FIFA will Höchstgrenze für Beraterhonorare

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Der ehemalige DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder (l.) unterstützt die Spielerstatutenkommission der FIFA, um Beraterhonorare einzugrenzen.

Frankfurt/Main - Die Spielerberater sind der FIFA ein Dorn im Auge. Deshalb will sie eine Höchstgrenze für deren Honorare einführen. Außerdem hat die FIFA einen Plan für den Kinderhandel.

Der Weltverband FIFA will den Spielerberatern den Geldhahn zudrehen. „Das Beraterwesen ist das Schlimmste, was dem Fußball passieren konnte. Für mich gibt es nur die Lösung, eine Höchstgrenze für die Beraterhonorare einzuführen. Zudem muss geklärt werden, ob Spieler oder Verein das Honorar bezahlen, damit der Berater nicht noch doppelt abkassiert“, sagte DFB-Ehrenpräsident Gerhard Mayer-Vorfelder dem SID.

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„MV“ sitzt bei der FIFA noch immer in der Spielerstatutenkommission, die in Kürze über die Reform des Transferwesens entscheiden wird. Spätestens beim 61. Kongress des Weltverbandes am 31. Mai und 1. Juni in Zürich will die FIFA die Reform absegnen. Zunächst wird die Lizenzpflicht für Berater abgeschafft. Und ab 2012 sollen die Spielervermittler bei Transfers dann nur noch drei Prozent und nicht wie derzeit noch üblich zehn Prozent der Ablöse kassieren.

Zudem ist der FIFA der weltweite Kinderhandel ein Dorn im Auge. „Die Berater sprechen ja schon seit Jahren auch schon 14 oder 15-Jährige an. Oder auch deren Eltern, denen versprechen sie dann Gott und die Welt. Und der Vater springt darauf an, weil er ja in seinem Kleinen etwas sieht, was er selbst nie geworden ist - ein kleiner Franz Beckenbauer“, sagte Mayer-Vorfelder, der damit auch dem Augsburger Manager Andreas Rettig aus der Seele spricht.

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Denn der Chef der Kommission Leistungszentren der Bundesliga sieht bei den Transfers von Minderjährigen auch in Deutschland eine „alarmierende Tendenz“. Zuletzt hatte Hertha BSC Berlin allen Scouts von 1899 Hoffenheim Stadionverbote erteilt und sich bei der DFL über Abwerbepraktiken des Erstligisten beschwert. „Es ist nicht ersichtlich, dass ein 14-Jähriger einen Spielerberater braucht. Da wird eine Pseudo-Bedeutung vorgegaukelt, die uns das Leben schwer macht“, sagte Rettig.

sid

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