Eintracht Frankfurt

Fredi Bobic: Deshalb hat Kostic trotz Corona-Krise weiterhin einen Markt

Filip Kostic von Eintracht Frankfurt ist heiß begehrt.
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Filip Kostic von Eintracht Frankfurt ist heiß begehrt.

Fredi Bobic glaubt, dass Filip Kostic trotz Corona-Krise heiß begehrt ist. Der Serbe könnte Eintracht Frankfurt bald verlassen.

  • Corona-Krise hat Auswirkungen auf den Transfermarkt im Fußball
  • Eintracht Frankfurt will Filip Kostic* am Main halten
  • Fredi Bobic glaubt an einen Markt für Kostic, trotz Corona-Krise

Frankfurt - Sollte die laufende Bundesliga-Spielzeit doch noch abgebrochen werden, wonach es zur Zeit allerdings nicht aussieht, wäre Filip Kostic ganz klar der Spieler der Saison bei Eintracht Frankfurt. Der Serbe überzeugte in allen Wettbewerben und beeindruckte mit seiner Konstanz über die gesamte Runde hinweg. In 23 Bundesligaspielen erzielte Kostic vier Treffer und bereitete weitere neun Tore vor. Insgesamt hat er in allen Pflichtspielen 28 Scorer-Punkte gesammelt - ein eindrucksvoller Wert, der seine Wichtigkeit für Eintracht Frankfurt zeigt.

Eintracht Frankfurt: Kostic weckt Begehrlichkeiten in Europa

Die starken Leistungen von Filip Kostic wecken Begehrlichkeiten aus ganz Europa, und zahlreiche Top-Clubs aus Spanien, Italien und England haben den Außenbahnspieler auf ihren Notizblöcken. Im vergangenen Sommer schob Fredi Bobic dem Wechsel noch einen Riegel vor, da mit Luka Jovic, Sebastien Haller und Ante Rebic bereits drei Leistungsträger den Verein verlassen hatten und die Mannschaft nicht noch weiter geschwächt werden sollte. In der kommenden Transferphase könnte das aber nun anders aussehen. 

Die Zweifel sind bei Eintracht Frankfurt groß, ob Filip Kostic über den Sommer hinaus die SGE-Fans erfreuen wird. „Ich glaube aber nicht, dass wir ihn halten können“, sagte Aufsichtsratschef Wolfgang Steubing in einem Interview mit der „Bild“. Bei einem Verkauf des Serben hoffen die Verantwortlichen von Eintracht Frankfurt auf einen Betrag jenseits der 40 Mio. Euro - ein durchaus realistischer Wert. Durch die Corona-Krise hat sich aber einiges verändert im Fußball. Speziell auf den Transfermarkt wird es gravierende Auswirkungen haben. 

Alle Fußballigen in Europa, mit Ausnahme Weißrusslands, sind unterbrochen und die Fortsetzung ist ungewiss. Den Vereinen gehen dadurch wichtige TV-Gelder und Zuschauereinnahmen verloren, die im Etat für die Spielzeit fest eingeplant gewesen sind. Besonders die kleinen Vereine bangen durch die Corona-Krise um ihre Existenz, aber die Auswirkungen machen auch nicht vor den Top-Klubs Halt.

Eintracht Frankfurt: Verbleib von Filip Kostic unklar

Bei den Vereinen wird das Geld nicht mehr so locker sitzen wie noch vor der Corona-Krise und immens hohe Ablösesummen könnten erst einmal der Vergangenheit angehören. Fredi Bobic geht aber weiterhin davon aus, dass viele Klubs heiß sind auf Filip Kostic: „Gute Spieler werden auch in schwierigen Zeiten immer einen Markt haben und Filip ist ein herausragender Spieler“, sagte er in einem Interview mit dem „Kicker“. Ob es zu einem Transfer kommen wird, kann der Sportvorstand noch nicht sagen, denn das ist von den Situationen in anderen Ländern abhängig. Eintracht Frankfurt kämpft jedenfalls weiter um den Außenbahnspieler und Fredi Bobic würde sich sehr freuen, wenn Kostic der SGE erhalten bleibt. Mit seinen 28 Jahren ist es die vielleicht letzte Möglichkeit für den Serben, einen langfristigen Vertrag bei einem internationalen Top-Klub zu unterschreiben, deshalb wird sich der Spieler seine Entscheidung gut überlegen. 

Von Sascha Mehr

Unterdessen verzichten viele bei Eintracht Frankfurt auf Teile Gehalts und wollen so rund Millionen Euro einsparen helfen. Alex Meier muss sein Antritt als Repräsentant bei Eintracht Frankfurt wegen der Corona-Krise verschieben. 

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