Champions League

Werner krönt Leipzigs Premiere: Sieg bei Tottenham Hotspur

RB Leipzig kann sich auch dank Timo Werner (l) große Hoffnungen auf das Viertelfinale machen. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
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RB Leipzig kann sich auch dank Timo Werner (l) große Hoffnungen auf das Viertelfinale machen. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
Marcel Sabitzer (M.) ging gegen Giovani Lo Celso kompromisslos in den Zweikampf. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
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Marcel Sabitzer (M.) ging gegen Giovani Lo Celso kompromisslos in den Zweikampf. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
RB-Trainer Julian Nagelsmann motivierte sein Team von der Seitenlinie. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
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RB-Trainer Julian Nagelsmann motivierte sein Team von der Seitenlinie. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
Als Ben Davies (2.v.r.) den Leipziger Konrad Laimer (l.u.) foulte, gab es Strafstoß. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
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Als Ben Davies (2.v.r.) den Leipziger Konrad Laimer (l.u.) foulte, gab es Strafstoß. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
Torjäger Werner (l) verwandelte den Elfmeter sicher und jubelte. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
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Torjäger Werner (l) verwandelte den Elfmeter sicher und jubelte. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Das Debüt in der K.o.-Runde der Champions League ist gelungen: RB Leipzig verschafft sich mit dem 1:0 bei José Mourinhos Tottenham Hotspur eine sehr gute Ausgangsposition für das Rückspiel. Der Sieg hätte sogar noch höher ausfallen können.

London (dpa) - Die Gratulation von Tottenham Hotspurs Startrainer José Mourinho an Julian Nagelsmann fiel kurz aus. Und auch der junge Coach von RB Leipzig schaute nach der Achtelfinal-Premiere in der Champions League eher ungewöhnlich ernst drein.

Dabei darf sein Team nach dem 1:0 (0:0) beim Vorjahresfinalisten dank Timo Werners Tor vom Einzug ins Viertelfinale träumen. Der Fußball-Nationalstürmer krönte am Mittwochabend mit seinem verwandelten Foulelfmeter (58.) die herausragende Leistung der Leipziger.

RB hätte vor 60.095 Zuschauern im nicht ganz ausverkauften neuen Stadion der Spurs noch deutlich höher gewinnen können, geht dennoch mit einer guten Ausgangsposition in das zweite Aufeinandertreffen am 10. März.

"Wir haben alles wegverteidigt", sagte Torschütze Werner im TV-Sender Sky. "Wir haben wenig anbrennen lassen. Und nach vorn haben wir sehr guten Fußball gespielt." Es sei etwas überraschend gewesen, "dass wir soviel Ballbesitz hatten". Bei dem Elfmeter habe er dann "alles in den Schuss reingehauen, als wäre es mein letzter heute. Das hat gut geklappt."

Er und seine Offensiv-Kollegen waren beim ersten RB-Auftritt in der K.o.-Runde der Königsklasse sofort auf Betriebstemperatur. Schon nach 28 Sekunden verfehlte Patrik Schick mit seinem Schuss nur knapp das Tottenham-Tor. Keine Minute später eine Doppelchance: Zuerst wurde der Versuch von Werner erst geblockt, dann lenkte Hotspur-Keeper Hugo Lloris den Ball nach dem Schuss von Angelino an den linken Pfosten.

Auch in der Folgezeit brachte der Bundesliga-Zweite mit seinem Tempofußball Tottenham immer wieder in Verlegenheit. Nur Steven Bergwijn prüfte RB-Torwart Peter Gulasci (8.), den Nachschuss brachte Dele Alli nicht im Leipziger Tor unter. Das war es aber fast schon mit der Angriffsherrlichkeit der Londoner. 

Das Fehlen des Langzeitverletzten Harry Kane und der Ausfall von Ex-Bundesliga-Star Heung-Min Son wegen eines Armbruchs war in der Offensive der Londoner spürbar. Beide werden auch im Rückspiel nicht dabei sein. Die RB-Deckung, in der Dayot Upamecano wegen einer Gelbsperre fehlte, geriet so selten in Gefahr. Der 19-jährige Ethan Ampadu machte bei seinem zweiten Startelf-Einsatz als Mittelmann in der Dreier-Kette einen sehr starken und passsicheren Eindruck.

So konnten die Sachsen ganz auf Angriff schalten. In den ersten 45 Minuten hatten die Gäste über 60 Prozent Ballbesitz und 13:3 Torschüsse - allein ein Treffer wollte vor der Pause nicht gelingen. Auch klarste Möglichkeiten wie der Kopfball von Schick (17.) nach einem Eckball und der Schuss von Werner (36.), der freistehend an Lloris scheiterte, ließen sie ungenutzt.

Nach dem Wechsel hatte Tottenham zwar die erste gefährliche Aktion durch Lucas Moura (48.). Danach bot sich den Zuschauern wieder das gleiche Bild wie in Hälfte eins. Doch um endlich in Führung zu gehen, benötigten die Leipziger einen Elfmeter. Nach dem Foul von Ben Davies an Konrad Laimer verwandelte Nationalspieler Werner (58.) sicher und beendete seine fünf Pflichtspiele währende Tor-Flaute. Laimer verletzte sich bei dem Foul und musste in der 83. Minute raus. Kurz nach der Führung hätte Schick erhöhen können, scheiterte jedoch erneut am starken Lloris (62.).

Danach ließen es die Leipziger ruhiger angehen. Tottenham kam etwas stärker auf. Ein Freistoß von Giovani Lo Celso (73.), den Gulasci noch an den Pfosten lenkte, war einer der wenigen Aufreger für RB. In der Schlussphase erhöhten die Gastgeber - angetrieben an der Außenlinie von ihrem Coach Mourinho - den Druck. Doch Leipzigs Defensive hielt stand und rettete den Sieg über die Zeit.

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