Aufholjagd nicht belohnt: Kassel Huskies verlieren in Bietigheim 3:5

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Aufholjagd nicht belohnt: Kassel Huskies verlieren in Bietigheim 3:5

Bietigheim. Ihre Aufholjagd ist nicht belohnt worden: Die Kassel Huskies haben beim Vizemeister der zweiten Eishockey-Liga zwar erneut einen kämpferisch überzeugenden Auftritt hingelegt, sich am Ende aber nicht belohnen können:

Bei den Bietigheim Steelers verloren sie am Sonntagabend 3:5 (0:1, 3:3, 0:1), nachdem sie zwischenzeitlich schon 1:4 zurückgelegen hatten.

Die Partie begann ereignisreich. Erst vergab Michi Christ aus kurzer Distanz nach fünf Sekunden die Riesenchance zur Führung. Gerade zwei Minuten waren vorüber, als Bietigheims Neuzugang aus Bad Nauheim, Jason Pinizotto, nach einem Kopf- und Nackencheck mit einer eine Spieldauerstrafe schon zum Duschen durfte. Fünf Minuten konnten die Huskies nun in Überzahl agieren, doch zwingende Aktionen vor dem Bietigheimer Tor blieben Mangelware. Auch wenn die Steelers ihr erstes Powerplay ebenfalls ungenutzt ließen, so schenkten sie den Kasselern nur wenige Sekunden nachdem Austin Wycisk von der Strafbank zurückgekehrt war, das 0:1 ein. Bastian Steingroß hatte aus der Distanz einfach mal sein Glück versucht - und schien selbst verwundert darüber, dass Huskies-Schlussmann Simon Nielsen den Schuss in den Winkel nicht parierte (10.).

Es folgte ein deutlich ereignisreicheres Mitteldrittel. Erst waren die Huskies am Zug - indem sie die nächste Überzahlsituation nutzten: Die Bietigheimer Abwehr bekam die Scheibe nicht aus der Gefahrenzone, Mike Collins fackelte nicht lange und traf zum 1:1 (22.). Nachdem David Wrigley die Hausherren wieder in Führung gebracht hatte (26.), war Robin Just auf dem Weg zum 1:3, als ihm Huskies-Verteidiger Sven Valenti in höchster Not ein Bein stellte. Der Unparteiische entschied auf Penalty. Kassels Cheftrainer Rico Rossi reagierte, brachte Torhüter Kai Kristian für den Dänen Simon Nielsen. Der Deutsche konnte zwar Justs Strafstoß nicht parieren, stand aber nach dem 1:4 (31.) bis zum Ende zwischen den Pfosten.

Der Weckruf für die Huskies. 50 Sekunden nach dem Torwartwechsel verkürzte Rossis Team auf 2:4: Einen Abspielfehler in der Bietigheimer Vorwärtsbewegung bestrafte der starke Conor Morrison (32.). Der Anschlusstreffer fällt nach einem Stellungsfehler in der Steelers-Defensive. Torhüter Sinisa Martinovic hält den Puck nicht fest, wieder ist Collins zur Stelle: 3:4 (36.). Im Schlussabschnitt versuchen die Huskies noch einmal alles. Kurz vor dem Ende setzt Rossi alles auf eine Karte, nimmt Kristian heraus, schickt einen sechsten Feldspieler aufs Eis - doch 62 Sekunden vor der Schlusssirene trifft Bietigheims Just ins leere Tor zum 3:5.

SR: Aicher (Rosenheim), Z: 1964; Tore: 1:0 (9:10) Steingroß (R. Schoofs), 1:1 (21:11) Collins (Zeiler, Bergmann - 5:4), 2:1 (26:04) Wrigley (Skalbeck), 3:1 (29:33) Just (Penalty), 4:1 (30:16) Sommerfeld (Auger - 5:4), 4:2 (31:06) Morrison, 4:3 (36:00) Collins, 5:3 (58:58) Just (5:6); Strafminuten: Bietigheim 13 + Spieldauer Pinizotto - Kassel 20

Von Andreas Eberle

Quelle: HNA

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