Team der Stunde kommt nach Kassel

Huskies suchen vergeblich nach Konstanz: Der Blick geht nach unten

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Im Aufwind: Husky Alex Lambacher, hier links gegen den Dresdener Cedric Schiemenz, erzielte am Dienstag seinen zweiten Saisontreffer. Patrick Klöpper hatte ein Bully gewonnen, war sofort nach vorn gestürmt und hatte dem Südtiroler aufgelegt.

Kassel. Die Steigerung beim 1:2 war offenkundig, aber gereicht hat es wieder nicht. Und so bekannte Rico Rossi nach der achten Niederlage gegen den SC Riessersee hintereinander: „Das Spitzenduo ist längst enteilt."

"Wir müssen in der Tabelle jetzt nach hinten blicken, die Konkurrenz rückt immer näher“, erklärte der Trainer der Kassel Huskies zum Kampf um Rang vier in der zweiten Eishockey-Liga und den Heimvorteil im Playoff-Viertelfinale. Sogar ein Absturz in die Playoff-Ausscheidung der Teams auf den Plätzen sieben bis zehn ist nun sogar möglich.

Eine Situation, die den eigenen Ansprüchen der Huskies und denen ihrer Fans nach drei Vierteln der Hauptrunde nicht entspricht. Und vor allem nicht entsprechen darf. „Niemand ist derzeit zufrieden, auch wir und die Spieler sind es nicht“, räumt Rossi ein. Ziel ist und bleibt, „die Playoffs überhaupt zu erreichen und dann fit, also gesund, frisch und selbstbewusst in die Ko.-Runden zu starten.“

Dafür sei es nötig, gerade jetzt einiges auszuprobieren, um für Anfang März die optimalen Formationen zu finden. Aber die Veränderungen beispielsweise mit Andy Reiss im Powerplay, „sie greifen noch nicht richtig“. Nur das Sturmtrio mit Della Rovere, Klöpper und dem Torschützen Alex Lambacher ist ein echter Lichtblick. Nein, es gibt zu viele Baustellen bei den Kasselern derzeit. „Immer, wenn wir ein Problem gelöst haben, tut sich ein Neues auf“, sagt Rossi, „wir finden als Team einfach nicht zu Konstanz und Rhythmus über 60 Minuten.“

Das war am Dienstag in Garmisch-Partenkirchen auch wieder so. Rossi: „Im ersten und letzten Drittel waren wir die bessere Mannschaft, kassieren insgesamt nur zwei Gegentore, haben schon zu Beginn zwei, drei klare Chancen, kommen auf 29:23 Torschüsse, aber schaffen nur einen Treffer.“

Lediglich zwei Überzahl-Tore gelangen in den vergangenen fünf Spielen. Das unharmonische, wenig effektive Auftreten des ersten Blocks schlägt also voll aufs Powerplay durch. Mit fünf gegen drei, als die Partie nach 52 Minuten auf des Messers Schneide stand, gab es zwar die erfolgreichen Spielzüge, doch die Schüsse von Wisniewski und Carciola schlugen fehl.

Und erneut gab’s ein Kasseler Geschenk. Vor dem 0:2 hatten Wisniewski, der bei beiden Gegentoren auf dem Eis stand, Maginot und Pimm die Chance, leicht den Puck aus der Gefahrenzone zu bugsieren. Doch sie verdaddeln die Scheibe und Oakley sagt danke.

Zeit zu intensiver Problembewältigung im Training aber bleibt nicht. Schon am Freitag geht’s weiter „mit der nächsten echten Nagelprobe“, wie Rossi weiß. Dann kommt das Team der Stunde in die Kasseler Eissporthalle: Die Ravensburg Towerstars, die beim 5:2 gegen Tabellenführer Bietigheim ihren siebten Sieg im achten Spiel einfuhren und als Fünfter den Blick nun wohin richten: Nach oben!

Quelle: HNA

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