Eishockey

3:4 - Auch auswärts reißt die kleine Serie der Huskies

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Es hat nicht gereicht: Trotz eines Doppelschlags des Ex-Heilbronners Justin Kirsch unterlagen die Kassel Huskies am Sonntag bei den Falken mit 3:4 Toren.

Es war wiederum ein mitreißendes Spitzenspiel und erneut gab es kein Happy End für die Huskies. Aber trotz einer 3:4-Niederlage in Heilbronn bleiben die Kasseler DEL2-Tabellenführer.

Erst riss im elften Spiel die tolle Serie nach zehn Heimsiegen in Folge, dann haben die Huskies auch noch den vierten Auswärtserfolg hintereinander verpasst. Zum erst zweiten Mal in dieser Saison hat der Kasseler Eishockey-Zweitligist nun zweimal nacheinander verloren. Im mitreißenden Gastspiel bei den Heilbronner Falken gab es eine unglückliche 3:4 (1:1, 2:2, 0:1)-Niederlage.

Im Duell mit der Kasseler Filiale waren bei den Falken fünf Ex-Huskies im Einsatz, Torwart Jan Pantkowski allerdings fehlt wegen einer Armverletzung weiterhin. Bevor dieses Quintett aber Akzente setzten konnte, hatte ein Ex-Heilbronner nun im Nordhessen-Trikot zugeschlagen. Nach einem von der Bande hinter dem Tor zurückspringenden Puck hatte Justin Kirsch vor der Kasten plötzlich freie Bahn und traf zum 1:0 schon nach fünf Minuten.

Kasseler dominieren den ersten Durchgang 

Doch die Führung der zunächst klar dominierenden Kasseler, die im ersten Durchgang 20:10 Torschüsse bilanzierten, sie währte nur 102 Sekunden. Dann bugsierte Stefan Della Rovere die Scheibe aus unübersichtlicher Situation heraus zum 1:1 an Gerald Kuhn vorbei ins Netz.

Ein Ausgleich, der die Kasseler aber nicht vom Kurs abbrachte. Im ebenso mitreißenden wie temporeichen Duell des Dritten gegen den Ersten auf Augenhöhe wendete zunächst Heilbronn das Blatt, als Alex Nikiforuk einen Konter zum 2:1 der Falken abschloss (23.). Doch nun schlugen die Kasseler postwendend zurück. Und wie!

Ein Schlagschuss vom linken Bullypunkt, einer vom rechten, und binnen 32 Sekunden waren die Huskies wieder vorn. Zunächst war erneut Kirsch im Konter erfolgreich, dann überwand Austin Carroll den Torwart Nemec aus vollem Lauf (25.).

Aber die Huskies, sie konnten den Vorsprung wieder nicht lange halten. Nach genau 30 Minuten war alles wieder offen, weil wiederum Nikiforuk nach schnellem Aufbau über Wruck und einem präzisen Querpass von Götz erfolgreich war.

Antwort der Huskies bleibt in der zweiten Hälfte aus

Mit 3:3 also ging’s ins letzte Drittel. Doch nur vier Minuten später legten die Falken wieder vor. 15 Sekunden vor Ablauf einer Zeitstrafe gegen Alex Heinrich war Nikiforuk zum dritten Mal als Vollstrecker zur Stelle. Nach einem Lattentreffer Derek Damons war Unordnung vor dem Tor und der 36-jährige Kanadier, geboren im russischen Ufa, erzielte überlegt das 4:3.

Und diesmal bleibt die rasche Antwort der Huskies aus. Weil sie nach 2 + 2 Strafminuten gegen Torwart Kuhn wegen übertriebener Härte und Torverschiebens zunächst in Unterzahl agieren mussten, weil Heilbronn nun viel besser und cleverer verteidigte als beim 1:7 im Hinspiel, und weil die Kasseler in insgesamt 6:27 Minuten eigenen Überzahlspiels komplett leer ausgingen.

Schon am Dienstag müssen die Huskies wieder ran – in Freiburg. Als Tabellenführer.

SR: Hoppe / S. Westrich. Z: 2111 Tore: 0:1 (4:12) Kirsch (Humphries, Bettahar), 1:1 (6:54) Della Rovere (Götz, Miller), 2:1 (22:33) Nikiforuk (Schumacher), 2:2 (24:06) Kirsch (Dinger, Burns), 2:3 (24:38) Carroll (Duffy, Humphries), 3:3 (30:00) Nikiforuk (Götz, Della Rovere), 4:3 (43:57) Nikiforuk (Damon - 5:4) Strafminuten: Heilbronn 8, Kassel 12.

Von Stephan Sonntag

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Quelle: HNA

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