Schützenfest in Ulm

Frühe DFB-Pokalspiele am Dienstag: Ein Bundesligist ist raus - drei andere und Paderborn weiter 

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Darmstadt 98 - Hertha BSC

Hannover 96 hat im DFB-Pokal die nächste bittere Enttäuschung erlebt. Nach frustrierenden Wochen in der Fußball-Bundesliga unterlag die Mannschaft von Trainer Andre Breitenreiter in der zweiten Runde dem Niedersachsen-Rivalen VfL Wolfsburg mit 0:2 (0:1).

Hertha BSC setzte sich beim Zweitligisten Darmstadt 98 glanzlos mit 2:0 (1:0) durch, das mit zuletzt fünf Pleiten arg gebeutelte Ligaschlusslicht Fortuna Düsseldorf atmete nach dem souveränen 5:1 (4:1) beim Viertligisten SSV Ulm kräftig durch.

Zweitligist SC Paderborn erledigte seine Pflichtaufgabe beim Fünftligisten BSG Chemie Leipzig zudem mit 3:0 (2:0) und steht wie in der Vorsaison ebenfalls im Achtelfinale.

Hannover fehlte in einer wenig ansehnlichen Partie erneut die Durchschlagskraft. Admir Mehmedi brachte den VfL, Pokalsieger von 2015, mit einem strammen Schuss unter die Latte früh in Führung (20.), die Gastgeber hatten den Treffer mit schwachem Defensivverhalten begünstigt - und stellten sich beim 0:2 durch Wout Weghorst (90.+3) nicht viel besser an.

Die Wölfe um Coach Bruno Labbadia sind indes mit ihrer Zwischenbilanz zufrieden. Zehnter in der Liga und nun unter den besten 16 im Pokal - das passt für den letztjährigen Relegationsteilnehmer.

Ibisevic braucht nach seiner Einwechslung nicht lange

In Darmstadt brach Vedad Ibisevic 37 Sekunden nach seiner Einwechslung den Bann für die Hertha. Der Kapitän traf in der 65. Spielminute für die Berliner, die zuvor extrem viel Mühe mit den tapfer kämpfenden Lilien hatten. Das zweite Tor erzielte Maximilian Mittelstädt (88.).

Düsseldorf verhinderte in Ulm eine erneute Überraschung des Pokalsiegerbesiegers. Der SSV hatte in der ersten Runde sensationell Eintracht Frankfurt, den Cup-Gewinner der Vorsaison, mit 2:1 ausgeschaltet. Für die Fortuna war es zumindest ein kleiner Schritt aus der Krise.

Ulm führt nach 14 Sekunden, geht dann aber unter

Ardian Morina hatte zwar den Außenseiter bereits nach rekordverdächtigen 14 Sekunden in Führung gebracht. Für das Team von Trainer Friedhelm Funkel, der trotz der jüngsten Enttäuschungen eine Jobgarantie erhalten hatte, glich der zuletzt glücklose Marvin Ducksch aber bald aus (15.). Rouwen Hennings (32.), Dodi Lukebakio (37. und 43.) und erneut Ducksch sorgten dann für klare Verhältnisse.

Für Paderborn trafen in Leipzig Babacar Gueye (18., 60.) und Kapitän Uwe Hünemeier (28.). Leipzig, das in der ersten Runde den Paderborner Liga-Rivalen Jahn Regensburg besiegt hatte, spielte nach der Roten Karte gegen Philipp Wendt wegen groben Foulspiels (55.) lange in Unterzahl.

SID

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