Eishockey: Huskies unterlagen nach starker Schlussphase in Berlin mit 2:4

Aufbäumen der Huskies kam zu spät

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Eine Szene aus dem Archiv, wie sich sich auch gestern Abend in Berlin abspielte: Huskies-Stürmer Pierre-Luc Sleigher (rechts) tauchte mit dem Puck öfter vor dem Tor von Eisbären-Goalie Rob Zepp auf und überwand ihn beim 1:4.

Berlin. Es war die erwartete Niederlage, auch wenn es am Ende noch einmal richtig spannend wurde. Mit 2:4 (0:2, 0:2, 2:0) unterlagen die Kassel Huskies Freitagabend bei den Eisbären Berlin.

Vor 14 200 Zuschauern in der ausverkauften O2-World-Arena stellten Pierre-Luc Sleigher (49.) und Derek Damon (58.) kurz vor Schluss nach einem 0:4-Rückstand noch den Anschluss her. Bemerkenswert: Alle Tore fielen in Überzahl.

Die Partie begann so, wie es die Tabellensituation andeutete: Kassel als Tabellenletzter der Deutschen Eishockey-Liga hatte Respekt vor dem Spitzenreiter aus Berlin. Die Schlittenhunde agierten nervös, fanden kaum ins Spiel. Immer wieder versuchten sie, sich mit Weitschüssen vom Druck der Gastgeber zu befreien, was jedoch kaum gelang.

Auch Torhüter Adam Hauser, dem Huskies-Trainer Stéphane Richer wieder das Vertrauen schenkte, war im ersten Drittel kein Rückhalt für sein Team. So kam wie es kommen musste: Huskies-Stümer Alex Leavitt saß gerade seine Zwei-Minuten-Sperre ab, als Constantin Braun Hauser austanzte und den Puck zum 1:0 über die Linie drückte (7. Spielminute). Richie Regehr erhöhte mit einem satten Distanzschuss auf 2:0 (16.). Kassel kam kaum zu Torchancen.

Derek Dinger hatte noch die beste Gelegenheit, hob die Scheibe aber über das Tor des Berliner Goalies Rob Zepp (9.). Auch das zweite Drittel unterschied sich kaum vom ersten. Durch Andrew Roach (21.) und Florian Busch (36.) bauten die Eisbären ihren Vorsprung aus. Ärgerlich: Huskies-Angreifer Alexander Heinrich verletzte Roach, der zwar später weiterspielen konnte, im Gesicht und kassierte dafür eine Fünfminuten-Strafe plus Spieldauer (34.).

Erst im letzten Drittel kippte die bis dahin einseitige Partie. Berlin wurde leichtsinniger, Kassel im Gegenzug mutiger und offensiver. Und wurde belohnt. Sleigher gelang nach Vorarbeit von Mike Card und Josh Soares der Anschlusstreffer (49.), Damon in der starken Schlussphase der Huskies das 2:4 (58.). Richer versuchte noch einmal alles, nahm 80 Sekunden vor dem Abpfiff Hauser raus. Doch das Aufbäumen kam zu spät.

Tore: 1:0 (6:11) Braun (Walser, Walker - 5:4), 2:0 (15:12) Regehr (Roach, Walker - 5:3), 3:0 (20:45) Roach (Ustorf, Regehr - 5:4), 4:0 (35:07) (Busch (Pederson, Walker - 5:4), 4:1 (48:44) Sleigher (Card, Soares -5:4), 4:2 (57:57) Damon (Sleigher - 5:4). Schiedsrichter: Schimm (Waldkraiburg), Zuschauer: 14200 (ausverkauft) Strafminuten: 12 / 17 + Spieldauer Heinrich

Von Claus Vetter

Quelle: HNA

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