 (53:59) Müller (Merl, Reiss), 4:6 (56:26) Wisniewski (6:5), 5:6 (58:29) Meilleur (McGrath, Wisniewski - 6:5), 5:7 (59:20) Zucker (5:6)

Strafminuten: Kassel 4, Ravensburg 6

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Quelle: HNA

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