Cristiano Ronaldo ist unersättlich

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Cristiano Ronaldo: Wenige Titel mit Real, aber viele Tore.

Madrid - Am Dienstag erzielte Superstar Cristiano Ronaldo weitere drei Treffer in der Primera Division. „Pichichi“, die Auszeichnung für den besten Torschützen der Spielzeit, ist zum Greifen nah, außerdem der Rekord von 38 Toren in der spanischen Liga.

Das Champions-League-Finale ist futsch, und die Meisterschaft geht an den Erzrivalen FC Barcelona. Der spanischen Fußball-Rekordmeister Real Madrid blickt trotz des Gewinns der Copa del Rey auf ein enttäuschendes Jahr zurück. Einzig Superstar Cristiano Ronaldo winkt ein versöhnlicher Saisonabschluss: Nach seinem Dreierpack beim 4:0 (1:0) gegen den FC Getafe am Dienstag ist dem Portugiesen „Pichichi“, die Auszeichnung für den besten Torschützen der Saison, kaum noch zu nehmen. Und sogar der spanische Torerekord von 38 Treffern ist in Reichweite.

„Cristiano Ronaldo ist unglaublich und ein großartiger Profi“, sagte Reals Generaldirektor Jorge Valdano nach der Partie. Lob, das nicht von ungefähr kommt: Seit seinem spektakulären Wechsel von Manchester United im Sommer 2009 für die Rekordablösesumme von rund 94 Millionen Euro, hat Ronaldo eine beeindruckende Quote von 1,01 Toren pro Spiel in der Primera Divison vorzuweisen. „Unersättlich“, nannte ihn auch deshalb die Tageszeitung "Sport".

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Für Verwirrung sorgt derweil die eigentliche Anzahl seiner Treffer in der laufenden Saison. In der Liste des spanischen Verbandes wird Ronaldo mit 36 Treffern geführt, die Tageszeitung "Marca", die den Titel des „Pichichi“ in den 50er-Jahren ins Leben gerufen hatte und noch heute offizell vergibt, schreibt ihm 37 Tore zu. Streitpunkt ist der Siegtreffer beim 2:1-Auswärtserfolg am dritten Spieltag in San Sebastian. Im Spielberichtsbogen wird Abwehrspieler Pepe als Torschütze geführt, die "Marca" sah in Ronaldo den Torschützen. Für den Titel ist am Ende aber das Urteil der Fachpresse entscheidend.

Unabhängig von der derzeitigen Anzahl seiner Tore wollen die Hauptstädter mithelfen, dass der Weltfußballer von 2008 die Bestmarke von Telmo Zarra (Athletic Bilbao/1953) und dem ehemaligen Madrilenen Hugo Sanchez (1990) mit jeweils 38 Toren in einer Spielzeit knackt. Bei der jüngsten Gala-Vorstellung Ronaldos legte der deutsche Nationalspieler Mesut Özil gleich zweimal mustergültig für „CR7“ auf. „Die Leistung der Mannschaft war ungemein solide. Die Spieler wollten den Ball immer öfter zu Ronaldo passen, als auf dem Spiel der Deckel drauf war“, sagte Valdano.

Für die Tageszeitung "AS" ist die Devise für die letzten beiden Saisonspiele deshalb klar: „Alle für einen: Cristiano.“ Es wäre vermutlich ein Rekord für die Ewigkeit, auch deshalb teilt Ronaldo den Plan: „Ich kämpfe darum, aber es ist keine Besessenheit.“ Besonders die Partie am letzten Spieltag in zwei Wochen im Bernabeu gegen Tabellenschlusslicht UD Almeira verspricht dabei satte Ausbeute. „Cristiano ist hungrig. Für den Portugiesen gibt es keine unwichtigen Spiele mehr“, schrieb Marca.

Ronaldos Verfolger im Rennen um die Torjägerkrone, Lionel Messi, kann im Gastspiel des FC Barcelona bei UD Levante am Mittwoch zwar noch nachziehen, mit 31 Treffern ist der Rückstand auf Ronaldo aber wohl zu groß. Für Messis Trainer Pep Guardiola kein Problem: „Das Einzige, was Leo wirklich interessiert, sind Titel.“ Titel mit der Mannschaft.

sid

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