Eishockey-Oberliga: Kassel Huskies treten am Sonntag beim Erzrivalen in Frankfurt an

Huskies gegen Frankfurt: Bitte keinen neuen Derbyfluch!

Kassel. Es ist eines jener Spiele, vor dem sich die Frage nach der Motivation überhaupt nicht stellt: Frankfurt gegen Kassel, Löwen gegen Huskies, Süd- gegen Nordhessen. Am Sonntag steht das nächste Duell der Erzrivalen in der Endrunde der Eishockey-Oberliga West an.

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Ab 18.30 Uhr sind die Schlittenhunde zu Gast am Ratsweg. Und es ist das Spiel, das aus Kasseler Sicht unter dem Motto steht: Bloß nicht den Grundstein für einen neuen Fluch von Frankfurt legen. Unvergessen ist das umjubelte 3:2 vom 30. September, als die Huskies nach fünfzehneinhalb Jahren endlich wieder in Frankfurt triumphierten und den alten Fluch beendeten. Auch die beiden nächsten Duelle, beide in der Kasseler Eissporthalle, entschieden die Huskies mit 7:4 und 6:3 für sich.

Trainer Jamie Bartman ist dennoch gewohnt zurückhaltend. „Der Druck liegt bei Frankfurt. Sie sind dreimal gegen uns leer ausgegangen. Sie spielen zuhause. Und sie haben in Königsborn verloren. Das war die größte Überraschung bislang“, sagt der Coach. Hinzu kommt: Nach der 3:6-Pleite in Dortmund gestern Abend müssen die Löwen gegen die Huskies unbedingt gewinnen, wollen sie in Reichweite zu den ersten vier Plätzen bleiben.

„Sechs-Punkte-Spiel“

Bartman sagte deshalb nach dem Sieg gegen Hamm: „Das Spiel in Frankfurt ist ein Sechs-Punkte-Spiel. Allerdings müssen wir da eine bessere Leistung zeigen als gegen Hamm. Wir dürfen nicht auf Frankfurt schauen, sondern nur auf uns. Wir brauchen mehr Biss.“ Dabei sollte ihm der Blick in die Derbystatistik dieser Saison Mut machen. 16 Tore erzielte sein Team, kassierte aber nur neun.

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Die zweiten Drittel waren gegen die Löwen in allen drei Partien die besten. Entweder drehten die Huskies einen Rückstand oder bauten in den zweiten 20 Minuten ihre Führung sicher aus. Und: Mit Sven Valenti und Manuel Klinge hat Bartman gleich zwei Spieler in seinen Reihen, die gemeinsam die Hälfte aller Tore gegen die Löwen erzielt haben. Michi Christ und Neuzugang Christoph Koziol erzielten je zwei Treffer.

Um den Druck im Team besser zu verteilen, hatte Löwen-Trainer Clayton Beddoes den bisherigen Spielführer Martin Schweiger entmachtet. Er galt als zu ruhiger Vertreter seiner Zunft. In den noch ausstehenden Spielen trägt stets ein anderer Spieler die Kapitäns-Binde.

Von Michaela Streuff

Quelle: HNA

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