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Finanzielle Schieflage: HSV muss deutlich sparen

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Ruud van Nistelrooy wird den HSV zum Saisonende verlassen - doch es wwerden noch mehr Spieler folgen müssen. © dpa

Hamburg - Die wirtschaftliche Situation des Hamburger SV ist nach Informationen des Senders NDR 90,3 schlechter, als sie in den vergangenen Jahren von der Vereinsleitung dargestellt wurde.

Der Fußball-Bundesligist müsse seine Ausgaben für die kommende Saison massiv drosseln. Darüber hinaus seien Transfereinnahmen aus dem Profikader notwendig. Der HSV-Vorstandsvorsitzende Carl-Edgar Jarchow hatte vor einigen Tagen bereits einen Sparkurs angekündigt. Von den aktuell 47 Millionen Euro Gehaltskosten für die Bundesliga-Mannschaft werde es deutlich nach unten gehen, verriet Jarchow. Laut NDR 90,3 ist ein Gehaltsniveau von nur noch 35 Millionen realistisch - das entspricht einem Rückgang von mehr als einem Viertel.

Wenn am Montag der Finanzausschuss des HSV-Aufsichtsrates tagt, werden weitere Zahlen auf den Tisch kommen. So muss der HSV Raten für Ablösesummen in Höhe von 14 Millionen Euro nachzahlen - dem stehen allerdings im Moment keine Einnahmen gegenüber. Außerdem sind für die kommende Saison 27 Prozent der Business Seats im Stadion vorab gekündigt worden - ein Rekordstand.

Gleichzeitig wird in der HSV-Führung das umstrittene Sponsoren-Modell des Logistikunternehmers Klaus-Michael Kühne inzwischen als schlichter Kredit bewertet. Damit, so heißt es mittlerweile intern, sollten die ehrgeizigen Vorstellungen des ehemaligen Vorsitzenden Bernd Hoffmann umgesetzt werden. Kühne hat 12,5 Millionen Euro investiert und ist damit jeweils zu 33 Prozent an den jeweiligen Transferwerten von Heiko Westermann, Dennis Diekmeier, Dennis Aogo, Marcell Jansen, Paolo Guerrero und Lennard Sowah beteiligt.

dpa

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