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Lewandowski vor Bayern-Abschied? Seine Antwort auf Brazzo-Aussage spricht Bände

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Von: Antonio José Riether

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Nach dem Bayern-Sieg in Frankfurt äußerte sich Hasan Salihamidzic klar zur Personalie Robert Lewandowski. Ein Satz des Stürmers offenbarte jedoch Kommunikationslücken.

München - Robert Lewandowski sorgte am Samstagabend beim 1:0-Sieg seiner Bayern bei Eintracht Frankfurt für Verwunderung. Doch das lag nicht etwa daran, dass der Pole ausnahmsweise keinen eigenen Treffer erzielte. Nach dem Abpfiff stand der 33-Jährige mehrere Minuten am Sky-Mikrofon Rede und Antwort und sprach dabei über den Ukraine-Konflikt sowie über seinen möglichen Verbleib in München. Bei letzterem Thema rutschte dem Angreifer ein bezeichnender Satz raus.

FC Bayern: Verlässt Lewandowski München vor seinem Vertragsende?

Lewandowskis Situation beim FC Bayern* lässt sich recht einfach skizzieren. Der Vertrag des Topstürmers läuft noch bis Sommer nächsten Jahres, weshalb bei einem Wechsel in der kommenden Transferperiode noch eine angemessene Ablösesumme generiert werden könnte. Sollten sich beide Seiten nicht auf eine Verlängerung von Lewandowskis* Kontrakts einigen, wäre ein Abgang in wenigen Monaten wohl die Folge. Einen ablösefreien Transfer des Superstars wollen die Münchner mit aller Macht verhindern.

Dies gab auch Sportvorstand Hasan Salihamidzic* zuletzt zu verstehen, als er seine Hoffnung auf den Verbleib der personifizierten Tormaschine formulierte. „Lewandowski ist ein ganz, ganz wichtiger Teil unserer Mannschaft. Er hat in dieser Saison schon 28 Tore geschossen und ist auf dem Weg, unser Team hoffentlich wieder zu Titeln zu schießen. Deshalb kommt das überhaupt nicht in Frage“, bezog ‚Brazzo‘ gegenüber Sky klar Position, als es um einen potenziellen Wechsel ging.

FC Bayern München: Robert Lewandowski hört „zum ersten Mal“ von Brazzos Verlängerungs-Plänen

Im Gespräch mit Sky-Moderator Patrick Wasserziehr staunte Lewandowski über die Aussage seines Vorgesetzten. „Ich höre das zum ersten Mal“, meinte der Stürmer, ehe er in seiner unaufgeregten Art die Situation einordnete. „Ich bleibe da ganz ruhig. Für mich ist es wichtig, dass ich mich auf mein Spiel fokussieren kann. Ich bin für alles offen, aber für mich ist erstmal nur wichtig, was in der nächsten Woche im Spiel passiert. Alles zum Thema Vertrag ist für mich Thema Nummer zwei, das rückt in den Hintergrund“, moderierte der Pole die Frage relativ souverän ab.

Besonders die kurze Bemerkung von Lewandowski, der offenbar zum ersten Mal mitbekam, dass sich Salihamidzic öffentlich für eine Weiterbeschäftigung einsetzt, gibt zu Denken. Nach offener Kommunikation zwischen dem Offensivmann und den Verantwortlichen des FC Bayern* klingt dies jedenfalls nicht.

Entschieden ist der Poker um Lewandowski ebenfalls noch lange nicht, das Verhältnis zwischen Salihamidzic und dem Berater des Polen, Pini Zahavi, ist zudem aufgrund der gescheiterten Alaba-Verhandlungen vorbelastet. Die Führungsriege des Rekordmeisters muss möglicherweise wieder viel Überzeugungsarbeit leisten. Nach Informationen von Sport Bild gab es bisher noch keine Gespräche mit der Spielerseite, ein Termin steht demnach weiterhin aus. (ajr) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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