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Kassel Huskies und Corona: „Das ist eine Gratwanderung“

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Von: Björn Friedrichs

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Die leere Eissporthalle: Hier fand am Sonntag kein Spiel der Kassel Huskies statt.
Die leere Eissporthalle: Hier fand am Sonntag kein Spiel der Kassel Huskies statt. © Andreas Fischer

Nun hat es auch die Kassel Huskies erwischt: Wegen mehrerer positiver Coronatests mussten die Spiele vom Freitag und Sonntag ausfallen. So geht es nun weiter beim Eishockey-Zweitligisten.

Kassel – Testen statt Tasche packen, Stäbchen statt Schläger – so lautete gezwungenermaßen das Motto bei den Eishockey-Profis der Kassel Huskies am Wochenende. Nach mehreren Coronafällen zum Ende der vergangenen Woche mussten die Spiele des DEL-2-Klubs am Freitag bei den Lausitzer Füchsen in Weißwasser und am Sonntag gegen Freiburg abgesagt werden. Wie es zu den Absagen kam und wie es nun weitergeht – ein Überblick:

Vor dem Freitag

Noch am Dienstag standen die Huskies gegen Ravensburg auf dem Eis, gewannen mit – verletzungsbedingt – dezimiertem Kader 3:2. Im Verlauf der Woche deutete sich dann an, dass es nun auch die Huskies erstmals seit Beginn der Pandemie so richtig erwischt haben könnte.

„Am Dienstag war das noch überhaupt nicht absehbar, das ging erst am Mittwoch los. Da hatten wir den ersten Verdachtsfall, bei dem dann auch der PCR-Test positiv war. Innerhalb des Donnerstags und des Freitags kamen dann mehr und mehr dazu“, berichtet Huskies-Sportdirektor Manuel Klinge.

Am Freitag

Vor der Abfahrt nach Weißwasser gab es einige positive Schnelltests im Team. Die Partie bei den Lausitzer Füchsen wurde daher in Absprache mit der Liga auf den 22. Februar verlegt.

„Wir hatten am Freitag auch noch ein, zwei Verletzte und ein, zwei Spieler, die mit einem grippalen Infekt ausfielen. Auch deshalb hatten wir keine spielfähige Mannschaft“, sagt Klinge. Als Folge auf die positiven Schnelltests wurden PCR-Tests gemacht.

Am Wochenende

Am Samstagnachmittag folgte dann die Spielabsage für den Sonntag. Zu viele PCR-Tests waren positiv ausgefallen – und das obwohl noch gar nicht alle Testresultate vorlagen. „Wir erwarten die letzten Ergebnisse für den Sonntagabend oder Montagvormittag“, sagte Klinge am Sonntagmittag. Bei den Huskies seien laut dem Sportdirektor sowohl in der Mannschaft als auch im Team drumherum alle geboostert. Dies lasse auch auf einen milden Verlauf bei den Infizierten hoffen, Negativgetestete müssen zudem nicht in Quarantäne.

Wer oder wie viele Spieler betroffen sind, wollten die Huskies mit Rücksicht auf die noch ausstehenden Testergebnisse und auch auf die Persönlichkeitsrechte der Akteure nicht mitteilen.

Ob die kommende Begegnung am Dienstag gegen Crimmitschau stattfinden kann, ist offen. Die symptomfreien und negativ getesteten Spieler sollen heute in kleiner Gruppe trainieren. „Vielleicht kommt zu dieser Gruppe nach den Testergebnissen noch der eine oder andere wieder dazu“, sagt Klinge. Dann zeige sich auch, ob die Huskies die Neun-plus-eins-Regel erfüllen, die über das Antreten einer Mannschaft entscheidet.

Wie sinnvoll solche Spiele sind? „Das ist natürlich eine Gratwanderung. Es bleibt aber das Ziel von Liga und Vereinen, alle Spiele durchzubringen“, sagt Huskies-Pressesprecher Jason Schade.

Wann die abgesagte Partie vom Sonntag gegen Freiburg nachgeholt wird, steht auch noch nicht fest. Der nächste freie Termin bei den Huskies wäre der 1. März, aber: „Freiburg hat gar keine freien Termine mehr offen. Da wird es zeitnah Gespräche mit der Liga geben müssen“, so Klinge. Dies bestätigt auch DEL-2-Chef René Rudorisch (siehe hier).

Von Björn Friedrichs

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