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Relegation HSV – Hertha: Heuer Fernandes-Patzer kostet HSV den Aufstieg

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Von: Jan Knötzsch

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Das Happyend ist dem HSV nicht vergönnt gewesen: Die Mannschaft von Trainer Tim Walter verliert gegen Hertha BSC Berlin und bleibt weiter Zweitligist.

Hamburg – Wie gewonnen, so zerronnen: Der Hamburger SV hat seinen Sieg aus dem ersten Spiel der Relegation gegen Hertha BSC Berlin nicht vergolden können. Die Mannschaft von HSV-Trainer Tim Walter kassierte im Volksparkstadion im Rückspiel der Relegation am Montagabend, 23. Mai 2022, in Hamburg eine 0:2-Niederlage. Im Kampf um die Rückkehr in die Bundesliga der Todesstoß für die Rothosen. Damit steht fest: Der HSV hat wieder einmal eine Chance vergeben, sich aus der Zweitklassigkeit zu verabschieden und ins deutsche Fußball-Oberhaus zurückzukehren.

Um 21:52 Uhr ereilte den HSV der entscheidende Tiefschlag beim Treffer zum 0:2. Um 22:24 Uhr stand es dann mit dem Abpfiff endgültig fest: Auch in der kommenden Saison hat Hamburg mit dem HSV und dem FC St. Pauli zwei Zweitligisten.

Relegation:Hamburger SV – Hertha BSC Berlin 0:2
Tore:0:1 Boyata (4.), 0:2 Plattenhardt (63.)
Zuschauer:57.000 (ausverkauft)
Austragungsort:Volksparkstadion

Relegation HSV – Hertha BSC: Direkt verwandelter Freistoß von Marvin Plattenhardt macht HSV weiter zum Zweitligisten

Sechs Minuten lang durfte der HSV im entscheidenden Spiel der Relegation noch hoffen. So viel Nachspielzeit gewährte Schiedsrichter Deniz Aytekin den beiden Mannschaften aus Berlin und Hamburg am Montagabend. Zu diesem Zeitpunkt musste der HSV bereits einem 0:2-Rückstand hinterherlaufen. Dabei hätte den Kickern aus dem Volkspark, die sich in der Zweitliga-Saison erst mit einem beeindruckenden Schlussspurt in die Relegation geschossen hatten, ein einziger Treffer gereicht, um sich im Relegations-Rückspiel noch in die Verlängerung zu retten und so den langersehnten Traum von der Rückkehr in die Bundesliga vielleicht doch noch perfekt machen zu können. Doch es blieb beim Traum.

HSV-Trainer Tim Walter schaut betroffen. Sein Verein ist nicht aufgestiegen. Hertha BSC Berlin bleibt in der Bundesliga.
Langes Gesicht bei HSV-Trainer Tim Walter (rechts): Die Hamburger haben nach dem Sieg im Hinspiel der Relegation den Aufstieg gegen Hertha BSC aus der Hand gegeben. © KBS-Picture/Revierfoto/imago

Und das lag an der zweiten Hälfte des Spiels. Die hatte, was Chancen angeht, der HSV eröffnet: Ludovit Reis fand nach 48 Minuten seinen Meister in Hertha-Torwart Oliver Christensen, der vor der Saison beim HSV im Gespräch war. Christensen entschärfte dann nur eine Minute danach einen Schuss von Moritz Heyer. Auch die Gäste kamen im recht schnell zu ihrer ersten Chance der zweiten Hälfte, als Marvin Plattenhardt HSV-Torwart Daniel Heuer Fernandes prüfte (54.). Im Tor landen sollte der Ball im Relegations-Rückspiel des HSV gegen Hertha BSC allerdings erst neun Minuten später – und wieder war Marvin Plattenhardt beteiligt. Diesmal als Freistoßschütze – und das mit Folgen für den HSV, denn der Ball schlug direkt hinter Heuer Fernandes im Netz ein. Für Hertha bedeutete es letztlich den Klassenerhalt.

Relegation HSV – Hertha BSC: Team von HSV-Coach Tim Walter fehlt Durchschlagskraft – Dedryck Boyata trifft für Berliner

Die Geschichte der ersten Halbzeit begann für den HSV, bei dem ein Bundesliga-Spieler als Neuzugang im Gespräch ist, so denkbar ungünstig wie es sich in der Hansestadt Hamburg niemand hatte vorstellen können: Nach drei Minuten bekam Hertha BSC im Rückspiel der Relegation den ersten Eckball zugesprochen. Marvin Plattenhardt brachte ihn herein, in der Mitte köpfte Dedryck Boyata zum 1:0 für das Team von Felix Magath ein, der vor der Relegation HSV – Hertha nicht gerne über seine HSV-Vergangenheit sprechen wollte. Immerhin: Mit dem 0:1-Rückstand vor Augen wurde das Team von HSV-Coach Tim Walter, der Gespräche über eine Weiterverpflichtung von Mikkel Kaufmann angekündigt hat, danach aktiver – die richtig großen Chancen aber blieben aus.

Zumindest auf Seiten der Hamburger. Stattdessen hatten die Gäste aus Berlin im zweiten Duell der Relegation zwischen dem HSV und Hertha BSC die nächste große Gelegenheit nach 31 Minuten, als Lucas Tousart, der später vom Platz flog (90.+6) für Hertha BSC an HSV-Torhüter Daniel Heuer Fernandes scheiterte, der den Schuss des Berliners abwehren konnte. Den Abpraller setzte Suat Serdar abgefälscht von halblinks im Strafraum am langen Pfosten vorbei. Vielmehr allerdings vermochten auch die Gäste aus Berlin im Relegations-Rückspiel vor dem Seitenwechsel im mit 57.000 Zuschauern ausverkauften Volksparkstadion nicht zustande zu bringen, so dass zur Halbzeit beide Teams noch die Chance auf den letzten Bundesliga-Platz hatten. Das Ende ist bekannt.

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