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Günter Netzer: Ich hasse das Fernsehen

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Günter Netzer nimmt nach der Fußball-WM in Südafrika Abschied vom Fernsehen © ap

Berlin - Kurz vor seinem Abschied vom Bildschirm überrascht Fußball-Kommentator Günter Netzer mit einem Geständnis: Er hasse das Fernsehen, und Gerhard Delling sei ein Spießer...

Sie gelten als das Traumpaar der deutschen Fußball-Kommentatoren: Günter Netzer und Gerhard Delling. Doch einer der beiden nimmt bald Abschied von der Welt des Fernsehens: Günter Netzer wird der ARD bei der Fußball-WM in Südafrika das letzte Mal mit seinen trockenen Kommentaren zur Verfügung stehen. Der Abschied wird dem 65-Jährigen aber wohl nicht schwerfallen: Der "Berliner Zeitung" erzählte Netzer jetzt in einem Interview, dass er das Fernsehen hasse.

"Eigentlich hasse ich das Fernsehen, deshalb kann ich mich auch selbst nicht anschauen", sagte der ehemalige Fußball-Profi der Berliner Zeitung. "Das Medium ist mir nach wie vor suspekt, deshalb bin ich nach jeder Sendung froh, sie hinter mich gebracht zu haben."

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Seinen ARD-Partner Gerhard Delling hält Netzer außerdem für einen "Spießer". Jedoch: Auch er selbst sei ein Spießer - deshalb würde er sich mit Delling auch so gut verstehen, so Netzer im Interview. "Man kann sich auf ihn verlassen. Delling hat diesen besonderen Humor, nie auf billigem Niveau." Als Fußballexperten sieht Netzer den Moderator  jedoch nicht. "Ich habe noch nie viel Wert auf sein Fachwissen gelegt; das ist erwiesenermaßen nicht so toll."

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