Klassenbuch

Auswärtsniederlage gegen Mainz: Die Eintracht-Spieler in der Einzelkritik

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Eintracht Frankfurt verliert gegen Mainz 05 mit 1:2.

Eintracht Frankfurt verliert das dritte Bundesliga-Spiel in Folge. Gegen den FSV Mainz 05 müssen sie sich mit 2:1 geschlagen geben. Die Spieler in der Einzelkritik.

Eintracht Frankfurt hat durch eine rote Karte für Dominik Kohr und eine gute zweite Halbzeit der Mainzer das dritte Bundesliga-Spiel in Folge verloren. Unsere Einzelkritik zum Spiel.

Gut dabei

Martin Hinteregger: Spielte wegen des Fehlens von Hasebe zentral in der Kette, sah früh die Gelbe Karte. Musste spätestens nach dem Platzverweis schwer ackern, um die Abwehr dicht zu halten. Erzielte die Frankfurter Führung nach einer Ecke, allerdings per Fuß, sogar seinem schwächeren. Am Ende stürmte er mutig – ohne Erfolg.

Frederik Rönnow: Im ersten Abschnitt wenig geprüft, erst zum Schluss, als er einen Freistoß von Kunde gut parierte (44.). Im zweiten Durchgang hielt er sein Team mit etlichen Paraden überhaupt im Spiel, einmal, als einen Ball abprallen ließ, mit etwas Glück, bügelte seinen Fauxpas aber mit einem Wahnsinnsreflex direkt wieder aus (68.). Gut gemacht.

Evan Ndicka: Endlich traute er sich mal was, endlich spielte er mutig. Prima, seine raumgreifenden Sprints nach vorne. Nach anfänglichen Problemen war das eine abgezockte Partie in der Defensive. Gute Leistung.

Bilder: Pyro-Eklat bei Eintracht-Niederlage in Mainz

Ganz okay

Filip Kostic: Spritzig, agil. Wenn er am Ball war, kam Gefahr auf. Marschierte viel, flankte, schoss bereits nach 50 Sekunden aufs Tor. Immer anspielbar. Manchmal ein bisschen hektisch. Hatte zum Schluss noch eine gute Möglichkeit, aber es sollte nicht sein.

Daichi Kamada: Sehr viel unterwegs, von ihm kamen viele Impulse. Gedankenschnell spielte er den Eckball vor dem 1:0 kurz auf Sow. Hatte viele Ideen, oft nur durch Fouls zu bremsen. Musste im zweiten Abschnitt alleine in der Spitze agieren. Das war schwierig für ihn. Verhaspelte kurz vor Schluss eine gute Chance, als er sich fest dribbelte, anstatt nach außen zu passen.

Lucas Torro: Erster Bundesligaeinsatz in dieser Saison. Sollte in Unterzahl das Mittelfeld stabilisieren, tat das auch, ohne Anlaufschwierigkeiten. Bestach durch seine Kopfballstärke, vorne wie hinten.

So lala

Djibril Sow: Dieses Mal auf der Sechs. Und das tat er gar nicht schlecht. Holte sich viele Bälle, machte die Räume dicht. Aber insgesamt zu fahrig. Hatte seine Füße bei der Führung im Spiel. Hätte am Ende per Kopf den Ausgleich machen können.

Almamy Touré: Nach sechswöchiger Absenz feierte der Franzose ein ordentliches Comeback. Ließ wenig auf seiner Seite anbrennen, bereitete die Führung vor. Aber im Laufe des Spiels mit Schwierigkeiten, beim 1:2 fast schon dilettantisch.

Sebastian Rode: Dieses Mal Kapitän. Musste viel Kärrnerarbeit verrichten, konnte selbst nicht glänzen. Stellte sich in den Dienst der Mannschaft, tat das unermüdlich. Ließ sich sogar von den eigenen Fans beschimpfen – was blieb ihm übrig?

Danny da Costa: Musste anfangs öfter schmerzhaft Bekanntschaft mit Mainzer Beinen machen, fand nicht so richtig in Spiel. Von ihm gingen wenig Impulse aus. Versuchte es am Schluss aber immer wieder.

Goncalo Paciencia: Rieb sich in der Spitze auf, hatte einen schweren Stand. Hätte kurz vor dem Platzverweis fast das 2:0 erzielt. Blieb aus taktischen Gründen im zweiten Abschnitt draußen.

Schwächelnd

Dominik Kohr: Machte eigentlich eine ganz solide Partie, funkte dazwischen, hatte zudem die erste Chance des Spiels (11.). Die vergab er fahrlässig. Doch dann riss er sich alles ein. Sah als letzter Mann nach einer Notbremse gegen den durchgebrochenen Öztunali die Rote Karte (44.). Bärendienst erwiesen.

Zu spät gekommen

Mijat Gacinovic

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Nach dem Spiel gegen Mainz steht Eintracht Frankfurt vor einer Zerreißprobe. Der Kommentar.

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