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„Dachte schon, mir wird langweilig“: Leipzig-Star schwärmt von „Rakete“ Mané

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Von: Nico Scheck

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Sadio Mané
Neuzugang Sadio Mané traf aus kurzer Distanz zum zwischenzeitlichen 2:0. © Hendrik Schmidt/dpa

Die neue Attraktion der Bundesliga trägt den Namen Sadio Mané und spielt beim FC Bayern. Da gerät selbst die Konkurrenz ins Schwärmen.

München - Man(é) hätte es schon im Vorfeld erahnen können. Wenn ein Spieler wie Sadio Mané - Weltstar, Champions League-Sieger, zweifacher Fußballer des Jahres in Afrika - in die Bundesliga kommt, dann scheppert‘s. Für rund 32 Millionen Euro hat der FC Bayern München den Senegalesen vom FC Liverpool losgeeist, am Samstag im Supercup stand der erste Härtetest für Mané an - und es schepperte.

Beim 5:3-Sieg der Bayern gegen RB Leipzig traf Mané zum zwischenzeitlichen 2:0 und war einer der Besten auf dem Rasen. Vor allem in der ersten Hälfte zerpflückte Mané gemeinsam mit Jamal Musiala die gegnerische Abwehrreihe. „Er hat heute ein wahnsinnig gutes Spiel gemacht“, lobte auch sein Trainer Julian Nagelsmann nach der Partie. Dass es so kommen würde, hatte aber ausgerechnet ein Verteidiger von RB Leipzig schon im Vorfeld prophezeit.

Die „Rakete“ Sadio Mané: Orban schwärmt vom neuen Bayern-Star

„Mit Mané kommt eine richtige Rakete auf uns und mich zu“, hatte Willi Orban, Abwehrchef bei Leipzig, im Vorfeld bei Spox und Goal geschwärmt. Weil mit Robert Lewandowski (FC Barcelona) und Erling Haaland (Manchester City) „zwei Ausnahmespieler“ die Bundesliga verlassen haben, „dachte ich schon, es wird mir ein bisschen langweilig in dieser Saison, bis Sadio Mané verpflichtet wurde“, erklärte Orban scherzhaft.

Und Orban sollte Recht behalten. Schon bei seinem Bayern-Debüt hatte Mané getroffen (6:2 gegen DC United), nun traf er auch in seinem zweiten Spiel im Dress der Münchner. Nagelsmann ließ den 30-Jährigen als einzigen Offensiv-Spieler über 90 Minuten auf dem Feld - keine Selbstverständlichkeit bei einem Kader wie dem der Bayern.

Mané zaubert beim FC Bayern - und mahnt

Mané selbst gab sich nach dem Spiel zufrieden, aber bescheiden. „Ich bin sehr glücklich, mein erstes Tor für Bayern erzielt zu haben“, betonte er bei Sky. Und: „Ich freue mich auf noch mehr Titel.“ Zudem lobte er die Vorlage zu seinem Tor von Serge Gnabry: „Wenn er den Ball hat, muss ich im Strafraum sein. Ich wusste, dass ich den Pass bekomme.“

Verbesserungspotenzial sieht Mané dennoch. „Nach dem 0:3 war es schwierig, das können wir definitiv besser machen“, mahnte er. Was er meinte? Die Bayern hatten schon zur Halbzeit 3:0 geführt. In der zweiten Hälfte kamen die Leipziger jedoch bis auf 3:4 heran, ehe Leroy Sané mit seinem Tor den Deckel draufmachte. Und so gab Mané gleich noch das Bayern-Credo für die neue Saison aus: „Wir versuchen, uns immer nah an der Perfektion zu bewegen.“ Klingt fast nach einer Drohung. (nc)

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