Treffer in der Schlussphase entscheidet die Partie

Auftakt-Fluch gebannt: Ujah lässt Mainz gegen Stuttgart jubeln

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Der Mainzer Anthony Ujah jubelt nach seinem Treffer zum 1:0.

Erstmals seit fünf Jahren gelingt Mainz 05 wieder ein Sieg zum Start der neuen Bundesliga-Saison. Matchwinner ist Stürmer Anthony Ujah. Für den VfB Stuttgart ist der Fehlstart in die neue Saison nach dem Pokal-Aus bei Hansa Rostock in der Vorwoche dagegen perfekt.

Mainz - Der FSV Mainz 05 hat seinen Auftakt-Fluch in der Fußball-Bundesliga mit einem 1:0 (0:0) gegen den VfB Stuttgart beendet. Vor 28.705 Zuschauern erzielte Anthony Ujah (76. Minute) den Siegtreffer. Nach drei Niederlagen in den jeweils ersten Liga-Partien der vergangenen drei Jahre gingen die Rheinhessen dieses Mal als Sieger vom Platz. Den letzten Erfolg zu Saisonbeginn hatte es für Mainz in der Spielzeit 2013/14 gegeben - damals auch gegen Stuttgart.

"Ich glaube, dass wir hintenraus mehr Entschlossenheit an den Tag gelegt haben und der Sieg daher verdient ist", sagte Mainz-Trainer Sandro Schwarz, der die mit einem Durchschnittsalter von 24 Jahren und 34 Tagen jüngste Bundesliga-Startelf der Clubhistorie auf den Rasen geschickt hatte. Die Mainzer benötigten aber eine ganze Weile, um sich zu finden und sich dem Druck der energischen Gäste zu erwehren. Den Schwaben merkte man an, dass sie nach dem Pokal-K.o. in Rostock vergangene Woche Wiedergutmachung betreiben wollten.

In der 9. Minute hatte VfB-Neuzugang Nicolas Gonzalez die erste Chance. Der Argentinier war seinen Gegenspielern entwischt, scheiterte aber mit seinem Schuss aus 14 Metern am Mainzer Florian Müller, der glänzend abwehrte. Dass die Stuttgarter mit ihm noch viel Freude haben könnten, zeigte Gonzales sechs Minuten später, als er im Mainzer Strafraum klug zu Christian Gentner passte, der den Ball in seinem 250. Bundesligaspiel knapp links am Tor vorbeischoss.

Erst nach gut 20 Minuten fanden auch die Mainzer, die ohne den beim Pokalsieg in Aue (3:1) brillierenden Alexandru Maxim auskommen mussten, besser ins Spiel, das aber von zahlreichen Fehlpässen und Missverständnissen geprägt war. Die erste Möglichkeit für die Rheinhessen hatte Jean-Philippe Mateta. Der bullige Stürmer aus Frankreich spitzelte nach Anspiel von Gerrit Holtmann den Ball aus spitzem Winkel knapp am Tor vorbei. Kurz vor der Pause wehrte VfB-Keeper Ron-Robert Zieler einen direkten Freistoß von Daniel Brosinski aus 18 Metern noch mit der Faust ab.

In einem eher mittelmäßigen Partie mit einigen Längen gab es auch im zweiten Durchgang nur wenige herausgespielte Torgelegenheiten. Wieder waren es die Gäste, die die erste Chance durch Ex-Nationalstürmer Mario Gomez hatten, der im Fallen aus wenigen Metern vorbei zielte. Danach dauerte es bis zur 69. Minute, ehe vor dem Mainzer Tor etwas Gefahr aufkam: Doch der steil geschickte, eingewechselte Daniel Didavi war nicht schnell genug und FSV-Torwart Müller zur Stelle.

Dem zuvor eingewechselten Ujah gelang nach Zuspiel von Robin Quaison, der sich gegen Holger Badstuber durchsetzte, das entscheidende Tor. Im siebten Bundesliga-Spiel gegen den VfB traf der Nigerianer zum fünften Mal und damit so oft wie gegen keinen anderen Club.

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