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Geschockte Fußballer: Dreiste Diebe schlagen während Spiels zu

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Von: Johannes Götze

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Symbolbild
Durch die Katakomben gekommen, schlugen der oder die Täter in Aulatal zu. © Silas Stein / dpa

Die Fußballer der SG Aulatal marschieren durch die Gruppenliga Fulda, können am Sonntag gar die Tabellenführung aus eigenen Kräften erobern. Aber: Die Stimmung ist nach dem jüngsten Sieg gegen Hofbieber (3:1) gedämpft. Dreiste Diebe schlugen während des Spiels in der Heimkabine zu.

Während die Aulataler Fußballer gegen Hofbieber einen Rückstand drehten und der bisherigen Fabelsaison ein weiteres Kapitel hinzufügten, schlugen der oder die dreisten Diebe zu. Und das ist in Oberaula gar nicht leicht, denn der Zugang durch die Kabinen erfolgt durch einen kleinen Tunnel, der direkt am Spielfeld liegt und von den Zuschauerplätzen sehr gut einsehbar ist. Eine unglaubliche Chupze und jede Menge kriminelle Energie muss der oder den Tätern zuteilgeworden sein.

Fußballer geschockt von Dreistigkeit der Diebe

Diese machten offensichtlich einen Bogen um Schiedsrichter- und Gästekabine, schlugen nur in der Heimkabine zu. Alle drei Kabinen waren nicht abgeschlossen. In der Aulataler Kabine hatten es die Täter aber nicht etwa auf Wertgegenstände wie Smartphones oder Smartwatches abgesehen, die wurden nämlich im wahrsten Sinne des Wortes links liegen gelassen. Kein Wunder, denn mittlerweile sind diese gut zu orten. Stattdessen wurden vier Schlüsselbunde entwendet. Aus einem Auto wurde anschließend ein Geldbeutel mit circa 500 Euro Inhalt entwendet. Für die Opfer ist jetzt Nachrüsten angesagt: Sie müssen ihre Autoschlüssel umprogrammieren lassen und teilweise die Haustürschlösser austauschen, da sie Bedenken vor ungebetenem Besuch haben. 

Daher will sich eines der Opfer, das den Hergang schilderte, auch nur anonym äußern: „Ich könnte es mir nicht verzeihen, wenn mitten in der Nacht Einbrecher im Wohnzimmer stehen, schließlich lebe ich mit meiner Freundin zusammen.“ Dass er den Vorfall, der selbstredend bei der Polizei Schwalmstadt zur Anzeige gebracht wurde, öffentlich machen will, erklärt er: „Ich habe mittlerweile vermehrt von solchen Vorfällen gelesen, aber noch nicht in unserer Region und schon gar nicht am Dorf, wie bei uns in Oberaula. Wir wollen, dass alle Vereine gewarnt sind, ein Auge auf das Treiben während des Spiels haben, die Wertsachen wegschließen und die Kabinen abschließen.“ In der Hessenliga war es zuletzt gleich dreimal zu ähnlichen Vorfällen gekommen: Erst in Hanau, dann in Ober-Rossbach und schließlich in Friedberg.

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