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Angstgegner Olympique ärgert Real erneut

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Karim Benzema (2. v. li) von Real Madrid feiert sein Tor. Am Ende langt es nur für unentschieden. © dpa

Köln - Angstgegner Olympique Lyon könnte für Real Madrid in der Champions League erneut zur Stolperfalle werden. Der FC Chelsea kann mit guter Ausgangsposition ins Rückspiel gehen.

Nach einem 1:1 (0:0) beim siebenmaligen französischen Fußball-Meister droht dem spanischen Rekordmeister mit den deutschen Nationalspielern Mesut Özil und Sami Khedira wie schon in der vergangenen Spielzeit gegen die Franzosen das vorzeitige Aus im Achtelfinale. Ausgerechnet der gebürtige Lyoner und langjährige Olympique-Profi Karim Benzema hatte den spanischen Rekordmeister kurz nach seiner Einwechslung gegen seinen langjährigen Klub in Führung gebracht. Bafetimbi Gomis (83.) ließ die Gastgeber dann für das Rückspiel in zwei Wochen hoffen.

Chelsea mit guter Ausgangsposition

Englands Double-Gewinner FC Chelsea verschaffte sich durch ein 2:0 (1:0) beim FC Kopenhagen eine sehr gute Ausgangsposition für das Rückspiel in zwei Wochen. Die Treffer für die Blues erzielte der französische Nationalspieler Nicolas Anelka (17., 56.)

Vor der Pause in Lyon nichts geboten

Beim Spiel in Lyon, das von Bundesliga-Schiedsrichter Wolfgang Stark bis auf eine Situation aus Ergolding souverän geleitet wurde, wurde den 40.000 Zuschauern vor der Pause nicht viel geboten. Özil konnte keine großen Akzente setzen, sein Nationalmannschaftskollege Sami Khedira war in der Defensive ausgelastet und Cristiano Ronaldo sowie Emmanuel Adebayor konnten sich gegen die gut organisierte Abwehr der Franzosen nicht durchsetzen. Die beste Gelegenheit im ersten Durchgang hatten die Gastgeber durch Gomis, der nach einem Patzer von Iker Casillas zu überhastet agierte. Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Königlichen, die seit sieben Jahren auf den Viertelfinaleinzug in die Königsklasse warten, den Druck.

Diese Deutschen spielten bei Real Madrid

Pech hatte das Team von Startrainer Jose Mourinho, als Ronaldo vier Minuten nach Wiederanpfiff per Freistoß nur den Pfosten, Sekunden später Sergio Ramos per Kopf nur die Latte traf. Anschließend fand Lyon aber seine Ordnung wieder und ließ gegen die zu behäbig agierenden Gäste zunächst nicht mehr allzuviel zu. Nachdem Stark in der 63. Minute ein Handspiel von Lyons Cesar Delgado im Strafraum übersehen hatte, hagelte es wütende Proteste gegen den deutschen FIFA-Referee.

Kurz darauf wechselte Mourinho Benzema ein, der 42 Sekunden nach seiner Hereinnahme mit seiner ersten Ballberührung nach Pass von Ronaldo das 1:0 markierte. Özil, der nach ordentlicher Leistung in der 75. Minute ausgewechselt wurde, hatte die Szene glänzend eingeleitet. Khedria war sieben Minuten zuvor vom Feld gegangen. Gomis nutzte dann eine Verwirrung in der Real-Abwehr zum Ausgleich.

Rückspiel ohne Bastos

Im Rückspiel muss Lyon, das sieben Spiele nicht gegen Real verloren hat, auf Brasiliens WM-Teilnehmer Michel Bastos verzichten, der sich seine dritte Gelbe Karte im laufenden Wettbewerb einhandelte. In Kopenhagen war Chelsea von Beginn an das dominierende Team. Nach dem Aus im FA-Cup am vergangenen Wochenende gegen den FC Everton präsentierte sich das Team von Teammanager Carlo Ancelotti von seiner besten Seite und ging durch Nicolas Anelka (17.) verdient in Führung.

Auch nach der Pause hatten die Blues, die in der Premier League weit von den eigenen Ansprüchen entfernt sind, das Heft fest in der Hand. Nach Anelkas siebten Saisontreffer in der Champions League war der Widerstand der Gastgeber endgültig gebrochen.

SID

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