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Eintracht: Lakic, Caio & Co. - Das sind die 15 größten Transfer-Flops

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Caio hinterließ bei Eintracht Frankfurt keinen bleibenden Eindruck.

Die Eintracht und ihre Neuzugänge - in der Vergangenheit war das nicht immer eine Erfolgsgeschichte. Wir listen die größten Flops auf.

Frankfurt - Fredi Bobic bewies bisher ein sehr glückliches Händchen bei seinen Neuverpflichtungen. Seine Vorgänger griffen teilweise daneben. Wir stellen die 15 größten Transfer-Flops der SGE vor:

Srdjan Lakic: Wechselte in der Winterpause 2012/13 nach Frankfurt und schaffte gleich in seinem ersten Spiel einen Doppelpack für die Frankfurter Eintracht. Danach lief bei dem Stürmer nichts mehr zusammen. Insgesamt traf Lakic im Trikot der Eintracht in 22 Spielen viermal. Anfang 2014 ging der Kroate zum 1. FC Kaiserslautern. Der Stürmer hat seine Karriere mittlerweile beendet.

Eintracht Frankfurt: Halil Altintop enttäuschte mit Torausbeute

Halil Altintop: Kam als Nachfolger von Ioannis Amanatidis in die Mainmetropole. Die Bilanz fällt dürftig aus: In 49 Spielen erzielte der Offensivspieler gerade einmal drei magere Tore.

Olivier Occean: Der Kanadier unterschrieb nach dem Wiederaufstieg im Jahr 2012 einen Dreijahresvertrag bei den Hessen. Rund 1.300.000 Euro musste Frankfurt für den torgefährlichen Angreifer überweisen, der mit der Empfehlung von 17 Treffern (Mit Alexander Meier und Nick Proschwitz Torschützenkönig der zweiten Liga) in die Mainmetropole wechselte. In der furios aufspielenden Aufsteiger-Mannschaft konnte sich der Stürmer nie durchsetzen, wirkte häufig lustlos und schien seinen Torinstinkt vollkommen verloren zu haben. Mit anderen Worten: Die erste Bundesliga war für Occean eine Nummer zu groß. In 18 Spielen erzielte er ein mickriges Törchen.

Rob Friend: Bekam eigentlich von Trainer Armin Veh nie eine richtige Chance. War 2011 aus Berlin zur Eintracht gestoßen. Erzielte gleich in seinem ersten Einsatz beim Auswärtsspiel gegen Energie Cottbus ein Tor für die Hessen. Danach ging es für den Kanadier rasant bergab. Der Stürmer wurde von Veh aussortiert und kickte sogar bei den U23-Adlern. Wurde dabei immer wieder für seine vorbildliche Einstellung gelobt. Half aber nichts: Zur Saison 2013/14 verlieh ihn die SGE an den TSV 1860 München. Mittlerweile hat er seine Karriere beendet.

Eintracht Frankfurt: Kadlec gelang nie der Durchbruch

Vaclav Kadlec: Das große tschechische Talent kam für 3,2 Mio. Euro aus Prag und sollte eine echt Waffe im Angriffsspiel der Eintracht werden. Zu Beginn gelang es Kadlec auch, zu überzeugen. Nach und nach wurde ihm aber seine manchmal unprofessionelle und lockere Einstellung zum Verhängnis und er hatte keine Chance mehr unter den Trainern der SGE. In Januar 2016 wechselte er schließlich zum FC Midtjylland nach Dänemark.

Eintracht-Winterneuzugänge 2016: Kaan Ayhan, Szabolcs Huszti und Marco Fabián.

Takashi Inui: Spielte nach seinem Wechsel aus Bochum zu den Hessen für rund 1.500.000 Euro in der Saison 2012/13 groß auf, schoss sechs Tore und bereitete acht weitere Frankfurter Treffer vor. Nach einem unerklärlichen Leistungseinbruch war der Japaner in der Versenkung verschwunden.

Ümit Korkmaz: Wechselte zur Spielzeit 2008/09 von Rapid Wien zur Frankfurter Eintracht. 2.500.000 Euro überwies die SGE für den Mittelfeldspieler. Hatte das Pech, sich gleich im ersten Training den Mittelfuß zu brechen. Zwischen 2008 und 2012 absolvierte Korkmaz insgesamt 48 Spiele (vier Tore und fünf Assists) für die Hessen, ehe er ablösefrei zum FC Ingolstadt in die zweite Liga wechselte.

