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Investor: 1860 in drei Jahren erstklassig

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Hasan Abdullah Ismaik (l) mit TSV-Geschäftsführer Robert Schäfer. Das große Ziel heißt für Verein und Inestor 1. Fußball-Bundesliga. © dpa

München - Der jordanische Geschäftsmann Hasan Ismaik schmiedet nach seinem Einstieg beim TSV 1860 München große Pläne. In naher Zukunft sei der Aufstieg in die Bundesliga das Ziel, sagte Ismaik dem "Spiegel".

"Der Verein hat enormes Potenzial. Wir wollen in zwei, spätestens drei Jahren wieder in der ersten Bundesliga sein", sagte der erste arabische Investor im deutschen Profifußball.

Sein Engagement bei den "Löwen" solle zeigen, dass er ein seriöser Geschäftsmann sei, der langfristig denke. Anscheinend plant Ismaik, den deutschen Sportmarkt in größerem Umfang zu erobern. "Deutschland ist ein neues Feld. Es geht mir darum, das Vertrauen des Marktes zu gewinnen, auch für künftige Investments", sagte der 34-Jährige.

In Kürze wolle er einen Fonds über 200 Millionen Euro auflegen. Dieser solle sich ausschließlich auf Firmenkäufe und Beteiligungen in Deutschland konzentrieren. "Er wird deshalb auch aus Deutschland geführt", so Ismaik.

Kritik an seinem Einstieg bei 1860 hält er entgegen, dass er selbst bislang hohe Zustimmung erfahren habe. "Was wäre denn die Alternative gewesen? Hätten es diese Leute besser mit ihrem Gewissen vereinbaren können, wenn der Verein insolvent gegangen wäre?", fragte Ismaik, der angab, der Erfolg der "Löwen" stehe über allem: "Kein ernsthafter Investor, egal ob Deutscher, Araber oder Russe, schmeißt sein Geld aus dem Fenster raus. Das Projekt darf nicht scheitern."

Am vergangenen Dienstag war die Unterschrift Ismaiks unter die für 1860 lebensnotwendige Kooperationsvereinbarung bekannt gegeben worden. Ismaik hat damit für 18 Millionen Euro 49 Prozent der Anteile an der KGaA der Sechziger übernommen. Am Montag wird in einem Nachlizenzierungsverfahren Zustimmung der Deutschen Fußball-Liga (DFL) erwartet erwartet.

SID

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