Rückkehr des beliebten Wahlhelfers

Wahl-O-Mat Bayern 2018: Testen Sie sich selbst vor der Landtagswahl

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Der Wahl-O-Mat zur Landtagswahl 2018 in Bayern hilft bei der Wahlentscheidung.

Hier finden Sie den Wahl-O-Mat Bayern, der am 20. September 2018 veröffentlicht wird. Machen Sie bei uns den beliebten Test mit dem Online-Tool.

Wie berechnet der Wahl-O-Mat eigentlich meine Antworten, wie aussagekräftig ist das Tool - und gibt es auch Alternativen? Wir beantworten die wichtigsten Fragen zu dem politischen Frage-Tool. Denn auch für die Landtagswahl in Bayern wird 2018 ein Wahl-O-Mat entwickelt, der Ihnen eine Hilfestellung für Ihre Wahlentscheidung gibt.

Der Wahl-O-Mat, der speziell für die Wahl in Bayern entwickelt wurde, wird ab dem 20. September verfügbar sein. Genau wie bei der Bundestagswahl und anderen Landtagswahlen bleibt er anschließend online und kann auch am Wahltag selbst noch befragt werden.

Wahl-O-Mat Bayern: Ab dem 20. September hier online verfügbar

+++ Sobald der Wahl-O-Mat am Donnerstag, 20. September verfügbar ist, stellen wir an dieser Stelle das Online-Tool bereit. Sie können dann selbst den Test machen und herausfinden, mit welchen Parteien Sie die meisten Gemeinsamkeiten haben. +++

Das Logo des Wahl-O-Mat für Bayern.

Wahl-O-Mat Bayern bleibt bis zum Wahltag verfügbar

Der Wahl-O-Mat für die bayerische Landtagswahl, deren Termin der 14. Oktober ist, wird in mehreren Monaten vor der Wahl erarbeitet. Es steht fest, dass er ab dem 20. September 2018 online zur Verfügung steht. Wenige Tage später wird dann auch das Online-Tool für die Hessen-Wahl veröffentlicht, denn es gibt innerhalb kürzester Zeit zwei politische Großereignisse, bei denen die Wähler Hilfe bei ihrer Entscheidung brauchen können.

Es bleiben also vor der Landtagswahl 2018 in Bayern mehrere Wochen Zeit, um den Wahl-O-Mat zu befragen. Wenn viele Bürger sich Rat von dem Online-Tool holen, könnte es tatsächlich das offizielle Ergebnis der Landtagswahl Bayern 2018 beeinflussen.

So funktioniert das beliebte Online-Tool

Der Wahl-O-Mat möchte Ihre politischen und gesellschaftlichen Einstellungen, Werte und Anliegen erfahren. Hierfür stellt Ihnen das Programm 38 Thesen vor, auf die Sie jeweils mit „stimme zu“, „stimme nicht zu“ oder „neutral“ antworten können. Alternativ dazu können Sie auch Thesen überspringen, die Sie nicht beantworten können oder wollen. Der Wahl-O-Mat für die vergangene Bundestagswahl enthielt beispielsweise Fragen zum Abbau von Staatsschulden, zur Obergrenze bei der Aufnahme von Asylbewerbern, zur Ausweitung der Videoüberwachung und zum Braunkohleabbau.

Geschichte des Wahl-O-Mats: Aufrufe steigen ständig

Die Popularität des Wahl-O-Mat steigt in Bayern wie auch in ganz Deutschland. Im Jahr 2003 nutzten rund 97.200 Menschen das Tool für Bayern. Als der „Wahl-O-Mat Bayern“ im Jahr 2013 zurückkehrte, wurde er bis zum Wahltag ungefähr 1,2 Millionen Mal befragt. Bei der Bundestagswahl 2017 wurden 15.700.000 Abrufe gezählt. Seinen ersten Auftritt hatte der Wahlhelfer im Internet ebenfalls zu einer Bundestagswahl und zwar im Jahr 2002.

Wahl-O-Mat für Bayern auch in der App verfügbar

Für Smartphones und bietet die Bundeszentrale für politische Bildung eine App an. Auch damit können Sie den Wahl-O-Mat ab dem 20. September aufrufen. Es gibt die App für Android-Geräte bei Google Play. Nutzer von iPhones und iPads werden bei iTunes fündig.

So berechnet der Wahl-O-Mat Bayern Ihr persönliches Ergebnis

Für die Berechnung vergibt der Wahl-O-Mat Punkte – je nachdem, wie stark die eigenen Meinung der Position der jeweiligen Partei ähnelt. Stimmen die Positionen exakt überein, erhält der Nutzer zwei Punkte für diese Partei, wenn keine Parallelen bestehen, gibt es keinen Punkt.

Ein Punkt wird vergeben, wenn die Meinung von Partei und Nutzer ähnlich ist: Hat die Partei beispielsweise mit „neutral“ geantwortet und der Nutzer der These zugestimmt oder nicht zugestimmt, erhält er für diejenige Partei einen Punkt. Am Ende werden den Nutzern die Parteien angezeigt, die prozentual die meisten Übereinstimmungen mit den eigenen Antworten hatten.

Welche Wahlprogramme werden ausgewertet?

