Helmes: Seitenhiebe gegen Heynckes

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Patrick Helmes

Wolfsburg - In Leverkusen saß Patrick Helmes nur noch auf der Tribüne, nach seinem Wechsel zum VfL Wolfsburg will der Nationalspieler wieder durchstarten.

Sein schwarzer Porsche 997 Turbo wurde Patrick Helmes im Oktober geklaut, nach seinem Wechsel von Bayer Leverkusen zum VfL Wolfsburg wird der Nationalstürmer jetzt mit einem VW Golf vorlieb nehmen müssen.

„Damit komme ich klar. Hauptsache, er rollt“, sagte der 26-Jährige bei seiner Präsentation in der Autostadt. Auf schnelles Fahren wird der gebürtige Kölner allerdings dennoch nicht verzichten müssen. Immerhin ist sein neuer „Mittelklassewagen“ ausreichend motorisiert - mit 270 PS.

Und auch sportlich ist sein Transfer nur auf den ersten Blick ein Rückschritt. Leverkusen ist Tabellenzweiter, der VfL dümpelt nach verkorkster Vorrunde im Mittelfeld der Bundesliga herum. Doch bei Bayer wurde der Torjäger zuletzt auf die Tribüne abgeschoben. Trainer Jupp Heynckes warf ihm mangelnde Selbstkritik vor. Die Folge: Das Abstellgleis.

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Das Tischtuch war zerschnitten, der Wechsel nach Wolfsburg für beide Seiten die beste Lösung. Dort will der 13-malige Nationalspieler wieder auf dem Platz für Schlagzeilen sorgen und zurück auf die Überholspur.

Dabei schien Bayer für Helmes der große Karrieresprung zu sein. Nach seinem Wechsel vom 1. FC Köln vor zweieinhalb Jahren erzielte er gleich in seiner ersten Saison 21 Tore. Helmes war die klare Nummer eins im Leverkusener Sturm.

Doch danach ging es rapide bergab. Im Sommer 2009 erlitt Helmes bei einem Freizeitkick einen Kreuzbandriss und fiel ein halbes Jahr aus. Danach langte es nur noch zu zwölf Spielen und zwei Toren. Von der WM-Teilnahme konnte keine Rede mehr sein.

Verletzungen warfen ihn immer wieder zurück, im Pokal gegen Gladbach verschoss er zwei Elfmeter, wodurch das Ausscheiden besiegelt war. Im internen Stürmer-Ranking war Stefan Kießling längst an ihm vorbeigezogen.

Doch obwohl das Kapitel Leverkusen allen öffentlichen Aussagen zufolge für ihn abgeschlossen ist, merkt man ihm noch eine gewisse Verbitterung an. „In Leverkusen war es sportlich nicht leicht für mich. Ich habe dort auch mal draußen gesessen, weil ich eine andere Meinung hatte“, sagte der 5-Millionen-Einkauf: „In Leverkusen haben wir oft mit einer Spitze gespielt, das ist nicht meine Idealposition.“

In Wolfsburg bekommt Helmes die Nummer 33, nach der Saison soll es die Nummer 9 sein. Die trug bis zuletzt Helmes' Vorgänger und Torschützenkönig Edin Dzeko, der für eine Rekordablöse von 34 Millionen Euro zu Manchester City wechselte und große Fußstapfen hinterließ.

„Edin war ein guter Spieler ohne Zweifel. Aber jeder Spieler hat seine Qualitäten. Der VfL hat immer gute Stürmer gehabt. Das wird auch so bleiben“, sagte Helmes unbeeindruckt: „Man macht sich so viel Druck wie man selbst zulässt. Mich macht das jetzt nicht so verrückt.“

Auch das Thema Nationalmannschaft und die EM 2012 in Polen und der Ukraine hat Helmes, der in der bisherigen Saison in elf Spielen fünf Tore für Leverkusen erzielte, noch nicht abgehakt.

„Ich bin seit ein paar Jahren dabei, zwei große Turniere habe ich wegen Verletzungen verpasst, so dass ich mich wieder rankämpfen muss“, sagte er: „Deswegen ist es wichtig, dass ich beim VfL so viel wie möglich spiele. Dafür werde ich hart arbeiten.“

sid

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