Ausblick auf Endrunde: Huskies mit Duisburg und Hannover in einer Gruppe

Auf ein Wiedersehen: Sven Gerbig, der Ex-Husky, spielt nun bei den Hannover Scorpions. Archivfoto:  Meyer

Kassel. Fünf „Vorbereitungsspiele“ stehen noch an für die Huskies in der Eishockey-Oberliga West, dann wird es endlich ernst: Am 14. Februar starten die Kasseler Eishockey-Cracks in die Endrunde, die als Verzahnung der Gruppen West, Nord und Ost stattfindet.

Grund genug, einen Blick in die anderen Ligen und auf den Modus zu werfen. Sicher dürfte sein, dass die Huskies auf dem angestrebten Weg in die Relegation der zweiten Liga, in der es ab 28. März um vier Plätze in dieser neuen DEL2 gehen wird, eine große Herausforderung zu meistern haben. Unabhängig davon, ob sie als West-Zweiter- oder Dritter in die Endrunden-Gruppe B einziehen werden. Denn insbesondere mit den immer stärker werdenden Füchsen Duisburg und dem designierten Nord-Meister Hannover Scorpions warten zwei ganz starke Rivalen darauf, die Huskies aus ihren Aufstiegsträumen zu reißen.

„Diese beiden Teams können ganz schnell zu Stolpersteinen werden. Da dürfen wir uns kaum einen Ausrutscher erlauben, wenn wir als Sieger aus dieser Runde herauskommen wollen“, urteilt Huskies-Trainer Jürgen Rumrich. Immerhin: „Für uns und unsere Fans wird das eine ganz ausgeglichene und sehr interessante Gruppe.“

Zumal die Duisburger bis dahin noch mehr Verstärkung von ihren DEL-Förderlizenzlern erwarten können. Und die Hannoveraner mit Trainer Lenny Soccio stellen im Jahr eins nach dem DEL-Ausstieg ein Team mit Erstliga-erfahrenen Spielern wie Ligaprimus Max Englbrecht im Tor, Verteidiger Jan Hemmes sowie den Stürmern Sergej und Alexander Janzen, Marvin Krüger, Andreas Morczinietz und Sven Gerbig, dem einstigen Kasseler. Ähnlich wie Frankfurt im Westen dominieren die Scorpions die Liga souverän.

Im Osten sind Leipzig mit „Jayjay“ Kasperczyk und Erfurt mit den Oldies Petr Sikora (43, früher Kassel) und Jan Zurek (38, u. a. Wolfsburg) derzeit gleichauf ganz vorn.

„Das wird ein heißer Tanz“, urteilt auch Duisburgs Trainer Franz Fritzmeier. „Wenn die Huskies und wir Füchse alle unsere Heimspiele gewinnen, dann entscheidet, wer sich einen weiteren Ausrutscher erlaubt“, beschreibt der Coach seine Rechnung. Füchse-Chef Ralf Pape erklärte, mit aller Macht den Aufstieg von beiden hessischen Topklubs verhindern zu wollen.

In Augenschein genommen haben die Kasseler ihre potenziellen Rivalen noch nicht. „Wir werden rechtzeitig Videomaterial von den Stadtderbys in Hannover zwischen Scorpions und Indians bekommen, auch von den Ost-Klubs haben wir das im Visier“, erklärte Trainer Rumrich.

Im Süden hat er Selb live gesehen, „einen sehr starken Gegner, vor allem auf eigenem Eis“. Co-Trainer Jesse Panek habe Freiburg und Peiting unter die Lupe genommen. „Aber diese Teams“, sagt Rumrich, „interessieren uns jetzt noch nicht. Wir bleiben bei unserer Marschroute und gehen Schritt für Schritt vor.“ Und das bedeutet: Voller Fokus auf die Endrunde ab 14. Februar.

DER MODUS: So geht es weiter

Endrunde Oberliga

In der Endrunde der Oberligen West, Nord und Ost spielen vom 14. Februar bis 23. März insgesamt zwölf Teams, aufgeteilt in zwei Gruppen. Das sind die Teilnehmer:

Gruppe A

West 1, Nord 2

West 4, Nord 3

West 6, Ost 1

Gruppe B

West 2, Nord 1

West 3, Nord 4

West 5, Ost 2

Absolviert wird eine Einfachrunde mit Hin- und Rückspielen. Der Knackpunkt: Nur die Gruppensieger (!) erreichen die Relegation zur DEL2, für alle anderen ist die Saison zuende.

Relegation DEL2

Die sechs Teilnehmer dieser Relegation spielen vom 28. März bis 21. April in einer Einfachrunde mit Hin- und Rückspielen vier (!) Plätze aus in der DEL2, die zur nächsten Saison von 12 auf 14 Teams aufgestockt wird. Die Teilnehmer:

2 Teams aus DEL2

2 Teams auf Oberliga Süd

2 Teams aus Oberliga W/N/O

In der Oberliga Süd bestreiten die acht Hauptrunden-Besten zuvor Playoff-Viertelfinale und Halbfinale auf vier Siege („best of seven“).

In der DEL2 werden die beiden Relegationsteilnehmer von den vier Tabellenletztren (9 - 12) in Playdowns auf vier Siege ermittelt. (sam)

Von Gerald Schaumburg

Quelle: HNA

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