Doppelte Strafe für Javier Pinola

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Javier Pinola muss vier Spiele zuschauen.

Nürnberg - Javier Pinola ist für seine Spuck-Attacke auf Bastian Schweinsteiger vom DFB mit einer Sperre bestraft worden. Der Argentinier darf mehrere Spiele nicht mitmachen.

Der DFB sperrte den 27-Jährigen für vier Spiele. Das Sportgericht des Deutschen Fußball- Bundes (DFB) begründete das Urteil damit, dass Pinola am 14. November in München “bewusst in Richtung seines Gegenspielers Bastian Schweinsteiger gespuckt und diesen an der rechten Seite des Kopfes getroffen“ hatte. Dabei handele es sich um ein krass sportwidriges Verhalten in Form einer Tätlichkeit.

Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer (Herne) hatte den Vorfall in der 43. Minute nicht gesehen. Nur deshalb konnte der Kontrollausschuss nachträglich Ermittlungen aufnehmen. Der 1. FC Nürnberg akzeptierte das Urteil, teilte der Club auf seiner Homepage mit. An den beiden Vortagen hatte der FCN sich intensiv bemüht, eine Reduzierung des Strafmaßes von sechs auf vier Spiele zu erzielen. Nach Angaben der Nürnberger folgte der DFB in den Gesprächen zwischen dem “Club“, dessen Anwalt Christoph Schickhardt und dem DFB-Kontrollausschuss den Argumenten des Vereins.

“So bedauerlich es ist, dass uns 'Pino' als wichtiger Spieler in den kommenden Wochen fehlt, war uns nach der ersten Anklage des Kontrollausschusses klar, dass eine hohe Strafe auf ihn wartet. Deshalb war es uns wichtig, das Strafmaß bestmöglich zu reduzieren. Mehr als zwei Spiele konnten wir nicht herausholen“, kommentierte FCN-Sportvorstand Martin Bader das Urteil. Auch Coach Dieter Hecking bewertete Pinolas Ausfall als “sportlichen Verlust, aber wir müssen die Strafe akzeptieren. Wir werden den Ausfall von Javier Pinola kompensieren, das Team hat die Qualität dazu und unser volles Vertrauen. Wir werden alles tun, es bei dieser Aufgabe zu unterstützen“. Als Ersatz für Pinola steht Pascal Bieler bereit.

Vor dem DFB-Sportgericht hatte bereits der Club Konsequenzen gezogen. “Intern ist er schon sanktioniert worden“, sagte Bader bereits am Montagabend und meinte damit eine hohe Geldbuße: “Wir haben mit Pinola gesprochen, ihm die Bilder gezeigt. Er ist selbst erschrocken, als er das gesehen hat, hat Basti angerufen und sich entschuldigt.“

Einen Teil der Geldbuße wird Pinola zweckgebunden einem sozialen Projekt zugutekommen lassen. “Ich habe der Mannschaft, dem gesamten Verein geschadet, dafür möchte ich mich entschuldigen. Ich habe eine Vorbild-Funktion, vor allem gegenüber Kindern, deshalb spende ich einen Teilbetrag an eine soziale Institution, die sich für Kinder einsetzt“, erklärte der Außenverteidiger. Pinolas Entschuldigung via Mobiltelefon bei Schweinsteiger hatte der Nationalspieler des FC Bayern München angenommen.

dpa

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