Auswärtsspiel in der DEL2

Kassel Huskies prüfen jetzt Meister Ravensburg Towerstars

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Groß, stark und stets gefährlich: Husky Alexander Karachun, hier gegen Bietigheims Torwart Stephon Williams. Im Hintergrund: Richie Mueller. 

Am heutigen Freitag geht es für die Kassel Huskies auswärts gegen Meister Ravensburg Towerstars.

Die Spitzenspiele haben sie gewonnen. Alle. Und sie haben mit wahren Sturmläufen den Thron erobert. Welche Herausforderung kommt den Huskies da jetzt gerade recht? Richtig: Ein Spiel gegen den aktuellen Meister der zweiten Eishockey-Liga. Und so gastiert der Tabellenführer aus Kassel am heutigen Freitag um 20 Uhr bei den Towerstars in Ravensburg.

Am Sonntag um 18.30 Uhr dann soll gegen den ESV Kaufbeuren im fünften Spiel der fünfte Heimsieg her.

So weit aber denken sie noch nicht bei den Huskies. „Für jede Mannschaft ist es ein besonderer Anreiz, den Meister zu schlagen“, sagt Tim Kehler. Dafür hat er mit den Huskies ebenso intensiv wie produktiv gearbeitet: „Nach der englischen Woche und vielen Spielen haben wir jetzt zwei sehr intensive Trainingstage absolviert“, sagt der Trainer. Insbesondere Gerald Kuhn und Leon Hungerecker, die mit Torwarttrainer Antti Ore Sonderschichten einlegten.

Trainer Kehler plant mit dem gleichen Kader der vergangenen Wochen

Beim Personal plant Kehler trotz einzelner Erkältungssymptome im Team mit dem gleichen Kader der letzten Wochen. „Sollten wir Unterstützung aus Wolfsburg bekommen, dann nehmen wir das als Bonus“, sagt der Coach und weiß: „Durch die nur wenigen Veränderungen in der Aufstellung sind wir super eingespielt und haben ein großes Plus gegenüber anderen Teams.“

Auch gegen Ravensburg. Denn die aktuelle Formation der Towerstars hat nur noch wenig gemein mit der Meistertruppe. Nicht nur der als Interimscoach so erfolgreiche Rich Chernomaz wurde ersetzt, auch im Team fiel der Umbruch mit elf Abgängen und 13 Neuen weitaus größer aus als erhofft. Wie in Frankfurt setzen sie am Bodensee nun auf die finnische Karte. An der Bande stehen Tomek Valtonen und Kasper Vuorinen, auch Topscorer Tero Koskiranta (3 Tore + 7 Vorlagen) und Verteidiger Matias Haaranen (3+5) kommen aus dem Land der 1000 Seen.

Mann der Stunde bei den Towerstars ist Rob Flick

Flick hatte den Huskies in der vergangenen Saison noch im Crimmitschauer Trikot das Siegen schwer gemacht. Zwei Spiele hat der nachverpflichtete Kanadier erst bestritten, aber mit insgesamt sechs Treffern das Team zu Siegen gegen Weißwasser (6:5 n.P.) und in Bayreuth (4:1) geführt. Zuvor standen drei Erfolgen vier Niederlagen gegenüber. Und: Vier der neun Ravensburger Spiele wurden erst im Nachsitzen entschieden.

Einer, auf den Trainer Kehler auch heute bauen kann, ist Alexander Karachun. „In jedem Training, in jedem Spiel geht er vorneweg, liebt und lebt das Eishockey mit Herz und Biss“, sagt der Coach über den 24 Jahre alten Stürmer. In der vergangenen Saison hat er als Wolfsburger Förderlizenzler neun Einsätze als Husky bestritten, Kehler war sofort vom jungen Stürmer begeistert. Dem Förderalter und damit dem Wolfsburger Kader entwachsen, heuerte er schon im Mai in Kassel an. Diesmal fest.

„Ich wollte dahin gehen, wo ich gewollt und gebraucht werde. Beides haben mir die Huskies immer signalisiert“, sagt Karachun. Die zweite Liga sieht er keineswegs als Rückschritt an, vielmehr „kann ich mich hier in einem tollen Umfeld in einer neuen Rolle als feste Größe und nicht mehr als Ergänzungsspieler weiterentwickeln“. Die drei Volltreffer des Puckvirtuosen gegen Heilbronn haben die Fortschritte schon deutlich gezeigt.

Quelle: HNA

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