Bundestrainer-Findung

Bierhoff trifft Kandidaten - Löw rät: Spieler fragen

Joachim Löw
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Hört nach 15 Jahren als Bundestrainer nach der EM auf: Joachim Löw.

Joachim Löw rät den DFB-Verantwortlichen, bei der Suche nach seinem Nachfolger auch die Meinung der Nationalspieler einzuholen. Mit der Bundestrainer-Findung ist Oliver Bierhoff beauftragt.

Düsseldorf (dpa) - Für Oliver Bierhoff steht nach den drei März-Länderspielen parallel zu den finalen EM-Planungen auch die Suche nach einem Nachfolger von Bundestrainer Joachim Löw an.

Wie die «Bild»-Zeitung ohne Quellenangabe berichtete, wird sich der DFB-Direktor im April zu ersten Gesprächen mit Ralf Rangnick treffen. Der 62-Jährige gilt als ein möglicher Kandidat für den nach der EM im Sommer durch den Rücktritt von Löw vakanten Spitzenposten.

Vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) oder Rangnick gab es vorerst keine Reaktion zu dem Bericht. Der Verband hatte nach Löws Rücktrittsankündigung Anfang des Monats betont, keine Stellungnahme zu möglichen Nachfolgekandidaten abzugeben. Beim DFB entscheidet das Präsidium über den Nachfolger von Löw. Hauptverantwortlich mit der Suche beauftragt ist Bierhoff als Direktor Nationalmannschaften.

Bierhoff und DFB-Präsident Fritz Keller hatten betont, «keinen Zeitdruck» zu verspüren und den neuen Bundestrainer in Ruhe suchen zu wollen. Womöglich wird er erst nach der EM-Endrunde benannt. Die ersten Länderspiele mit Löws Nachfolger stehen Anfang September an.

Neben Rangnick gilt Bayern-Trainer Hansi Flick als mögliche Lösung. Der DFB hat aber versichert, nicht mit Trainern das Gespräch zu suchen, die noch unter Vertrag stehen. Der derzeit nicht gebundene Rangnick hatte kürzlich Schalke 04 eine Absage für den Posten als Sportvorstand gegeben.

Löw hatte den DFB-Verantwortlichen geraten, auch die Meinung der aktuellen Nationalspieler einzuholen. «Es würde Sinn machen», sagte der im Sommer ausscheidende Bundestrainer. «Manuel Neuer, Ilkay Gündogan, Toni Kroos, auch andere Spieler haben Erfahrung und können schon beurteilen, was für einen Trainer sie brauchen.»

Der nach der EM-Endrunde (11. Juni bis 11. Juli) nach 15 Jahren als Bundestrainer ausscheidende Löw sagte in Düsseldorf aber auch, dass natürlich die Trainer-Entscheidung «nicht in der Mannschaft fallen wird». Es sei trotzdem «gut, wenn man mal so ein paar Meinungen als Verband hört». Das habe er DFB-Präsident Keller auch so gesagt.

«Es ist immer gut, wenn man auch mal in die Mannschaft reinhört, weil unsere Spieler extrem viel Erfahrung haben und sich über Trainer sehr viele Gedanken machen», sagte Löw. Die Spieler hätten in den Vereinen schon sehr viele unterschiedliche Trainer erlebt. «Es ist wichtig: Wollen die Spieler jetzt irgendwie defensiven Fußball? Wollen sie einen offensiven Fußball? Was kann die Mannschaft gut? Was ist ihr Charakter?», zählte Löw mögliche wichtige Kriterien auf.

© dpa-infocom, dpa:210330-99-28671/3

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