Caio: Das teuerste Missverständnis der Frankfurter Vereinsgeschichte: Der Brasilianer Caio wurde von der Eintracht zur Saison 2008/09 für die Rekordablösesumme von 3,8 Millionen Euro verpflichtet – und ging als „Pummel-Caio“ in die Clubgeschichte ein. So kam er beispielsweise übergewichtig aus dem Urlaub zurück in die Mainmetropole und scheiterte regelmäßig am Laktattest. Auch fußballerisch konnte er nie überzeugen. Insgesamt trug er 88 Mal den Adler auf der Brust und erzielte acht Tore für die SGE. 2012 wechselte er zurück in seine brasilianische Heimat und schloss sich dem EC Bahia an.

Eintracht Frankfurt: Für Fenin ging es rasant bergab

Martin Fenin: Der junge Tscheche erwischte bei der Frankfurter Eintracht einen Traumstart: Beim 3:0-Auswärtssieg in Berlin im Jahr 2008 erzielte der für 3,5 Millionen Euro in die Mainmetropole gewechselte Stürmer in seinem ersten Bundesliga-Spiel alle Tore. Im darauf folgenden Heimspiel gegen Bielefeld erzielte er einen weiteren Treffer. Danach ging es rasant bergab. Im August 2011 wechselte er für eine Ablösesumme von rund 200.000 Euro zu Energie Cottbus. Wenig später gestand er nach einem Fenstersturz, Alkohol- und medikamentenabhängig sowie an Depressionen erkrankt zu sein.

Habib Bellaid: Der Verteidiger kam zur Saison 2008/09 für eine Ablösesumme von 2,5 Millionen Euro nach Frankfurt. Zwischen 2008 und 2012 lief er insgesamt 23 Mal für die SGE auf und konnte dabei nie überzeugen. Im Sommer 2012 wechselte er ablösefrei zum französischen Club Sedan.

Nikola Petkovic: In der Winterpause der Saison 2008/09 verpflichteten die Adler Nikola Petkovic. Rund 700.000 Euro wurden an den serbischen Verein Roter Stern Belgrad überwiesen. Doch Frankfurt wurde nie zur sportlichen Heimat des Verteidigers. 2011 machte Petkovic, der mehrmals von den Hessen verliehen wurde und lediglich elf Einsätze für die SGE vorzuweisen hat, endgültig den Abflug.

Michael Thurk: Wechselte zur Saison 2006/07 vom 1. FSV Mainz 05 zur SGE und erzielte gleich in seinem ersten UEFA-Cup-Spiel für die Eintracht einen Hattrick. Die restliche Geschichte ist schnell erzählt: Thurk konnte sich im Kampf um einen Platz in der Startelf nicht gegen Ioannis Amanatidis durchsetzen. Nach eineinhalb Jahren war die Ehe zwischen dem Stürmer und der SGE beendet. In der Winterpause 2007/08 wurde Thurk für 250.000 Euro zum FC Augsburg transferiert.

Tommy Berntsen: Kam imm Jahr 2001 für rund 1,8 Millionen Euro zur Frankfurter Eintracht. Häufig verletzt, stehen lediglich drei Einsätze für die SGE zu Buche. Nach nur einem Jahr wechselte der Norweger ablösefrei zu Lyn Oslo.

Bachirou Salou: Kam zur Spielzeit 1999/00 zur Frankfurter Eintracht: 3.600.000 Euro ließen sich die Hessen die Dienste des Stürmers kosten. Nach nur eineinhalb Jahren mit acht Toren in 34 Spielen für die SGE packte Salou seine Koffer und machte den Abflug nach Rostock. Rund 180.000 mickrige Euro flossen von der Ostsee Richtung Frankfurt.

Eintracht Frankfurt: Ayhan findet in Düsseldorf sein Glück

Kaan Ayhan: Das Nachwuchstalent kam in der Winterpause 2015/16 von Schalke an den Main und sollte eine Alternative in der Innenverteidigung sein. Der junge Deutsch-Türke konnte aber zu keiner Zeit seine Qualität unter Beweis stellen und musste am Ende der Saison wieder nach Gelsenkirchen zurück. Das große Missverständnis war nach einem halben Jahr wieder beendet. Ayhan fand sein Glück bei Fortuna Düsseldorf, mit denen er in die Bundesliga aufgestiegen ist.

VON SASCHA MEHR

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