Trotz 1:2-Niederlage gegen Frankreich

Matthäus bricht Lanze für Bundestrainer: Darum sollte keiner an Löw zweifeln

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Lothar Matthäus verteidigt Joachim Löw.

Lothar Mätthaus ist nicht unbedingt dafür bekannt, sparsam mit Kritik umzugehen. Für Joachim Löw bricht der Rekordnationalspieler allerdings eine Lanze - und erklärt, warum der 58-Jährige weiterhin der richtige Bundestrainer ist.

Paris - Lother Matthäus glaubt, dass sich Bundestrainer Joachim Löw trotz der 1:2-Niederlage in der Nations League beim Fußball-Weltmeister Frankreich dank des mutigen Auftritts der verjüngten Nationalmannschaft aus der Schusslinie genommen hat. "An Joachim Löw muss man nicht zweifeln. Die Niederlage tut weh, weil sie überflüssig war. Die Mannschaft hat wirklich gut gespielt", sagte der Rekordnationalspieler in einem exklusiven Interview mit Sky Sport News HD: "Löw hat seine Qualitäten als Trainer. Das hat er zwölf Jahre gezeigt und heute hat er Entscheidungen getroffen, die dem Spiel der Mannschaft einfach gut getan haben. Er hat die Zeichen der Zeit erkannt, dass er einen Umbruch einleiten muss - eben mit jungen schnellen Spielern."

Den Klassenerhalt in der neu geschaffenen Nations League hat der viermalige Weltmeister nicht mehr in der eigenen Hand. Vor dem Rückspiel gegen die Niederlande am 19. November muss Deutschland auf Schützenhilfe von Frankreich hoffen. 

Lothar Matthäus: DFB-Elf auf dem richtigen Weg

Matthäus glaubt aber, dass die DFB-Elf auf dem richtigen Weg ist. "Ich glaube, das ist das Zukunftsmodell, das Deutschland wieder da hin bringt, wo wir eigentlich hingehören", so der 57-Jährige: "Es hat Spaß gemacht, der Mannschaft zuzuschauen - vor allem in der ersten Halbzeit. In der zweiten Hälfte hat man vielleicht vergessen, das 2:0 zu machen und gegen so eine clevere Mannschaft wie Frankreich reicht ein 1:0 eben nicht."

Diese Meinung teilen jedoch nicht alle. Die internationale Presse geht mit Löw durchaus härter ins Gericht.

SID

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