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Nach Dugina-Mord: Nächster tödlicher Anschlag im Ukraine-Krieg

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Von: Johanna Soll

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Zerstörung um das AKW Saporischschja durch einen russischen Angriff
Zerstörung um das AKW Saporischschja durch einen russischen Angriff © Konstantin Mihalchevskiy/Imago

Kürzlich starb die Tochter eines prominenten Russen in Moskau durch eine Autobombe. Nun ist ein russischer Statthalter Opfer eines Anschlags in der Ukraine geworden.

Mychajilwka – Der von der russischen Armee in der Ukraine in der besetzten Stadt Mychajilwka als Regionalverwalter eingesetzte Iwan Suschko (40) ist tot. Er wurde offenbar Opfer eines Autobomben-Attentats im Ukraine-Konflikt und erlag später im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Das teilte Wladimir Rogow, einer der russischen Verwalter der südukrainischen Region Saporischschja, auf Telegram mit. In Saporischschja befindet sich das gleichnamige, ebenfalls von Russland besetzte Atomkraftwerk.

„Ein Sprengkörper wurde unter seinem Autositz angebracht“, so Wladimir Rogow. Hinter dem Anschlag stecken Rogow zufolge „Saboteure“ in der Region. Die ukrainische Seite hat sich bisher nicht zu dem Tod Iwan Suschkos geäußert und die Angaben sind nicht unabhängig prüfbar.

News zum Ukraine-Krieg: Wolodymyr Selenskyj über getötete Darja Dugina: „Sie ist für uns nicht interessant“

Erst vor vier Tagen war Darja Dugina, die Tochter des rechtsextremen russischen Ideologen Alexander Dugin, in Moskau ebenfalls durch eine Autobombe getötet worden. Der Kreml vermutet dahinter ein ukrainisches Attentat.

Hinsichtlich des Autobomben-Anschlags auf Darja Dugina erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, man habe damit nichts zu tun. „Sie ist für uns nicht interessant. Sie ist in diesen Krieg nicht involviert, bewegt sich weder auf ukrainischem Territorium noch in den besetzten Gebieten“, so Selenskyj. (Johanna Soll)

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