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„Superman“ Trump befeuert Spekulationen: „Wir werden Amerika zurückerobern“

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Von: Jan-Frederik Wendt

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Donald Trump im Angriffsmodus: „Wir werden Amerika zurückerobern“.
Donald Trump im Angriffsmodus: „Wir werden Amerika zurückerobern“. © Ross D. Franklin/dpa

Donald Trump hat die Wahlniederlage gegen Joe Biden nicht eingestanden. Nun hat der Republikaner Spekulationen über eine Kandidatur bei der Wahl 2024 angeheizt.

Washington - Ex-Präsident Donald Trump hat bei einer Wahlkampfveranstaltung im US-Bundesstaat Arizona die Spekulationen über eine Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl im Jahr 2024 befeuert. „Vielleicht müssen wir es noch einmal tun“, sagte der Republikaner vor seinen Anhängern am Freitagabend (22. Juli). Zuvor hatte er über seinen Wahlsieg im Jahr 2016 gesprochen und erneut behauptet, er habe die Wahl 2020 gewonnen. Trump weigert sich bis heute, seine Niederlage gegen US-Präsident Joe Biden einzugestehen.

Trump trat in Prescott Valley (Arizona) auf, um die republikanische Kandidatin Kari Lake im Renne um das Gouverneursamt zu unterstützen. Mit Blick auf die Kongresswahl im Herbst und die Präsidentschaftswahl 2024 sagte Trump: „Wir werden den Senat zurückerobern. Wir werden Amerika zurückerobern, und 2024 werden wir vor allem unser schönes, prächtiges Weißes Haus zurückerobern.“ Lake sagte an Trump gerichtet: „Ich glaube, dass dieser ‚Superman‘ zurückkommt. Hoffentlich kommt er bald zurück“.

Donald Trump attackiert Mike Pence

Seit seiner Wahlniederlage kokettiert Trump immer wieder mit einer erneuten Kandidatur. In den USA kann eine Person für zwei Amtszeiten Präsident sein – egal, ob diese aufeinander folgen oder nicht. Trump wäre bei der Wahl 78 Jahre alt. „Diese unglaubliche Reise, auf der wir uns gemeinsam befinden, hat gerade erst begonnen“, sagte Trump.

Auch der ehemalige Vize-Präsident Mike Pence warb am Freitagabend in Arizona für die Unterstützung der Republikaner – allerdings auf einer anderen Veranstaltung. Pence unterstützt im Rennen um das Gouverneursamt die konkurrierende Kandidatin Karrin Taylor Robson. Dies bewerten Expertinnen und Experten als jüngstes Zeichen dafür, dass sich Pence von seinem früheren Chef Trump distanzieren will. Der Grund: Beide könnten eine mögliche Kandidatur für das Amt des Präsidenten im Jahr 2024 anstreben.

Erst vor kurzer Zeit hatte Trump den ehemaligen Vizepräsidenten Pence verbal attackiert. Am Donnerstag (21. Juli) hatte Trump vor dem Sonderausschuss des Repräsentantenhauses zu einer Anhörung zum Kapitol-Sturm in den Angriffsmodus geschaltet. Seine Behauptung: Hätte Pence die Ergebnisse der US-Wahl 2020 gekippt, wäre der Ukraine-Konflikt ausgeblieben. (Jan Wendt)

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