Alle Parteien, die mit einer Landesliste für die Landtagswahlen zugelassen sind, wurden zur Teilnahme am Wahl-O-Mat für die Landtagswahl 2018 in Bayern angefragt.

Da alle Parteien das Recht erhalten müssen, im Wahl-O-Mat zu erscheinen, kann es laut der Bundeszentrale für politische Bildung auch dazu kommen, dass Parteien in dem Programm angezeigt werden, die unter der Beobachtung des Verfassungsschutzes stehen und als extremistisch eingestuft werden. Im aktuellen Verfassungsschutzbericht können Sie nachlesen, welche Parteien aktuell als extremistisch eingestuft werden.

Wer entwickelt den Wahl-O-Mat zur Landtagswahl in Bayern?

Hinter dem Wahl-O-Mat steht insbesondere die Bundeszentrale für politische Bildung. In Bayern übernimmt allerdings vor allem die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit die Aufgabe des Wahl-O-Mats und arbeitet hierfür mit dem Bayerischen Jugendring zusammen.

Der Wahl-O-Mat wird von einem Team aus Jung- und Erstwählern sowie Politikexperten erarbeitet. Die Grundlage dafür bilden die Wahlprogramme der einzelnen Parteien, die für die Landtagswahl 2018 in Bayern zugelassen sind. Das Team erarbeitet Thesen, die dann den einzelnen Parteien zur Beantwortung vorgelegt werden.

Die Parteien können hier – genau wie später die Nutzer – der These zustimmen, sie ablehnen oder als neutral bewerten. Außerdem können die einzelnen Parteien eine Begründung für ihre Position hinzufügen. Diese wird, abgesehen von groben Unstimmigkeiten oder Fehlern, so im Wahl-O-Mat übernommen.

Wer bestimmt die Themen für den Wahl-O-Mat Bayern?

Das Team aus Experten und Jungwählern, die den Wahl-O-Mat erstellen, wählt hierfür die wichtigsten Thesen aus den Wahlprogrammen aus. Nachdem sie den Parteien zur Beantwortung vorgelegt wurden, wird die Anzahl der Thesen nochmal auf 38 gekürzt – diese stellen dann die finale Version des Wahl-O-Mats dar.

Wieso muss man beim Wahl-O-Mat acht Parteien auswählen? 

Für die Berechnung des Wahl-O-Mats müssen Nutzer zunächst maximal acht Parteien auswählen, die sie in ihre Ergebnisse miteinbeziehen wollen. Damit soll verhindert werden, dass der Wahl-O-Mat die Wirkung einer „Wahlanweisung“ entfaltet – vielmehr sollen sich die Nutzer im Vorhinein selbst Gedanken über die Auswahl ihrer Parteien machen, bevor der Wahl-O-Mat die Einstellungen hinsichtlich bestimmter thematischer Punkte stellt.

Es ist natürlich zusätzlich auch sinnvoll, sich über die Kandidaten der Landtagswahl in Bayern zu informieren. Da sich der Wahl-O-Mat auf allgemeine Thesen aus den Wahlprogrammen stützt, kann er auch vor einer frühzeitigen Briefwahl sinnvoll befragt werden.

Der Urnengang in Bayern findet am 14. Oktober statt.

Wie verlässlich ist das Online-Tool zur Bayern-Wahl?

Da der Wahl-O-Mat die offiziellen Antworten der einzelnen Parteien enthält, ist er themenbezogen sehr aussagekräftig. Bei vergangen Wahlen wurde häufig darüber diskutiert, dass bei einzelnen Nutzern Parteien angezeigt wurden, mit denen sie sich eigentlich nicht identifizieren konnten. Da jeder Nutzer aber zunächst auswählen kann, welche Parteien in die Berechnung miteinbezogen werden sollen, sollte dies kein Problem darstellen.

Trotzdem gilt auch für die Landtagswahl 2018 in Bayern: Der Wahl-O-Mat bietet selbstverständlich nur eine Hilfe zur Wahlentscheidung und stützt sich lediglich auf die ausgewählten Themenbereiche. Es geht dabei ausschließlich um die Partei und damit vor allem um die Zweitstimme bei der Landtagswahl. Letztlich haben sowohl Erst- als auch Zweitstimme einen Einfluss auf die Mehrheit im Landtag und damit auf die Frage: Wer wird Ministerpräsident in Bayern?

Es wird außerdem empfohlen, nach der Berechnung die einzelnen Antworten der Parteien zu lesen, um sie in einen Zusammenhang mit der eigenen Beantwortung zu bringen. Wie die allgemeine Stimmung der Wähler ist, zeigen wie immer regelmäßig die Umfragen zur Landtagswahl 2018 in Bayern

Gibt es Alternativen zum Wahl-O-Mat für Bayern?

Für die letzte Bundestagswahl gab es im Netz einige Alternativen zum offiziellen Wahl-O-Mat. So erarbeitete die Diakonie Deutschland beispielsweise einen „Sozial-O-Mat“, das Fachmagazin „agrar heute“ erstellte eine Wahlhilfe für Landwirte. Außerdem gab es Tests und Checklisten, die sich insbesondere den Themen der Digitalisierung widmeten.

Getreu dem Konzept der Dating-App Tinder entwarf ein Berliner Startup den „Wahl Swiper“ – dieser soll auch für die Landtagswahlen 2018 wieder verfügbar sein.

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